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von Cassie Mammone

Mit dem Start von HBO Max in der Schweiz kommt die Hitserie aus Kanada «Heated Rivalry» zu uns. Die Romanze zwischen schwulen Eishockeyspielern begeistert zahlreiche Fans und erzählt eine berührende Liebesgeschichte.
Ende November auf dem kanadischen Streamingdienst Crave gestartet, entwickelte sich «Heated Rivalry» innerhalb kürzester Zeit zum Überraschungserfolg. Knapp einen Monat nach der Ausstrahlung der sechsten und vorerst letzten Folge erscheint die Serie über HBO Max auch in der Schweiz. Nicht ganz zum Release des neuen Streamingdienstes, sondern ab dem 6. Februar.
Die wichtigsten Fragen über die frisch gestartete Plattform beantwortet Redaktionskollege Luca im folgenden Artikel:
Im Mittelpunkt der Serie stehen die beiden Eishockeyspieler Shane Hollander (Hudson Williams) aus Kanada und Ilya Rozanov (Connor Storrie) aus Russland. Auf dem Eis sind sie erbitterte Rivalen, die um die Spitzenposition kämpfen. Privat verbindet sie jedoch eine innige Liebesaffäre, die ihre Karriere auf einen Schlag ruinieren könnte.
Die Serie basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage der Autorin Rachel Reid. Dabei handelt es sich um den zweiten Band ihrer «Game Changers»-Reihe. In insgesamt sechs Bänden erzählt sie die Geschichten von queeren Eishockeyspielern – die Handlung rund um Hollander und Rozanov ist nur ein Teil davon.
Als Fan von queeren Romanzen war für mich sofort klar, dass ich mir die Serie anschauen würde – und ich war von der ersten bis zur letzten Sekunde begeistert.
«Heated Rivalry» beginnt sehr intensiv. Hollander und Rozanov gehen direkt zur Sache und ihr Sexleben nimmt vor allem am Anfang viel Bildschirmzeit in Anspruch. «Sex sells» eben. Ganze 14 Sexszenen gibt es in den sechs Folgen.

Im Laufe der Jahre entwickelt sich ihre Beziehung jedoch von primär körperlicher Natur in eine andere Richtung. Die beiden jungen Männer ziehen sich nicht nur sexuell an, sondern auch emotional. Aufgrund ihrer Arbeit als Eishockeyspieler und ihrem öffentlichen Image als erbitterte Rivalen können sie dem jedoch nicht einfach nachgehen. Spannungen entstehen – und das Publikum fiebert mit den beiden mit.
Mehr möchte ich nicht über die Handlung verraten, denn es lohnt sich, die Liebesgeschichte von Shane und Ilya selbst anzuschauen. Es fängt mit einer Menge Sex an und hört gefühlsgeladen auf.

Die Serie beleuchtet darüber hinaus viele homophobe Bereiche in unserer Gesellschaft. Dazu gehört die eigene Familie, die einen aufgrund der Sexualität ablehnt. Aber auch Branchen, in denen das Ausleben eines queeren Lebensstils nicht gern gesehen wird. Es ist traurige Realität, dass nicht alle aktiven Profisportlerinnen und -sportler ihre Sexualität offen zeigen können. Auch in der Schweiz, zum Beispiel im Fussball.
Auch wenn besonders die intimen Momente viral gehen, ist «Heated Rivalry» keine reine Internetsensation. Auf der Datenbankwebseite IMDb liegt die durchschnittliche Wertung bei 9,1 von 10 Sternen bei über 60 000 Stimmen (die letzten beiden Folgen haben sogar 9,9er-Wertungen erreicht). Die Serie kann sich auch gegenüber Kritikerinnen und Kritikern beweisen. Auf Rotten Tomatoes empfehlen 98 Prozent «Heated Rivalry» weiter.

«‹Heated Rivalry› ist eine bemerkenswerte Serie: Man fiebert als Zuschauer mit den Charakteren mit, die Entwicklung von Rivalen zu Liebhabern ist perfekt umgesetzt, und die Eishockey-Rivalität erhöht die Spannung zusätzlich», heisst es etwa auf Watson.ch.
Das Zielpublikum ist vor allem weiblich. Das ist bei schwulen Romanzen seit Jahrzehnten der Fall. Das sagt auch der Hollywood Reporter: «Wer hätte es gedacht? Es ist genau das, was sich Zuschauerinnen die ganze Zeit gewünscht haben.»
Der Erfolg von «Heated Rivalry» könnte auch auf den realen Eishockeysport Auswirkungen haben. Auf Nachfrage von Hollywood Reporter äusserte sich ein Sprecher der Eishockey-Profiliga NHL wie folgt über die Hitserie: «Es gibt viele Möglichkeiten, sich für Eishockey zu begeistern, und in der 108-jährigen Geschichte der NHL ist dies vielleicht der einzigartigste Antrieb, um neue Fans zu begeistern».

Eine zweite Staffel wurde bereits angekündigt. In der Schweiz kannst du die Serie auf HBO Max ab dem 6. Februar streamen.
Titelbild: Accent Aigu Entertainment, Bell Media
Meinen ersten Text über Videospiele habe ich mit acht Jahren geschrieben. Seitdem konnte ich nicht mehr damit aufhören. Die Zeit dazwischen verbringe ich mit meiner Liebe für 2D-Husbandos, Monster, meinen Krawallkatzen und Sport.
Interessantes aus der Welt der Produkte, Blicke hinter die Kulissen von Herstellern und Portraits von interessanten Menschen.
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