
Produkttest
Ultrahuman im Test: Dieser smarte Ring funktioniert ohne Abo
von Lorenz Keller

15 Tage Laufzeit, edles Case und ein KI-Assistent: Ultrahuman hat dem smarten Ring ein Upgrade spendiert: den Ring Pro. Dieser ist teurer als der Vorgänger.
Ultrahuman aus Indien gehörte zu den ersten Herstellern, die den Pionier Oura bei den smarten Ringen herausforderten. Bereits ihr erstes Modell von 2024 überzeugte mich im Test.
Seither hat Ultrahuman ein ganzes Ökosystem aufgebaut: Neben Ringen gibt es von der Marke auch separate Messgeräte für Blutmarker, Glukose, Schlaf oder den Zyklus. Die Geräte beliefern jeweils über die Gesundheits-App von Ultrahuman mit Daten. Mit der Tracking-App wird auch der neue Ring Pro verbunden, der wie gewohnt Aktivitäten, Erholung, Schlaf und weitere Gesundheitsdaten aufzeichnet.
Der neue Ring bietet laut Hersteller eine Akkulaufzeit von 15 Tagen. Das wäre ein Rekord. Bisher hat in meinen Tests der RingConn Gen2 am längsten durchgehalten: elf Tage laut Hersteller, rund neun Tage im Test. Marktführer Oura schafft etwas über sieben Tage.
Der Ring kommt mit einem Ladecase, das in zwei Farben erhältlich ist und an eine Schmuckschatulle erinnert. Damit kann das Gadget mehrmals aufgeladen werden, ohne dass das Case an eine Steckdose angeschlossen oder drahtlos über ein Qi-Ladegerät mit Strom versorgt wird.

Das Case kann über die App mithilfe von Näherungssensoren und akustischem Feedback überall in der Wohnung gefunden werden, falls du es verlegt hast. Neu hat es einen integrierten Datenspeicher, der die Tracking-Infos des Rings für ein ganzes Jahr sichern kann, falls dieser nicht mit dem Smartphone verbunden wird.
Der Ring wird wie andere Ultrahuman-Gesundheitsgadgets mit einer KI namens Jade verbunden. Diese soll alle Daten analysieren und miteinander in Verbindung setzen. Du kannst wie bei einem Chatbot in natürlicher Sprache Fragen stellen. Beispielsweise: «Wie kann ich meinen Schlaf verbessern?» oder «Wann ist es sinnvoll, Sport zu machen?» Der Hersteller verspricht Schutz der Daten und der Privatsphäre – aber da lohnt sich sicher vor dem Kauf ein genauer Blick auf die Details.

Der Ring Pro soll schneller und genauer Daten erfassen können. Zudem ist eine neue Methode zur Erfassung der Herzfrequenz eingebaut. Wichtig zu wissen: Ultrahuman liefert zwar die wichtigsten Funktionen gratis zum Ring dazu. Wer aber spezifische und weiterführende Software nutzen will, muss ein Abo abschliessen. Beispielsweise kostet die Erkennung von Vorhofflimmern oder die Apnoe-Messung als Plugin zusätzlich.
Auch spannend: Ultrahuman hat im Ring eine Sollbruchstelle eingebaut, damit der Ring von einer Ärztin oder einem Arzt einfacher durchtrennt werden kann. Etwa falls der Finger aus medizinischen Gründen anschwillt.
Der Ultrahuman Ring Pro ist in vier Farben erhältlich und kostet 480 Dollar. Bei uns dürfte er demnach für rund 480 Franken oder Euro auf den Markt kommen. Ende April startet der Verkauf. Wann genau er bei uns im Shop erhältlich sein wird, ist noch unklar.
Gadgets sind meine Passion – egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Oder natürlich auch fürs grosse Hobby neben der Familie, nämlich fürs Angeln.
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