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Hintergrund

Als kompletter Noob in «Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection»: überwältigt, aber begeistert

Kevin Hofer
12.2.2026
Mitarbeit: Domagoj Belancic

Ich durfte das neue «Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection» bereits ausführlich anzocken. Der dritte Teil des «Monster Hunter»-Spinoffs verspricht tolle, rundenbasierte Action, verpackt in eine epische Story.

Knapp fünf Jahre nach dem zweiten Teil erscheint am 13. März das neue «Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection». Die namensgebenden Monster gibt es auch hier. Hinzu kommt eine Story, gepaart mit rundenbasierten Kämpfen. Publisher und Entwickler Capcom haben mich bereits einen Monat früher für eine Preview ans Spiel gelassen – und zwar als kompletten Noob.

Redaktionskollege und JRPG-Aficionado Domi stellt mir nach meinen ersten Schritten im Spiel die brennendsten Fragen.

Domagoj: Du hast bisher keinen «Monster Hunter Stories»-Ableger gespielt und bist ins kalte Wasser gesprungen – fühlst du dich gut abgeholt?

Kevin: Als ich mir zur Vorbereitung den Announcement-Trailer angeschaut habe, war ich maximal verwirrt. Wie soll ich da jemals reinkommen? Ich habe mich aber nicht beirren lassen und habe einfach mal das Abenteuer gestartet. Das Spiel macht einen guten Job, mich in die Geschichte und die Systeme einzuführen. Aber es kommt in den ersten Spielstunden verdammt viel auf mich zu.

Viele JRPGs leiden an einem langsamen Einstieg, durch den man sich erstmal durchkämpfen muss, bis man zum spannenden Teil kommt. Wie findest du den Einstieg in «Monster Hunter Stories 3»?

Der Einstieg ist alles andere als langsam. Nachdem ich meinen Charakter erstellt habe, werde ich Zeuge einer langen, aber schönen Introsequenz. Als kindliche Prinzessin Leia von Azuria – ich könnte auch als Prinz spielen – verbinde ich mich mit einem süssen furchteinflössenden Rathalos. Ein drachenähnliches Monster. Das adlige Kind hat offensichtlich ein Händchen für die Viecher. Nach dem Intro folgt ein Zeitsprung – ich kann als junge Erwachsene bereits zum ersten Mal kämpfen und auf meinem mittlerweile gross gewordenen Rathalos durch die Lüfte fliegen.

Auf den Monstern zu fliegen macht unglaublich Laune.
Auf den Monstern zu fliegen macht unglaublich Laune.

Darauf folgen mehrere Stunden Tutorials, geschickt in die Story verpackt. Sie wirken deshalb nicht lahm. Leia ist mittlerweile ein wichtiger Teil der Ranger – einer Truppe, die sich mit den Monstern in der Welt beschäftigt. Zunächst führe ich das neue Mitglied Thea in die Gepflogenheiten der Ranger und Kämpfe ein. Bei den Kämpfen bin ich erstmal überwältigt. Ich werde mit derart vielen Schlagwörtern und Optionen bombardiert, dass ich nicht mehr weiss, wo vorne und hinten ist. Ständig kommt Neues hinzu und überfordert mich weiter.

Hier heisst es: Durchhalten und lernen. Nach ein paar Stunden habe ich das Kampfsystem dann einigermassen im Griff – zumindest, bis das nächste Tutorial kommt.

Wie gefallen dir die rundenbasierten Kämpfe – und bieten sie irgendeinen speziellen Twist?

Die Kämpfe sind spannend und fordernd. Da ich die vorherigen «Stories»-Teile nicht kenne, weiss ich nicht, ob es gewisse Elemente schon in den Vorgängern gab. Mir war im Vorfeld bekannt, dass ich an der Seite meiner Monster kämpfe und nur diese und meinen Charakter steuere. Meine Begleitperson und ihr Monster kämpfen automatisiert.

Das Kampfsystem erscheint mir als Noob höchst komplex.
Das Kampfsystem erscheint mir als Noob höchst komplex.

Neu für mich: Ich kann bei allen Gegnern verschiedene Körperteile attackieren. Von anderen rundenbasierten Rollenspielen kenne ich das nur als Gimmick für einzelne Auseinandersetzungen. Die Teile haben eine eigene Energieleiste mit spezifischen Schwächen für Waffentypen. Wenn ich die Leiste auf Null bringe, «staggere» ich die Monster. Sie landen kurzzeitig auf der Matte, und alle meine Charaktere können ausserhalb ihrer Züge auf die Viecher einhauen. Das nennt sich «Synchro Rush».

Das klingt nach einem komplexen Kampfsystem.

Dabei ist das nur der Anfang. Bereits aus früheren Teilen bekannt, aber mir neu: Attacken führe ich entweder als «Power», «Technical» oder «Speed» aus. Das ergibt eine Art Schere-Stein-Papier-Prinzip. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es ein «Head-to-Head» – je nachdem, welchen Typ ich gewählt habe, gewinne oder verliere ich das Duell mit entsprechender Auswirkung auf meine Energieleiste. Ein Unentschieden ist ebenfalls möglich, wobei der Gegner und ich ähnlich viel Schaden erleiden.

Die «Head-to-Head» werden mit einer coolen Animation angesagt.
Die «Head-to-Head» werden mit einer coolen Animation angesagt.

