Corsairs erster Gaming-Chair: Kann der was?
Review

Corsairs erster Gaming-Chair: Kann der was?

Quentin Aellen
Quentin Aellen
Zürich, am 24.07.2017
Corsair? Die machen doch RAM? Ja und Tastaturen, Mäuse und seit neustem auch Racing Chairs. Da hab ich mich und meinen Hintern umgehend für den Test angemeldet.

Einen neuen Stuhl ausprobieren, finde ich immer klasse. Das Auspacken und das Zusammenbauen des Corsair T1 Race ging relativ leicht von der Hand. Alles war sorgfältig verpackt und war frei von Schäden. Das nötige Werkzeug, welches man zum Montieren der Rückenlehne braucht, wurde ebenfalls mitgeliefert. Als die Plastikabdeckungen für die Seite an der Reihe waren, mussten wir ein wenig murksen. Dafür halten sie aber auch bombenfest. Die mitgelieferten Rollen lassen sich einfach anstecken und sind für den Parkettboden gedacht, um keine Kratzer zu hinterlassen.

Nun zum Stuhl selbst. Er ist anders als gewöhnliche Racingstühle geformt: enger und anschmiegsamer. Dafür bekommt man das angenehme Gefühl, fest und sicher zu sitzen und man rutscht nicht seitlich im Stuhl hin und her. Dem Stuhl sind ein Nacken- und Rückenkissen beigelegt für zusätzliche Ergonomie. Diese Kissen machen einen edlen Eindruck und sind in Kunstleder eingefasst. Sie lassen sich für den optimalen Komfort verschieben. Wem sie gar nicht gefallen, der lässt sie einfach weg. Auch der Rest des Stuhls ist mit dem gleichen Kunstleder bezogen und besticht eher durch seinen schlichten Look als durch pralle Farben. So lässt sich Corsair T1 Race auch gut im Büro verwenden, ohne dass man damit zu sehr auffällt. Es gibt ihn allerdings auch mit farbigen Streifen. Auch ist er selbst bei Hitze angenehm zum Sitzen und man hat nicht nach kurzer Zeit das warme-Füdli-Syndrom.

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Enge Schale, dafür rutscht man nicht.

Zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten

Der Stuhl hat eine verstellbare Rückenlehne und eine nach hinten kippbare Sitzlehne. Diese kann feinjustiert werden, um resistenter oder leichter zu sein. Ich habe sie ganz nach hinten gestellt und habe es nicht geschafft, den Stuhl zu kippen – selbst mit Wippen. Die Armlehnen lassen sich in alle Himmelsrichtungen verstellen: nach vorne, nach hinten, nach innen, nach aussen, nach oben und nach unten. Somit sollte jeder eine bequeme Position für sich finden.

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Das Nackenkissen kann auch abgenommen werden.

Nichts für breite Gesellen

Es gibt aber auch negative Punkte: Als erstes muss erwähnt werden, dass der Stuhl eher schmal ist. Ich mit meinen 1.87cm und 84 kg passe gerade noch rein. Breiter gebaute Menschen könnten Platznot kriegen. Ich empfinde die Form als angenehm, da sie sicheren Halt gibt. Ein weiterer negativer Punkt ist, dass mein Exemplar quietscht. Das sollte allerdings mit etwas WD 40 gelöst werden können. Letzter und grösster Kritikpunkt sind aber die Rollen an den Füssen. Diese sind nicht sehr stabil, sodass die Kugellager ständig Kügelchen verlieren. Ich habe es sogar geschafft, auf einem Teppich ein Ganzes Rad vom Kugellager abzureissen. Doch dank der universellen Fassung können rasch Ersatzräder von beispielsweise AK Racing montiert werden. Mittlerweile hat aber auch Corsair reagiert und erklärt, dass die erste Lieferung fehlerhafte Rollen enthalten habe. Diese werden gratis ersetzt. Ich bevorzuge aber dennoch die AK-Racing-Rollen.

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«Hey Baby».

Fazit

Alles in allem ist es ein Stuhl, der sich durch seinen einzigartigen Aufbau von der Konkurrenz abhebt. Alle, die sich nach einem bequemen Stuhl umsehen, der sicheren Halt gibt, denen kann ich diesen Stuhl wärmstens empfehlen. Stell dich einfach schon mal auf einen Reifenwechsel ein.

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Quentin Aellen
Quentin Aellen
Category Marketing Specialist, Zürich
Kurz gesagt; ich mag Technologie und bin gerne mitten im Geschehen. Wo wäre ich besser aufgehoben als bei digitec?

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