Elektrorasierer im Test: Diese Geräte schneiden «gut» ab
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Elektrorasierer im Test: Diese Geräte schneiden «gut» ab

Martin Jungfer
Martin Jungfer
Zürich, am 05.10.2021

Die Stiftung Warentest hat Elektrorasierer getestet, darunter die Geräte der dominierenden Marken, die sich seit Jahren einen Kampf der Schersysteme liefern. Die Noten reichten von «gut» bis «mangelhaft».

Schnell, gründlich und sanft – so soll ein elektrischer Rasierapparat seine tägliche Arbeit verrichten. Viele Geräte am Markt versprechen das in verschwurbelten Worten. Die Marketing-Texter haben offensichtlich den Stereotyp-Mann im Visier, der vor oder nach dem Griff zum Rasierer am Oldtimer herumschraubt und anschliessend mit dem Lift in die Chefetage der Firma fährt.

Was hinter den Versprechungen steckt, hat die Stiftung Warentest untersucht. Zum einen wurden die zwölf Elektrorasierer im Labor auf Haltbarkeit und technische Ausstattung geprüft. Zum anderen durften sich 48 Männer mit den Geräten ihre Gesichtsbehaarung entfernen, die einen täglich, die anderen alle fünf Tage. Die Geräte waren durch Überkleben der Markenlogos unkenntlich gemacht worden, wie es im Testbericht heisst.

Den Testsieg holte der Braun Series 9 Pro – das teuerste Gerät, das allerdings auch mit Ladestation und automatischer Reinigungsstation die beste Ausstattung bot. In der Test-Kategorie «Rasieren» erreichte er die Note 2.0, bei «Hautschonung», «Handhabung» und «Haltbarkeit» jeweils ein «sehr gut». Das schaffte kein anderes Rasierer. Die Gesamtnote für den Series 9 Pro war damit die 1.6.

Fünf weitere «gute» Elektrorasierer

Die Abstände bei den Noten in der Spitzengruppe sind klein. Hersteller Braun sicherte sich dank des zweitplatzierten Series 5 (Note 1.7) einen Doppelsieg. Auffällig: Der kleine Bruder des Testsiegers kostet nur rund ein Fünftel.

Panasonic erhielt sich mit dem ES-LV6Q Platz 3 (Note 1.8). Kleine Abstriche gibt es für diesen Elektrorasierer bei der Akkuleistung und dem Entfernen einzelner längerer Haare.

Auf den Plätzen 4 und 5 landen zwei Philips-Modelle. Diese sind nicht wie zum Beispiel bei Braun als Vibrationsrasierer konzipiert, sondern setzen auf rotierende Scherköpfe.

Für die Benotung der Rasierleistung machte die Systemfrage keinen grossen Unterschied. Sowohl der S9000 Prestige (Platz 4; Note 1.8) als auch der Series 7000 (Platz 5; ebenfalls Note 1.8) schnitten die Stoppeln «gut» ab.

Das Feld der «guten» Elektrorasierer komplettiert das dritte Braun-Modell in der Auswahl: das Modell Series 7. Es sicherte sich mit der Note 1.9 Platz sechs.

Elektrorasierer mit der Note «befriedigend»

So richtig glatt wird’s nicht

Komfortabel sind Elektrorasierer ohne Frage. Doch eine so glatte Haut wie nach einer Nassrasur mit Klingen oder Messern direkt auf der Haut erreichen weder Vibrationsrasierer noch Scherkopfgeräte. Nur ein guter Nassrasierer zieht vor dem Abschneiden das Barthaar leicht aus der Haut und schneidet es sehr weit unten ab. Das schafft das Babypopo-Feeling an Wangen und Kinn. Elektrorasierer haben dagegen bauartbedingt immer eine Art Sicherheitsabstand zur Haut.

Folgekosten und Nachhaltigkeit

Bei den Elektrorasierern hat die Stiftung Warentest ebenfalls untersucht, ob die verbauten Li-Ionen-Akkus, die nach jahrelanger Nutzung Leistung verlieren, getauscht werden können. Bei den Braun-Geräten kannst du Geräte bis zu sieben Jahre nach Produktionsende an den Kundendienst schicken und einen neuen Akku einbauen lassen. Kosten dafür gemäss Stiftung-Warentest-Recherche: zwischen 20 und 30 Euro plus Portokosten. Das sind allerdings nur die Preise in Deutschland.

In der Schweiz arbeitet Braun mit externen Service-Centern zusammen und kann auf Nachfrage zu den Kosten für einen Austausch des Akkus «keine Aussagen machen». «Die Höhe der Reparaturkosten liegt (...) im alleinigen Ermessen des Servicecenters», heisst es in der schriftlichen Antwort auf unsere Anfrage. Man könne sich aber natürlich einen Kostenvoranschlag erstellen lassen.

Auch Panasonic bietet den Wechsel von Akkus an. Alle anderen Marken haben dagegen den Akku so fest verbaut, dass die Geräte nach Erreichen der maximalen Zahl der Ladezyklen nur noch Elektroschrott sind.

Das Titelbild zeigt einen Braun-Rasierer Series 7, der bei mir seit mehr als drei Jahren im erfolgreichen Einsatz ist. Deshalb auch die leichten Gebrauchsspuren.

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Martin Jungfer
Martin Jungfer

Head of Content, Zürich

Journalist seit 1997. Stationen in Franken, am Bodensee, in Obwalden und Nidwalden sowie in Zürich. Familienvater seit 2014. Experte für redaktionelle Organisation und Motivation. Thematische Schwerpunkte bei Nachhaltigkeit, Werkzeugen fürs Homeoffice, schönen Sachen im Haushalt, kreativen Spielzeugen und Sportartikeln.

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