Hölzerne Hochhäuser sollen die Zukunft sein
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Hölzerne Hochhäuser sollen die Zukunft sein

Carolin Teufelberger
Carolin Teufelberger
Zürich, am 12.07.2019
Hochhäuser sollen bald alle aus Holz gebaut werden, wenn’s nach Wissenschaftlern der Cambridge Universität geht. Denn das natürliche Material ist um einiges umweltfreundlicher als Stahl und Beton.

Die Weltbevölkerung wächst ununterbrochen und das vor allem in urbanen Gebieten. In diesem Zusammenhang fällt immer wieder das Wort «Dichtestress»: Zu viele Menschen auf zu wenig Raum. Die logische Konsequenz? In die Höhe bauen. Eigentlich nichts Schlimmes, wenn der Klimawandel nicht Teil der Gleichung wäre.

Denn Stahlbeton ist kein nachhaltiger Baustoff. Die Herstellung von Zement, der Teil von Beton ist, ist CO2-intensiv. Stahl kommt zwar besser weg, als lange angenommen. Das wegen der guten Recyclingquote von 70 Prozent. In der Primärerzeugung aber sieht’s um die Ökobilanz nicht rosig aus.Ganz anders verhält es sich mit Holz. Das natürliche Material wächst nach und nimmt während des Wachstums CO2 auf. Ausserdem ist es leichter als Stahl und Beton, weshalb auf gleichem Fundament höhere Gebäude gebaut werden können. Das perfekte Baumaterial der Zukunft, wenn es nach Wissenschaftlern der Cambridge Universität geht.

Drei grosse Bedenken bekommen die Forscher aber immer wieder zu hören: Feuer, Wald und Verrottung. Anscheinend alles kein Problem. Im Bauwesen wird massives Brettsperrholz verwendet, das als brandhemmend eingestuft wird. Die Kohleschicht, die durch das Feuer entsteht, wirkt hitzeisolierend und schützt das innere Holz. Das macht die Holzkonstruktionen stabiler als solche aus Stahl, die ab einem gewissen Punkt wie ein Kartenhaus ineinander zusammenfallen.

Auch das mit dem Wald lasse sich lösen – durch nachhaltige Forstwirtschaft. Den grössten Anteil an Rodungen habe sowieso die Agrikultur und nicht das Bauwesen. Als natürliches Material verrottet Holz normalerweise. Vor allem Feuchtigkeit setzt ihm zu. Durch das Verkleben der verschiedenen Holzlagen wird dieses Problem auf ein Minimum reduziert, da das Holz nicht mehr «arbeitet».

Ausserdem findet durch hölzerne Hochhäuser die Natur wieder mehr Einzug in unsere Städte, was sich positiv auf unsere Psyche auswirkt. Vor allem Stress kann dadurch reduziert werden. Ein kein zu verachtender Effekt für geschäftige Grossstädter und ihre Bewohner.

Ob wir wohl schon bald ganze Skylines aus Holz sehen werden?

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Carolin Teufelberger
Carolin Teufelberger

Editor, Zürich

Meinen Horizont erweitern: So einfach lässt sich mein Leben zusammenfassen. Ich liebe es, neue Menschen, Gedanken und Lebenswelten kennenzulernen,. Journalistische Abenteuer lauern überall; ob beim Reisen, Lesen, Kochen, Filme schauen oder Heimwerken.

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