
Produkttest
iPhone 17 Pro im Test: fadengerades Upgrade
von Samuel Buchmann

Zum Jahresende 2025 hat Apple ein Rekordquartal hingelegt, vor allem dank hoher iPhone-Nachfrage. Ausserdem kauft der Konzern ein KI-Start-up.
Apple hat im letzten Quartal einen Rekordumsatz von 143,8 Milliarden US‑Dollar erzielt. Dies lag vor allem am starken iPhone‑Geschäft. Es steuerte alleine mehr als 85,3 Milliarden Dollar bei, ein Plus von 23 Prozent. CEO Tim Cook sprach von einer «beispiellosen Nachfrage», die dem Konzern zweistellige Wachstumsraten bescherte.
Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent. Der Gewinn pro Aktie legte um 19 Prozent zu. Im Zentrum des Booms steht das iPhone 17. Das reguläre Modell bietet dieses Jahr ein rundes Gesamtpaket mit vielen Funktionen aus den früheren Pro-Modellen. Auch das iPhone 17 Pro erfreut sich offenbar grosser Beliebtheit. Berichten zufolge war die Nachfrage so hoch, dass die Verfügbarkeit einzelner Varianten zeitweise eingeschränkt war. Cook verwies auf begrenzte Kapazitäten bei der Fertigung des A19-Pro-Chips.
Besonders deutlich fällt das Wachstum in China aus. Dort legten die Erlöse um 38 Prozent zu. Beobachter sehen darin ein Zeichen, dass sich Apple gegen lokale Anbieter wieder besser behauptet. Die Zahl aktiver Apple-Geräte erreichte sowohl in China als auch weltweit neue Höchststände. Sie liegt nun bei insgesamt 2,5 Milliarden iPhones, Macs und anderen Produkten.

Neben dem Hardware‑Geschäft erzielten auch die Services neue Rekorde. Die Sparte, zu der unter anderem die iCloud, Apple Music und Apple TV gehören, wuchs im Jahresvergleich um 14 Prozent. Dagegen verzeichneten Macs und Wearables wie die Apple Watch und AirPods tiefere Erlöse. Das scheint logisch, da es wenig neue Modelle und nur unspektakuläre Updates gab.
Parallel zu den Quartalszahlen gab Apple die Übernahme von Q.ai bekannt. Rund zwei Milliarden US-Dollar bezahlt Cupertino gemäss der «Financial Times». Das vier Jahre alte Start‑up aus Israel entwickelt laut Patenten optische Sensoren, die in Kopfhörer oder Brillen integriert werden und kleinste Bewegungen der Gesichtshaut erfassen. Sie sollen nonverbale Befehle oder «stille Sprache» erkennen.
Apples Hardwarechef Johny Srouji bezeichnete Q.ai als «bemerkenswertes Unternehmen, das neue und kreative Wege im Einsatz von Imaging und Machine Learning erschliesst». Das Start-up wurde unter anderem von Google Ventures finanziert. Ziel sei es, Computerinteraktion so weit zu miniaturisieren, dass sie im Alltag weitgehend verschwindet. Die Technik könnte mit einer aufgerüsteten Siri verknüpft werden – etwa in künftigen Modellen der AirPods, der Vision Pro oder des iPhones.
Apple investiert bisher selektiver in Künstliche Intelligenz als andere grosse Tech-Firmen. Während Google, Meta und Microsoft über hundert Milliarden US-Dollar pro Jahr ausgeben, ist Apple vorsichtiger – mit der Folge, dass Eigenentwicklungen hinter den Erwartungen zurückbleiben. Stattdessen lizenziert Cupertino für die neue Siri nun Google Gemini.
Ob diese Strategie langfristig aufgeht, bleibt abzuwarten. Bisher geben die Zahlen Apple recht: Analysten sehen im Rekordquartal ein Signal, dass Kundinnen und Kunden seltener auf spektakuläre KI‑Ankündigungen achten. Wichtiger scheinen gute Geräte, die Stabilität des Ökosystems und spürbare Verbesserungen im Alltag.
Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook mich nicht erkennt. Der Grund: Sitze ich nicht vor einem Bildschirm oder stehe hinter einer Kamera, hänge ich oft an den Fingerspitzen in einer Felswand.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
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