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Weltweit erstmalig Hirn-Computer-Schnittstelle zugelassen
von Anna Sandner

Künstliche Intelligenz und Datensicherheit sind die beiden großen Themen auf der Health-Tech-Messe DMEA 2026 in Berlin.
Wer in diesen Tagen das Berliner Messegelände betritt, kommt an zwei Buchstaben nicht vorbei: KI. Rund 900 Aussteller präsentieren auf der größten Health-Tech-Messe Europas ihre Angebote und Innovationen für den Gesundheitsbereich. Und egal, wohin ich in den sechs ausgebuchten Messehallen blicke, Künstliche Intelligenz ist allgegenwärtig: Patientenverwaltung, Befundaufnahme, Diagnosestellung – nichts geht anscheinend mehr ohne KI.

Überhaupt habe ich auf der DMEA (Digital Medical Expertise & Applications) das Gefühl, in der Zukunft angekommen zu sein. Hier ein tanzender Roboter, da ein hüpfender Roboterhund (wobei sich bei beiden nicht so recht erschließt, was das jetzt mit Gesundheit zu tun haben soll), völlig autark arbeitende Operationstische und Anamnesekammern, die ohne menschliches Zutun den Gesundheitszustand analysieren. Und eben: alles durch künstliche Intelligenz gesteuert.

Die großen Namen der IT-Branche zeigen an ihren Ständen, was heute bereits klinische Realität ist. Die CompuGroup Medical (CGM) etwa rückt intelligente Softwaresysteme ins Rampenlicht, die das medizinische Personal entlasten sollen, indem KI-Tools die zeitfressende Dokumentation automatisieren. Oder CANCOM, der IT-Konzern demonstriert KI-gestützte Sprachassistenten und smarte Sensorik. Diese Technologien sollen administrative Prozesse verschlanken und Pflegekräfte ganz konkret am Patientenbett unterstützen. Auch das Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme (IKS) ist mit von der Partie und stellt KI-Modelle vor, die bei kardiologischen oder dermatologischen Diagnosen helfen sollen.

Doch wer so viele Prozesse automatisiert und Algorithmen mit hochsensiblen Patientenakten füttert, öffnet unweigerlich neue Anreize für Cyberkriminelle. Womit wir zum zweiten großen Thema der DMEA 2026 kommen: Datensicherheit. Denn je intelligenter und vernetzter das Krankenhaus von morgen wird, desto dicker müssen seine digitalen Schutzmauern sein. Unternehmen wie zum Beispiel Detecon und Atos widmen sich dieser Achillesferse und wollen zeigen, wie digitale Resilienz aufgebaut werden muss.

Am Ende eines langen Messetages ist klar: Die Medizin der Zukunft ist smart und automatisiert, aber sie funktioniert nur mit einem absolut undurchdringlichen digitalen Schutzschild und der Bereitschaft der Gesellschaft, ihre persönlichen, medizinischen Daten offenzulegen.
Wissenschaftsredakteurin und Biologin. Ich liebe Tiere und bin fasziniert von Pflanzen, ihren Fähigkeiten und allem, was man daraus und damit machen kann. Deswegen ist mein liebster Ort immer draußen – irgendwo in der Natur, gerne in meinem wilden Garten.
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