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News & Trends

Millionen Zocker haben ein höheres Risiko für Hörschäden

Debora Pape
19.1.2024

Dass laute Musik auf Dauer zu Hörproblemen führen kann, ist kein Geheimnis. Zu laute Spiele könnten aber ebenfalls ein Risikofaktor sein – gerade, weil viele Gamer sehr lange zocken.

Nicht alle Spiele sind laut, aber gerade bei Shootern tendieren Gamer offenbar dazu, den Sound höher einzustellen, als für ihr Gehör gesund ist. Das legt eine neue Metastudie nahe, die 14 frühere Studien mit insgesamt rund 50 000 involvierten Personen untersucht hat.

Das Problem beim Zocken ist die grenzwertige Lautstärke in Verbindung mit der langen Spieldauer sowie das fehlende Bewusstsein der Spieler für die zu hohe Lautstärke.

Wie laut ist zu laut?

Nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehören Freizeitaktivitäten mit hohem Geräuschpegel zu den wichtigsten Risikofaktoren für späteren Hörverlust. Zu laute Musik auf Konzerten, in Clubs oder über Kopfhörer sind die typischen Verdächtigen, besonders bei jüngeren Menschen.

Die WHO und die International Telecommunication Union (ITU) haben gemeinsam Dezibel-Grenzen festgelegt, die zwischen sicher und unsicher unterscheiden. Je öfter und länger du lauten Geräuschen ausgesetzt bist, desto größer ist die Gefahr, dass du später Tinnitus oder Hörverlust erfahren wirst.

So sollen 80 Dezibel für 40 Stunden pro Woche für Erwachsene noch in Ordnung sein. 80 Dezibel entsprechen etwa einem fahrenden Motorrad. Ein vorbeifahrender Zug liegt bei etwa 90 Dezibel – nach etwa 6,5 Stunden pro Woche sollte Schluss damit sein. 98 Dezibel wirken wie ein Presslufthammer aus zehn Metern Entfernung und sollen demnach nach nur 38 Minuten pro Woche bereits gehörschädigend wirken.

Bis zu 119 Dezibel in Shootern

Als normaler Mensch lässt sich schwer einschätzen, ob die Musik oder der Spielsound zu laut ist oder nicht. Eine der betrachteten Studien führte 2020 mit vier aktuellen Shootern und einem Rennspiel Lautstärkemessungen an Kopfhörern durch. Die Messungen ergaben bei den Shootern durchschnittlich 88,5 bis 91,2 Dezibel. Damit liegt die Lautstärke in dem Bereich, der nach circa sechs Stunden pro Woche bereits aufs Gehör geht. Allerdings sollen Lautstärkespitzen im Spiel immer wieder bis zu 119 Dezibel erreichen können, etwa bei lauten Schüssen oder Explosionen. Diese Spitzen allein sind bereits schädlich für das Gehör, auch wenn sie nur kurz auftreten. Auch das Rennspiel lag mit durchschnittlich 85,6 Dezibel im grenzwertigen Bereich.

Die meisten Menschen unterschätzen das Risiko für das Hörvermögen, da der drohende Hörverlust vage und weit in der Zukunft zu liegen scheint. Die Metastudie zählt auch frühe Anzeichen von geräuschbedingtem Hörverlust auf. Dazu gehören:

  • Tinnitus (konstantes Fiepen oder Klingeln im Ohr)
  • Hyperakusis (höhere Geräuschempfindlichkeit)
  • Schwierigkeiten, andere zu verstehen, insbesondere bei Hintergrundgeräuschen

Weitere Studien sind notwendig

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an der Metastudie arbeiteten, haben selbst keine Grundlagenforschung betrieben. Sie haben lediglich andere Studien nach Aspekten, die Gaming und Hörprobleme in Zusammenhang bringen, durchsucht und deren Ergebnisse zusammengetragen.

In ihrer Zusammenfassung zeigen die Forschenden aber auch die Grenzen ihrer Untersuchungen auf: Auch wenn die Verbindung zwischen lautem Gaming und späteren Hörproblemen logisch erscheint, gibt es dazu keine Langzeitstudien, sondern lediglich Ansätze.

Titelbild: Shutterstock/REDPIXEL.PL

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Fühlt sich vor dem Gaming-PC genauso zu Hause wie in der Hängematte im Garten. Mag unter anderem das römische Kaiserreich, Containerschiffe und Science-Fiction-Bücher. Spürt vor allem News aus dem IT-Bereich und Smart Things auf.


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