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Bungie / Youtube
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Kehrtwende bei Bungie: «Destiny» bekommt wieder eine Zukunft

Kim Muntinga
22.9.2026

Bungie holt entfernte Kampagnen, Schauplätze und Raids zurück in «Destiny 2». Gleichzeitig kündigt das Studio weitere Storylines und Spiele im Destiny-Universum an.

Noch im Mai sah die Zukunft von «Destiny 2» düster aus. Damals erklärte Bungie «Denkmal des Triumphs» zum letzten geplanten Live-Service-Inhaltsupdate. Die aktive Entwicklung sollte enden, während sich das Studio seinen nächsten Spielen widmet. Das Update erschien am 9. Juni.

Vier Monate später schlägt Bungie einen anderen Kurs ein. Destiny sei grundlegend für die Zukunft des Studios, erklärt die neue Führung in einem Blogeintrag. Außerdem stellt sie klar:

Wir sind mit ‹Destiny› noch lange nicht fertig.
Studioleiter Poria Torkan und Josh Deane, Head of Product bei Bungie

Alte Inhalte sollen zurückkehren

Der erste Schritt betrifft «Destiny 2». Bungie will Kampagnen, Schauplätze und Raids aus dem sogenannten Destiny Content Vault zurückholen. Dort landeten seit 2020 ältere Inhalte, die das Studio aus dem Spiel entfernt hatte. Welche davon zuerst zurückkehren, verrät Bungie noch nicht. Sie sollen allen Spielern und Spielerinnen zugänglich sein.

Bungie führte den Content Vault 2020 ein, um den stetig wachsenden Umfang von «Destiny 2» zu begrenzen und die technische Pflege zu erleichtern.

Bungie will künftig wieder mehr von der Geschichte des Spiels zugänglich machen.
Bungie will künftig wieder mehr von der Geschichte des Spiels zugänglich machen.
Quelle: Bungie

Heute bewertet das Studio diese Entscheidung deutlich kritischer. Das Entfernen der Inhalte habe das Vertrauen der Spieler und den Spielspaß nachhaltig beeinträchtigt. Bungie wolle die Folgen nun zumindest teilweise korrigieren und wichtige Teile der Geschichte wieder zugänglich machen.

Einfach alte Dateien wieder einzuspielen, reicht dafür laut Bungie nicht aus. Seit «Jenseits des Lichts» hat das Studio mehrere technische Systeme verändert. Deshalb muss das Team unter anderem Beleuchtung, Gegner, Begegnungen und weitere grundlegende Spielbereiche überarbeiten. Einen Termin für die ersten Rückkehrer nennt Bungie noch nicht. Weitere Details sollen in den kommenden Monaten folgen.

Auffälliger Kurswechsel nach den Entlassungen

Die neue Ausrichtung fällt auch deshalb auf, weil Bungie Ende Juni rund 300 Stellen strich. Davon war ein großer Teil des bisherigen «Destiny»-Teams betroffen. Damals begründete das Studio den Schritt unter anderem mit dem Ende der aktiven Entwicklung von «Destiny 2».

Wie groß das Team ist, das jetzt an den zurückkehrenden Inhalten und weiteren Destiny-Projekten arbeitet, sagt Bungie allerdings nicht.

Bungie denkt über «Destiny 2» hinaus

Die Restaurierung alter Inhalte bezeichnet Bungie als ersten Schritt für die Zukunft der Reihe. Später sollen neue Geschichten und Spiele folgen. Was sich dahinter verbirgt, lässt das Studio offen. Ein «Destiny 3» hat Bungie bislang nicht angekündigt.

Auch die Reaktion der Community habe Bungies weitere Planung beeinflusst. Nach der Ankündigung des letzten Inhaltsupdates hätten sich viele Spieler und Spielerinnen deutlich zu Wort gemeldet. Bungie schreibt, diese Reaktionen hätten einen echten Einfluss gehabt.

Künftig will Bungie transparenter über Prioritäten und Plan-Änderungen an seinen Plänen sprechen und die Zufriedenheit der Spieler stärker gewichten.

Marathon soll sich weiterentwickeln

Auch «Marathon» spielt eine wichtige Rolle in Bungies Zukunft. Bungie räumt ein, dass der Extraction-Shooter bislang weniger Spieler erreicht habe als erhofft. Zwar habe «Marathon» positives Feedback bekommen und bei einem Teil der Spielerschaft gut funktioniert. Für die langfristigen Ziele des Studios reicht das offenbar noch nicht.

Bungie will «Marathon» über die Grenzen eines klassischen Extraction-Shooters hinaus entwickeln.
Bungie will «Marathon» über die Grenzen eines klassischen Extraction-Shooters hinaus entwickeln.
Quelle: Bungie

Deshalb will Bungie das Spiel über die bisherigen Genregrenzen hinaus weiterentwickeln. Geplant ist eine breiter angelegte Survival-Erfahrung mit mehr Möglichkeiten, die Spielwelt zu erkunden. Im ersten Jahr sollen unter anderem Kämpfe, Welt und Wettbewerb ausgebaut werden. Zusätzlich will Bungie kooperatives PvE, kompetitives PvP und das bisherige PvPvE stärker nebeneinander unterstützen.

Für Oktober ist ein «Nightfall Refresh» geplant, im Dezember soll das größere «Symbiosis»-Update folgen. Weitere Details zur langfristigen Ausrichtung von «Marathon» will Bungie später bekannt geben.

Titelbild: Bungie / Youtube

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