Apple WWDC: Der neue iMac Pro ist ein Monster und kommt im Dezember
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Apple WWDC: Der neue iMac Pro ist ein Monster und kommt im Dezember

Dominik Bärlocher
Dominik Bärlocher
Zürich, am 05.06.2017
Apple hat am Pfingstmontag neue Produkte vorgestellt. Die Show wird vom iMac Pro gestohlen, der eine wirklich beeindruckende Leistung bietet. Andere Dinge werden ebenfalls verbessert, kommen aber nicht an die Sensation des schwarzen Desktop Computers heran.

Die Keynote des Grosskonzerns Apple beginnt wie üblich mit einem Sketch, der zum Lachen anregt: Ein Neuling in Cupertino wird mal kurz in einen Serverraum gesetzt, weil im Büro kein Platz ist. Er will sein dekoratives Wasserspiel einstecken, steckt dafür irgendwas aus. Blöderweise ist das der Server, der alle Apps auf allen iDevices regelt. Er löst die App-okalypse aus.

Tim Cook betritt die Bühne. «Ich bin so glücklich, dass das nie passieren wird. Weil es nicht passieren kann», sagt er. Dann die Ankündigung. «Das wird die grösste WWDC aller Zeiten». Da ist es wieder, das «Best Ever», das jedem iPhone zugute kommt, jedem iPad, jedem iPod und jeder Apple Watch. Best Ever.

Fernsehen

AppleTV unterstützt die Streaming-Angebote vieler US-amerikanischen Kabelsender. Allerdings ist diese Funktion nur in den USA wirklich nützlich, da die meisten Sender US-Sender sind. Bis jetzt. Denn Amazon macht bei tvOS mit. Das könnte der erste Vorstoss werden, damit auch hierzulande eine weite Ausbreitung des tvOS denkbar sein könnte.

Apple Watch

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WatchOS 4 soll einfacher, schneller und intuitiver werden

WatchOS erhält ein neues Update. WatchOS 4 soll weitere Personalisierung zulassen. Ein neues Watchface soll mit Siri-Daten gefüttert werden und so eine Art Newsfeed auf der Uhr zulassen. Dieser Feed soll personalisiert sein. Morgens soll es den Weg ins Büro mit Verkehrsinformationen anzeigen und das erste Meeting. Dann im Büro ändert sich das Watchface und zeigt andere Termine und Dinge an, die der Nutzer um diese Zeit oft benutzt. Danebst einige dekorative Watchfaces. Zu Mickey und Minnie Mouse gesellen sich neu auch Woody, Buzz Lightyear und Jessie aus Toy Story.

Der Activity Tracker wird ebenfalls upgedatet. Er hat neu Challenges, die dich als Nutzer aktiver werden lassen wollen, aber nicht unrealistische Ziele setzen soll, da die bisherigen Daten des Trackers in Betracht gezogen werden. Zudem werden High Intensity Interval Trainings unterstützt. Die Fitness-Szene kennt die kurzen Sätze mit kurzer Pause und langer Dauer als HIIT. Ferner wird WatchOS mit Fitnessgeräten, die mit NFC ausgestattet sind, interagieren und Daten austauschen können.

Die Apple Music App für WatchOS wird neu designt. Sie hat neu auch automatisch kuratierte, themenbasierte Musik für deinen Geschmack. Als Vergleich kann hier der Daily Mix der App Spotify hinzugezogen werden. Die Interaktion mit Musik unter WatchOS soll einfacher und grafisch simpler werden. Und mit dem Activity Tracker reden. Denn bei entsprechender Einstellung kann ein Workout Mix an ein Workout gekoppelt werden. Dann spielt die Playlist wenn das entsprechende Workout beginnt.

Ferner integriert Apple Core Bluetooth in der Apple Watch, was die Interaktion mit anderen Bluetooth-Geräten mit wohl offener API erlaubt.

Der Nachfolger Sierras heisst High Sierra

MacOS wird überholt. In der neuen Version, dem Nachfolger der Version Sierra, wird viel möglich sein. Sierra ist aber Geschichte. Denn die kommende Version des MacOS heisst High Sierra. High Sierra soll kein radikales Update sein, sondern Sierra massiv verbessern. Denn die neue Version integriert tiefe Technologie. Doch auch Apps an der Oberfläche werden überarbeitet.

Safari, laut Tim Cook und Co der schnellste Browser der Welt unter High Sierra, wird Autoplay per default blockieren. So werden Sites wie CNET.com wieder tolerierbar. Und wenn du die Video-Teaser auf unserer Site blöd findest, dann sind die auch statisch.

Safari offeriert neu auch Schutz vor Tracking. Tracker werden automatisch erkannt und dann blockiert.

*SnowHaze** – Sicherer Browser, entwickelt von Schweizern
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Die Fotos-App unter MacOS wird noch besser Gesichter erkennen können. Die Bilderkennung wird endlich auf alle Geräte synchronisiert. Ferner werden neue Bildbearbeitungstools integriert, unter anderem Kurven.

