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Konami / Sony
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«Metal Gear Solid»-Film: Sony zieht nach 20 Jahren neue Regisseure aus dem Karton

Luca Fontana
13.4.2026

Oscar Isaac sollte Solid Snake spielen. Dann passierte, was bei «Metal Gear Solid» seit Jahren passiert: nichts. Jetzt versucht Sony es erneut – mit Zach Lipovsky und Adam B. Stein, den Machern von «Final Destination: Bloodlines».

Wer in den letzten Jahren auf ein Lebenszeichen vom «Metal Gear Solid»-Film gehofft hat, brauchte vor allem eines: Geduld. Sehr viel Geduld. Jetzt aber meldet sich das Projekt nach langer Funkstille zurück – mit neuer Regie und einem neuen Anlauf bei Sony. Das berichtet The Hollywood Reporter.

Hinter der Kamera stehen künftig Zach Lipovsky und Adam B. Stein, das Duo hinter «Final Destination: Bloodlines». Der Horror-Hit spielte 2025 weltweit rund 317 Millionen Dollar ein – bei einem Budget von etwa 50 Millionen. Damit ist «Bloodlines» der kommerziell erfolgreichste Teil der Reihe. Und auch bei der Kritik kam kein anderer «Final Destination»-Film je besser weg.

Genug Schub also, damit Sony die beiden für mehrere kommende Projekte verpflichtet hat – darunter «Metal Gear Solid».

Über die neu gegründete Produktionsfirma Wonderlab wollen Lipovsky und Stein gemäss dem Hollywood Reporter «unglaublich lustige, kommerziell erfolgreiche, figurengetriebene und genreübergreifende» Filme machen. Endlich mal jemand in Hollywood, der die Formel geknackt hat. Wer wäre da auch je drauf gekommen.

Ein Film, der älter ist als manche seiner Fans

Spannender als das PR-Bla des Sony-Deals ist aber die Vorgeschichte. Hideo Kojima, Schöpfer der «Metal Gear»-Reihe, kündigte eine Verfilmung bereits 2006 an, kurz darauf stieg Sony Pictures ein.

Dann folgten: ein abgelehntes Drehbuch von Snake-Stimme David Hayter, ein angedachter Regisseur namens Kurt Wimmer, eine Pause, ein Reboot 2012 mit Marvel-Veteran Avi Arad als Produzent, Gespräche mit J.J. Abrams, Wunschbesetzungen von Hugh Jackman bis Christian Bale – und 2014 schliesslich die Verpflichtung von «Kong: Skull Island»-Regisseur Jordan Vogt-Roberts.

Solid Snake hat ein bisschen was von einem jungen Sean Bean – oder nicht?
Solid Snake hat ein bisschen was von einem jungen Sean Bean – oder nicht?
Quelle: Konami / Sony

Vogt-Roberts war für viele Fans die Idealbesetzung. Ein bekennender Kojima-Jünger, der in «Kong: Skull Island» sogar ein Boot nach der Metal-Gear-Figur Gray Fox benannte. Im Dezember 2020 schien der Durchbruch endlich da: Deadline meldete gar, Oscar Isaac werde Solid Snake spielen. Dann passierte: nichts. Beziehungsweise das, was in solchen Fällen immer passiert. Drehbuchprobleme, Verzögerungen, Pandemie, Streiks und Funkstille. Bis 2024 berichtet wurde, dass Isaac wieder ausgestiegen sei.

Jetzt also der nächste Anlauf – und damit auch das stille Ende von Vogt-Roberts’ Herzensprojekt. Ob Lipovsky und Stein an Isaac und das bestehende Drehbuch von Derek Connolly anknüpfen oder bei null starten, ist offen. Produziert wird der Film weiterhin vom Vater-Sohn-Gespann Avi und Ari Arad bei Columbia Pictures.

Auf ein Neues!

Dass es überhaupt wieder Bewegung gibt, ist nach 20 Jahren Entwicklungshölle schon eine Nachricht für sich. Ob daraus tatsächlich ein Kinostart wird, steht auf einem anderen Blatt.

Die Fallhöhe ist jedenfalls hoch: «Metal Gear Solid» ist nicht irgendein Stealth-Spiel. Es ist eines der einflussreichsten Werke der Videospielgeschichte mit einer Erzählweise, die schon 1998 cineastischer war als die meisten Actionfilme dieser Zeit. Genau darin liegt aber auch die Schwierigkeit. Was im Spiel funktioniert, lässt sich nicht einfach 1:1 auf die Leinwand übertragen.

Vielleicht hilft es ja, dass die neuen Regisseure mit «Final Destination: Bloodlines» bewiesen haben, wie man aus einer totgesagten Marke nochmals etwas rausholt. Solid Snake wäre damit in guter Gesellschaft.

Titelbild: Konami / Sony

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Ich schreibe über Technik, als wäre sie Kino, und über Filme, als wären sie Realität. Zwischen Bits und Blockbustern suche ich die Geschichten, die Emotionen wecken, nicht nur Klicks. Und ja – manchmal höre ich Filmmusik lauter, als mir guttut.


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