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Ein Schuh für krasse Bergläufe: der Arcteryx Sylan 2
von Siri Schubert

Der Adidas Hyperboost Edge soll das Feeling eines Race-Schuhs ins tägliche Training bringen. Mit neuem Schaumstoff in der Sohle ist er für leistungsorientierte Läuferinnen und Läufer gedacht, die ohne Carbonplatte rennen wollen.
«Darf’s ein bisschen mehr sein?» – Keine Frage: Die Zwischensohlen in Laufschuhen werden immer üppiger. Während sich der Trend bisher vor allem bei Hochleistungs-Race-Schuhen durchsetzte, bringt Adidas jetzt einen neuen, dick gepolsterten Schuh fürs tägliche Training heraus: den Hyperboost Edge. Das Besondere: Trotz der fetten Sohle wiegt der Schuh mit 255 Gramm vergleichsweise wenig.
Anders als die Strassenlaufschuhe der Top-Rennläuferinnen und -läufer kommt der Adidas Hyperboost Edge ohne Carbonplatte aus. Damit der Schuh mit einer Fersenhöhe von 45 Millimetern dennoch genug Stabilität bietet, besteht die Zwischensohle aus einer neuen Schaumstoffmischung aus EPBA, einem Schaum, der sonst bei sogenannten Superschuhen verwendet wird. Im Hyperboost Edge wurde er laut Herstellerangaben so verarbeitet, dass er fester als in Carbon-verstärkten Race-Schuhen ist und dennoch hohen Komfort und starke Rückfederung bietet.

Mit den bisherigen Boost-Schuhen von Adidas, die 2013 ihr Debüt gaben, hat der Schuh somit wenig gemein. Ihre Zwischensohle aus TPU war ursprünglich fortschrittlich, gilt aber in Zeiten von Superschuhen mit sehr leichtem, reaktionsfreudigen Schaumstoff als nicht mehr ganz up-to-date.
Neu ist auch die Aussensohle, die ebenfalls von Race-Schuhen inspiriert ist. Sie soll laut Herstellerangaben guten Grip bei unterschiedlichen Bedingungen von Hitze bis Nässe bieten.
Mit einer Fersenhöhe von 45 Millimetern und einem Vorfuss-Stack von 39 Millimetern weist der Hyperboost Edge eine Sprengung von sechs Millimetern auf, was für einen Strassenlaufschuh eher wenig ist. Ausgeprägt ist dagegen die Aufbiegung der Sohle im vorderen Bereich, die den Vortrieb des Schuhs unterstützen soll.
Das Obermaterial wurde laut Adidas ebenfalls überarbeitet und soll weich und leicht sein, dabei den Fuss aber gut umschliessen. Die Schnürung liegt etwas verborgen unter dem Obermaterial, um einen engeren Halt zu ermöglichen.

Der Schuh soll sich für unterschiedliche Distanzen von fünf Kilometern bis zum Marathon eignen. Er will ein leichtes, leistungsorientiertes Laufgefühl für alle bieten, die Interesse an Schuhen mit dickem Polster haben, aber auf die in Race-Schuhen übliche Carbonplatte verzichten möchten.
Der Adidas Hyperboost Edge kommt am 17. März auf den Markt und wird zunächst in Rot angeboten. Ab Mai sollen andere Farben dazu kommen. Ob und wann er bei uns erhältlich sein wird, steht aktuell noch nicht fest.
Forschungstaucherin, Outdoor-Guide und SUP-Instruktorin – Seen, Flüsse und Meere sind meine Spielplätze. Gern wechsel ich auch mal die Perspektive und schaue mir beim Trailrunning und Drohnenfliegen die Welt von oben an.
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