Dann die Sensation: Das Filesystem des MacOS wird verändert. HFS hat nach dreissig Jahren ausgedient. Neu wird MacOS unter Apple File System, dem APFS, laufen. High Sierra wird so wesentlich schneller mit lokalen Daten interagieren können, was die Geschwindigkeit oder besser, die Wahrnehmung der Geschwindigkeit des OS, dramatisch verbessern wird. APFS ist seit Version 10.3 unter iOS im Einsatz und hat sich dort mehr als bewährt. Daher: Raus mit HFS, rein mit APFS.

Bei der Grafik ist auch getüftelt worden. Die Grafik-Engine Metal wird durch Metal 2 ersetzt. Neue APIs, mehr Speed, schlauere Bildanalyse. Metal 2 ist so schnell, dass es im wesentlichen alles, was grafisch dargestellt ist, schneller werden soll. Dazu sind Machine Learning Features verbaut worden, die die weitere Entwicklung Metals beschleunigen sollen.

Metal ist auch als Feature für VR erhältlich. Gamer aufgepasst:

  • Steam VR kommt auf den Mac
  • Die Unreal VR Engine kommt auf den Mac

    Die Hardware im iMac

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Der neue iMac gleicht seinem Vorgänger aufs Haar, leistet aber mehr

Der iMac kommt derzeit in 4k und 5k Auflösung. Das ist zwar sehr gut, ist aber noch verbessert worden. Mit 500 nits und 43% zusätzlicher Helligkeit sieht Content auf dem Bildschirm besser aus denn je. Ferner werden die neuen iMacs mit Kaby-Lake-Prozessoren ausgestattet und einem Fusion Drive mit bis zu zwei Terabyte Datenvolumen. Dazu aufgepeppte Grafikkarten, die bis zu 300% mehr Grafikleistung bringen sollen, je nach Konfiguration des Gerätes. Das 27-Zoll-Modell soll sogar perfekt für VR Development sein.

Eine Demo zeigt den Planeten Mustafar aus «Star Wars», auf dem Darth Vader seine Zitadelle hat.

Macbooks werden leicht upgegradet

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Von aussen gleich, von innen neu: das Macbook

Neue Macbooks? Neue Macbooks! Die neuen Geräte werden mit Kaby-Lake-Prozessoren ausgestattet, und schnelleren SSDs. Zudem natürlich das Upgrade auf High Sierra, sobald das erscheint. Die Geräte werden ab sofort ausgeliefert. Wann die Schweiz die Notebooks bekommt, ist bei Redaktionsschluss aber noch nicht bekannt.

iMac Pro: Das Monster auf dem Tisch

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Der iMac Pro wird schwarzgrau sein

Ende des Jahres erscheint ein neuer, stark verbesserter iMac. Er wird iMac Pro heissen, schwarz sein und Workstation Performance bringen. Die technischen Daten, soweit bekannt:

  • Octa Core Xeon CPU oder 10 Core Xeon… oder 18 Core Xeon.
  • Radeon Vega GPU mit bis zu 16GB VRAM
  • Bis zu 4TB SSD Datenvolumen
  • 4 Thunderbolt Ports
  • 10Gbit Netzwerkverbindung
  • Es können bis zu drei 5k Displays angehängt werden
  • Kartenleser

    Der iMac Pro wird im Dezember erscheinen. Diese Ankündigung ist daher bemerkenswert, da die Pro-Hardware Apples im Desktopbereich seit Jahren stagniert hat und vom Radar vieler gefallen ist. Viele User haben daher auf die iMacs zurückgegriffen.

    iOS wird generalüberholt

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Das Control Center in iOS wurde viel übersichtlicher gestaltet
  • 96% der Kunden sind mit iOS zufrieden
  • 86% der Kunden haben ihre Geräte auf iOS 10 upgegradet

    Natürlich kündigt Tim Cook die Nachfolgerversion iOS 11 an. Das neue Update verbessert iMessage, indem die App Drawer neu gestaltet wurde. So sollen Stickers und Emoji besser zugänglich werden. Messages von iMessage werden auf alle Apple-Geräte synchronisiert, was auch für gelöschte Mitteilungen gilt. Sprich: iMessages wird cloudbasiert.

    Apple greift das Portemonnaie an. Apple Pay unterstützt im Rahmen von iMessage Person-to-Person-Bezahlungen. So kannst du deinem Kollegen einfach schnell zwei Franken oder so schicken. Dass dieses Feature in die Schweiz kommt, klingt aber aufgrund der lokalen Bankensituation aktuell unwahrscheinlich.

    Siris Stimme wird upgegradet. Tim Cook demonstriert, dass Siri neu verbesserte Intonation hat. Ob dies auch auf die deutsche Sprache zutrifft, ist nicht bekannt. Siri kann zudem neu gesprochene Sätze übersetzen. Diese zwei Features werden in der chinesischen Sprache vereinigt, da die Sprache arg von Betonung abhängig ist.

Warum es kein *OnePlus 4** geben wird
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Gute News für das Apple Control Center, das bisher etwas unordentlich war. Neu werden alle Einstellungen auf einer Seite angezeigt. Die einzelnen Settings können via 3D-Touch vergrössert werden. So werden noch mehr Einstellungen angezeigt.