Besonders cool finde ich das «Kinship»-System. Durch Angriffe fülle ich eine entsprechende Leiste. Einmal gefüllt, kann ich mich auf mein Monster setzen – wir attackieren gleichzeitig für mehr Schaden. So kann ich auch verheerende Angriffe – sogenannte «Kinship Skills» – einsetzen. Sitzt meine computergesteuerte Partnerin ebenfalls auf ihrem Monster, können wir für noch mehr Schaden sogar zusammen angreifen. Diese Attacken werden dann von einer langen, aber cool inszenierten Sequenz begleitet. Glücklicherweise kann ich die auch überspringen.

Wie du siehst, bietet das Kampfsystem vielschichtige Mechaniken. Ich bin überzeugt, dass da später noch mehr dazukommt. Für Abwechslung und Überforderung sorgt das allemal.

Ein Spiel, das «Stories» im Titel hat, muss eine gute Geschichte haben, oder?

Sie startet zumindest vielversprechend. Du kannst dir denken, dass das Leben von Prinzessin Leia – bislang habe ich die entsprechenden Haarknoten der Namensvetterin aus «Star Wars» noch nicht im Charakter-Editor gefunden – alles andere als ruhig verläuft. Als Rangerin kümmert sie sich schliesslich um die Monsterwelt in ihrem Königreich. Dieses rutscht ziemlich früh in einen Konflikt mit dem Nachbarland Vermeil. Mehr will ich zur Story nicht verraten. Ich muss das Spiel erstmal durchzocken. Das dürfte ziemlich lange dauern: Ich hätte die ersten zwei Kapitel für diese Preview spielen dürfen, bin aber nach über sechs Stunden erst am Anfang von Kapitel zwei.

Die Zwischensequenzen sind unglaublich schön.
Die Zwischensequenzen sind unglaublich schön.

Was machst du in «Monster Hunter Stories» abseits der Geschichte?

Neben der Hauptstory finde ich die Side Storys toll. In diesen erfahre ich mehr über die anderen Mitglieder der Ranger. Das verleiht ihnen Tiefe – die Beziehung zwischen den Charakteren rückt in den Fokus. Sie bieten auch Gameplay-mässig Abwechslung. Bei Theas Side Story muss ich etwa durchgeknallte Schweine in einem Rennen auf dem Rücken meines Monsters besiegen. Die Sidequests sind weniger spannend: Klassische «hol mir das»- oder «bringe dieses Monster um»-Aufgaben.

Irgendwie fühle ich mich schlecht, den Viechern ihre Eier zu klauen.
Irgendwie fühle ich mich schlecht, den Viechern ihre Eier zu klauen.

Bin ich an keiner Quest, kann ich in Monsterhöhlen die Eier der Viecher klauen. Diese brüte ich dann in meinem Stall aus. Besonders starke Monster nehme ich in mein Team auf und trainiere sie. Die anderen kann ich in die Wildnis entlassen und deren Population steuern. Sogar neue Spezies führe ich so in ein Habitat ein. Die Welt passe ich in gewissem Masse meinem Geschmack an.

Ich liebe «Pokémon», wurde aber in den letzten Jahren von den Mainline-Games immer wieder enttäuscht. Könnte «Monster Hunter Stories 3» etwas für mich sein?

Klar, wie bei «Pokémon» reisst du schliesslich auch Viecher aus ihrer natürlichen Umgebung, sperrst sie ein und missbrauchst sie für deine eigenen Zwecke.

Nein, Scherz beiseite: Wenn du gerne JRPGs mit Monstersammeln hast, dürfte das Spiel definitiv was für dich sein. Du musst aber damit leben können, dass du es mit «richtigen» Monstern zu tun hast und nicht mit niedlichen Viechern, die dem Kindchenschema entsprechen.

Das Game hat einen schicken Anime-Stil, der in den Trailern eine super Figur macht. Wie gefällt dir die visuelle Aufmachung bisher?

Die Zwischensequenzen und Charaktere sehen phänomenal aus. Von weitem wirkt auch die Welt in Ordnung – abgesehen von den gelegentlichen Pop-ins. Von nahem fällt mir dann auf, dass Texturen weniger komplex wirken als in anderen Open-World-Spielen und teils verwaschen aussehen. Aufgrund des Cel-Shading-Looks finde ich das aber verschmerzbar, ich achte mich sowieso mehr auf die Charaktere. Mir gefällt der Stil sehr gut, er passt perfekt zur Welt.

Die Gerichte machen Hunger.
Die Gerichte machen Hunger.

Apropos Anime-Stil: In dem Medium spielen Essen und die Darstellung von Gerichten häufig eine wichtige Rolle. So auch im Spiel. Mit verschiedenen Gerichten hole ich mir Buffs für Auseinandersetzungen. Bei der Präsentation der Menüs haben sich die Entwickler echt ins Zeug gelegt. Ich bekomme «Final Fantasy XV»-Vibes. Und Hunger.

Gibt es etwas, das dir noch Sorgen macht?

Als störend empfinde ich das System für Waffen und Ausrüstung. Die muss ich in der Schmiede herstellen lassen. Im Gegensatz zu anderen JRPGs benötige ich dafür nicht nur Geld, sondern auch spezifische Items pro Waffe oder Rüstung. Das nervt und zwingt mich zu stupidem Farming. Wie sehr mich das über die gesamte Spieldauer stört, wird meine Review zeigen.

«Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection» erscheint am 13. März 2026 für die PS5, Switch 2, Xbox Series, PC. Das Spiel wurde mir vom Publisher für Testzwecke zur Verfügung gestellt.

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Technologie und Gesellschaft faszinieren mich. Die beiden zu kombinieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, ist meine Leidenschaft.


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