Nachgerechnet: Wann sich ein Bürodrucker lohnt
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Nachgerechnet: Wann sich ein Bürodrucker lohnt

Aurel Stevens
Aurel Stevens
Zürich, am 30.05.2018

Bürodrucker sind teuer. Über 1000 Franken kostet so ein Ding. Und riesig sind die Türme oft auch. Ein Privatanwender stellt sich sowas nicht ins Homeoffice. Logisch, ist ja auch nicht die Zielgruppe. Aber: Beim Nachrechnen habe ich bemerkt, dass sich ein «Grosser» erstaunlich schnell lohnt.

Meine Kollegin Arbenita hat gerade einen Artikel zu A3-Bürodruckern geschrieben. Arbenita vergleicht die Grossformatdrucker und zeigt die Vorzüge und Nachteile der verschiedenen Modelle.

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Ich habe die Aufgabe übernommen, den Artikel gegenzulesen. Bei der Berechnung der Seitenkosten bin ich ins Studieren gekommen. Mich hat gestört, dass die Druckkosten nicht wirklich vergleichbar waren.

Beispiel: Der OKI MC853 liegt mit 1999.– Franken bei den günstigeren Modellen. Allerdings reicht der mitgelieferte Toner nur für 2500 Seiten in Schwarzweiss. Der Xerox C7020DN kostet 2799.–, druckt dafür aus dem Stand über 16 000 Seiten. Obendrein habe ich gestaunt, dass sich auch die Nachfüll-Toner bei der Reichweite und den Preisen drastisch unterscheiden.

Hilfe! Wer soll denn da durchblicken?

Jammern nützt nichts. Deshalb habe ich versucht, die Kosten etwas greifbarer zu machen. Aus einer Spielerei am Abend ist ein kleines Tool geworden, das ich recht nützlich finde. Das möchte ich dir nicht vorenthalten. Ich nenne es liebevoll...

☆ ☆ ☆ Druckkosten-o-matic 3000 ☆ ☆ ☆

Disclaimer: Ich habe simpel ein Google Spreadsheet verwendet. Die Daten, Formeln und Preise kannst du selbst nachvollziehen. Die Preise sind vom 30. Mai 2018. Berücksichtigt werden die Initialkosten des Druckers, die Basisreichweite in Schwarzweiss und in Farbe sowie die Kosten und Reichweite für Ersatztoner. Wo mehrere Toner-Varianten verfügbar waren, habe ich das grösste Modell gewählt. Nicht berücksichtigt ist die Trommeleinheit.

Damit niemand in Versuchung kommt, Schabernack damit zu treiben, habe ich das Dokument schreibgeschützt. Wenn du selbst damit herumspielen möchtest, musst du dir zuerst eine eigene Kopie auf Google Docs anlegen. Danach kannst du auf dem ersten Tabellenblatt deine Verbrauchswerte eintragen – und schon werden die Kosten für die nächsten fünf Jahre berechnet. Wenn du möchtest, kannst du die Daten auf dem zweiten Tabellenblatt selbst anpassen. Du kannst damit also auch einen Tintenstrahler mit einem Laserdrucker vergleichen, wenn du möchtest.

Also, was zeigt das Ding?

Beispiel 1: Du druckst 100 Seiten in Schwarzweiss und 100 Seiten in Farbe pro Monat. Lohnt sich ein Bürodrucker gegen den soliden Brother HL-3170CDW? Nein. Erst so in 7–8 Jahren wär der Xerox C7020DN günstiger.

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Beispiel 2: Du druckst 500 Seiten in Schwarzweiss und 500 Seiten in Farbe pro Monat. Wie sieht es jetzt aus? Schon nach zweieinhalb Jahren ist der erste Deluxe-A3-Grossformatdrucker günstiger als der «kleine» von Brother. Und vor Ablauf des vierten Jahres ist jedes A3-Modell preislich überlegen!

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Beispiel 3: Du druckst je 1000 Seiten in Schwarzweiss und Farbe. Druckkosten-o-matic 3000 zeigt: Der HL-3170CDW hat keine Chance mehr gegen die richtigen Arbeitstiere.

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Möchtest du es selbst ausprobieren? Hier geht’s lang.

Wenn du Druckkosten-o-matic 3000 nützlich oder zumindest interessant findest – ich freu mich über ein Herzli oder Kommentare.

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Aurel Stevens
Aurel Stevens

Chief Editor, Zürich

Ich bändige das Editorial Team. Hauptberuflicher Schreiberling, nebenberuflicher Papa. Mich interessieren Technik, Computer und HiFi. Ich fahre bei jedem Wetter Velo und bin meistens gut gelaunt.

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