Der neue App-Store

Der App-Store wird komplett neu designt. Dieses Manöver ist längst überfällig, da der Wachstum des Stores immer neue Features hinzugefügt hat und diese irgendwie in die Grafikoberfläche eingebaut wurde. Neu ist das alles übersichtlich gestaltet. Der App-Store wird neu mit Tabs gestaltet, die Apps nach Kategorien wie «Games» oder «Apps» filtert.

Das iPad Pro wächst

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Das iPad wird neu in 10.5 Zoll ausgeliefert

Das iPad Pro wird grösser, aber nicht massiger. Nicht nur sind die Ränder schmaler geworden, sondern der Bildschirm wird auf 10.5 Zoll vergrössert.

Dazu wird die Hardware anständig aufgepeppt und so wird das iPad Pro für Grafikprofis interessanter. Die Bildbearbeitung wird einfacher und schneller, dank der Metal Engine und upgedateter Hardware. Dennoch soll die Batterie nicht darunter leiden und nach wie vor zehn Stunden pro Tag durchhalten.

iOS 11 wird auf dem iPad erweiterte Funktionen erhalten. Apps können in Fenstern angezeigt werden und so nebeneinander sein. Zudem: Endlich kann das iPad Drag and Drop, was den neuen File Explorer auf dem Gerät effizient macht. Auf der Tastatur kann durch Ziehen auf dem Buchstaben schnell auf die Sonderzeichen hinter dem Buchstaben zugegriffen werden.

Update: Die iPads der Pro-Serie sind im Vorverkauf erhältlich. Insgesamt sind es 42 Geräte über alle Farben, Modelle und Grössen verteilt. Ich verlinke mal die 512GB-Versionen. Den Rest findest mit unserer Suche:

10.5 Zöller

iPad Pro (10.50", 512GB, Space Grey)
Apple iPad Pro (10.50", 512GB, Space Grey)
iPad Pro (10.50", 512GB, Silber)
Apple iPad Pro (10.50", 512GB, Silber)
iPad Pro (10.50", 512GB, Gold)
Apple iPad Pro (10.50", 512GB, Gold)
iPad Pro (10.50", 512GB, Space Gray, 4G)
Apple iPad Pro (10.50", 512GB, Space Gray, 4G)
iPad Pro (10.50", 512GB, Silver, 4G)
Apple iPad Pro (10.50", 512GB, Silver, 4G)
iPad Pro (10.50", 512GB, Rose Gold, 4G)
Apple iPad Pro (10.50", 512GB, Rose Gold, 4G)

12.9 Zöller

iPad Pro (12.90", 512GB, Space Grey)
Apple iPad Pro (12.90", 512GB, Space Grey)
iPad Pro (12.90", 512GB, Silver)
Apple iPad Pro (12.90", 512GB, Silver)
iPad Pro (12.90", 512GB, Gold)
Apple iPad Pro (12.90", 512GB, Gold)
iPad Pro (12.90", 512GB, Space Grey, 4G)
Apple iPad Pro (12.90", 512GB, Space Grey, 4G)
iPad Pro (12.90", 512GB, Silver, 4G)
Apple iPad Pro (12.90", 512GB, Silver, 4G)
iPad Pro (12.90", 512GB, Gold, 4G)
Apple iPad Pro (12.90", 512GB, Gold, 4G)

Zu allen Modellen

Weiteres in Kürze

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Der HomePod soll das Haus rocken
  • Apple geht es gut, sagt Tim Cook
  • Im Apple Store sind über 16 Millionen Developer an der Arbeit.
  • Apple User schiessen eine Billion Bilder pro Jahr
  • Die Bildkomprimierung wird verbessert. So wird Speicherplatz gespart.
  • Die Tastatur wird noch weiter content aware. Sie wird dir Wörter vorschlagen, die relevant in Dingen waren, die du dir in anderen Apps angeschaut hast.
  • Apple wird neu interne Karten von Gebäuden, wie dem Flughafen Genf, anzeigen können
  • Apple Maps kann neu die Spur anzeigen, auf die du einbiegen musst
  • Apple HomeKit unterstützt neu Lautsprecher
  • Developer haben 70 Milliarden Dollar ausbezahlt bekommen für App-Käufe im App-Store
  • Apps werden noch schneller in den App-Store aufgenommen
  • Apple stellt einen kabellosen Lautsprecher namens HomePod vor. Er misst das Echo des Sounds und optimiert so den Sound im Raum. Er kann mit einem anderen Speaker zu einem Stereo-System verbunden werden und hat ähnlich Amazon Echo Siri verbaut.

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Dominik Bärlocher
Dominik Bärlocher
Senior Editor, Zürich
Journalist. Autor. Hacker. Ich bin Geschichtenerzähler und suche Grenzen, Geheimnisse und Tabus. Ich dokumentiere die Welt, schwarz auf weiss. Nicht, weil ich kann, sondern weil ich nicht anders kann.

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