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GoPro Mission 1: grössere Sensoren, 8K-Aufnahmen und 960 Bilder pro Sekunde
von Michelle Brändle

Ein kompaktes Gehäuse, ein guter Sensor und ein eingebauter Bildstabilisator machen Canons neue Videokamera zu einer interessanten Option für Content Creator.
Canon hat die EOS R6 V vorgestellt. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich um eine auf Video fokussierte Version der EOS R6 Mark III. Im Unterschied zu dieser hat die R6 V keinen optischen Sucher und keinen mechanischen Verschluss, dafür ein kompakteres Gehäuse, eine aktive Kühlung und einen tieferen Preis.
Interessant ist die Abgrenzung zur Canon EOS C50: Die EOS R6 V nutzt zwar den gleichen BSI-Sensor mit 32,5 Megapixeln, hat aber anders als die Cinema-Schwester einen Bildstabilisator und ein Stativgewinde für vertikale Videos. Die C50 bietet dafür die professionelle «Cinema EOS»-Menüstruktur, verfügt über einen abnehmbaren XLR-Handgriff und mehrere 1/4-Zoll-Gewinde am Gehäuse für Zubehör.
So will Canon für jede Zielgruppe die passende Kamera bieten: Wer fotografiert, landet bei der EOS R6 Mark III. Wer Videos für Youtube produziert oder ein möglichst mobiles Setup sucht, ist bei der neuen EOS R6 V am besten aufgehoben. Die EOS C50 richtet sich hingegen eher an Profis, die eine Zweitkamera mit der gleichen Menüstruktur wie bei den grossen Cinema-Kameras benötigen. Für sie ist der fehlende IBIS gemäss Canon ein Vorteil, weil ein beweglich gelagerter Sensor unausweichlich Mikro-Wackler verursacht, wenn die Kamera auf einem Stativ steht.

Die Videospezifikationen sind identisch mit denen der Geschwister-Kameras. In 4K-Auflösung filmt die Canon EOS R6 V mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde (FPS) ohne Crop. Bis zu 60 FPS passiert das im Oversampling-Verfahren. Alternativ steht in RAW-Formaten auch 7K-Video (6960 × 3672 Pixel) mit bis zu 60 FPS zur Verfügung. Wahlweise auch Open Gate im 3:2-Format (6960 × 4640 Pixel).

Als Sensor kommt der bekannte, rückseitig belichtete 32-Megapixel-CMOS zum Einsatz. Trotz der konventionellen Bauweise bietet er eine relativ schnelle Auslesezeit von rund 14 Millisekunden. Rolling-Shutter-Effekte sind damit höchstens bei schnellen Schwenks störend. Der Sensor der Sony FX2 ist deutlich langsamer (27 Millisekunden). Die Nikon ZR mit teilweise gestapeltem Sensor schafft hingegen 9 Millisekunden, wenn auch nur in 6K. Sie ist die wohl grösste Konkurrenz der Canon EOS R6 V.
Die Bildqualität des Sensors schneidet in Tests sehr gut ab. Alle Formate bieten detailreiche Aufnahmen mit einem guten Dynamikumfang. Die EOS R6 V hat zwei native ISO-Stufen (800 und 6400 im Log-Pofil). Die Leistung des Autofokus dürfte auf dem gleichen hohen Niveau sein wie bei der EOS R6 Mark III.

Die Canon EOS R6 V kostet 2199 Franken oder 2499 Euro. Dieser Preis liegt aktuell ziemlich genau zwischen dem der Nikon ZR und jenem der Sony FX2. Lieferstart ist der 24. Juni 2026.
Parallel zur Kamera hat Canon ein neues Standard-Zoom präsentiert. Das RF 20-50mm F4 L IS USM PZ (die Namen arten langsam aus, Canon!) bietet eine konstante Lichtstärke von f/4 und gemäss Canon eine hervorragende Bildqualität. Das elektronische «Power Zoom» sorgt für flüssige Zoom-Effekte bei Videoaufnahmen.

Mit seiner weitwinkligen Startbrennweite gleicht das Objektiv am ehesten dem Sony FE 20-70mm f/4 G. Während dieses mehr Reichweite am langen Ende bietet, ist Canons Linse etwas leichter (420 vs. 488 Gramm) und verfügt über einen Bildstabilisator. Dieser ermöglicht im Zusammenspiel mit einem stabilisierten Sensor noch ruhigere Aufnahmen aus der Hand.
Das Canon RF 20-50mm F4 L IS USM PZ kostet 1299 Franken oder 1499 Euro und ist ab dem 24. Juni 2026 erhältlich.
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