Nerf mit Laser aber ohne Pfeile? Macht das Spass?
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Nerf mit Laser aber ohne Pfeile? Macht das Spass?

Ramon Schneider
Ramon Schneider
Zürich, am 19.11.2018
Nerf ist bekannt dafür, dass sie Pfeile aus Schaumstoff schiessen. Zwei ihrer neuen Blaster haben die Patronen jedoch mit Infrarot-Lasern getauscht. Taugen die was?

Nerf gehen mit ihrer neuen «Laser Ops»-Serie einen gewagten Schritt. Sie lassen das zentrale Objekt der bisherigen Blaster weg. Die Pfeile. Anstelle von physischen Patronen werden mit den «Laser Ops»-Blaster optische Infrarot-Signale verschossen. Ich hatte die Möglichkeit, die Dinger auszuprobieren und herauszufinden, ob Nerf damit einen Schritt nach vorne macht oder ob der Schuss nach hinten losgeht.

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Laser Ops AlphaPoint 2-er Pack
Nerf Laser Ops AlphaPoint 2-er Pack

Nerf hat in der «Laser Ops»-Serie zwei neue Blaster auf den Markt gebracht. Zum einen den handlichen Alphapoint in der Grösse einer Pistole und zum anderen den Schnellfeuer-Blaster Deltaburst im Gewehrformat.

Alphapoint
Der Nerf Laser Ops Alphapoint ist der kleinere der beiden Blaster, hat aber trotzdem inklusive den vier AA-Batterien ein stolzes Gewicht von 750 Gramm. Mir liegt die Blaster-Pistole gut in der Hand. Nerf gibt jedoch an, dass bereits Achtjährige damit spielen können. Ob die mit ihren kleineren Händen den Blaster gleich gut halten können, bezweifle ich jedoch. Der Alphapoint besitzt eine Einzelschussautomatik. Betätigst du den Abzug, feuert der Blaster einen einzelnen Schuss ab. Nachladen musst du erst nach zehn Schüssen. Dafür drückst du am unteren Ende des Pistolengriffs die Nachladetaste und schon bist du wieder feuerbereit.

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Deltaburst
Der Nerf Laser Ops Deltaburst ist nicht nur grösser als der Alphapoint, sondern auch dementsprechend schwerer. Inklusive den sechs AA-Batterien wiegt der Deltaburst satte 1 800 Gramm. Die zwei zusätzlichen Batterien benötigt dieser Blaster für seinen integrierten LCD-Bildschirm und seine Schnellfeuerfunktion. Betätigst du beim Deltaburst den Abzug, feuert dieses Gewehr gleich drei Schüsse nacheinander ab. Das virtuelle 18-Schuss-Magazin musst du ebenfalls durch Drücken des Nachladeknopfes am Lauf auffüllen.

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Das Ziel ist die Waffe und nicht der Mensch

Spielst du zusammen mit Anderen, habt ihr zwei verschiedene Modi zur Auswahl. Zum einen könnt ihr Alle gegen Alle spielen. Gewonnen hat derjenige, der als letzter noch Lebenspunkte auf seinem Blaster hat. In der anderen Spielvariante tritt ein Team gegen das andere an. Dabei gibt es ein Team Rot und ein Team Blau. Ziel ist es, die Blaster des gegnerischen Teams auszuschalten und so viele Blaster deines eigenen Teams am Leben zu halten.

In beiden Spielmodi kämpfen dabei Waffen gegen Waffen und nicht Menschen gegen Menschen. Das Ziel ist es nicht, den Gegner zu treffen, sondern dessen Blaster. Genauer gesagt, den roten Bereich am oberen Ende des Blasters. Nur wenn du diese Fläche triffst, erhältst du einen Punkt.

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Augmented Reality? Jetzt wird’s interessant

Hast du gerade keine Mitspieler zur Hand, kannst du mit deinem Smartphone auch als Einzelspieler Spass haben. Dabei hat Nerf eine Augmented-Reality-App entwickelt, mit welcher du Raumschiffe in deinem Wohnzimmer abschiessen kannst. Der Einzelspielermodus beginnt ziemlich einfach. Hier und da erscheinen Raumschiffe, welche mit nur einem einzigen Schuss erledigt sind. Je länger du jedoch spielst, desto härter werden die Gegner. Ihre Schiffe werden robuster, haben stärkere Waffen und tauchen auf mehreren Seiten gleichzeitig auf. Mit der Zeit bekommst du immer mehr Erfahrungspunkte im Spiel. Diese kannst du nutzen, um deinen Blaster virtuell aufzurüsten und neue Teile im Spiel freizuschalten.

Die App kannst du jedoch auch nutzen, wenn du mit deinen Freunden zusammen spielst. Dabei kannst du in der App die Statistiken und Ergebnisse eurer Battles nachlesen und die Ranglisten abrufen. Dies kann entweder zentral auf einem einzigen Smartphone geschehen oder aber, ihr tragt alle ein Phone und verbindet euch in der App miteinander.

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Fazit

Nerf hat mit ihren «Laser Ops»-Blaster neues Terrain beschritten. Es geht nicht mehr darum, andere Menschen mit Schaumstoffpfeilen abzuschiessen, sondern die Blaster mit Infrarotsignalen gegeneinander antreten zu lassen. Der Alphapoint wie auch der Deltaburst sind beide auf Batterien angewiesen. Wie lange ein Set solcher AA-Batterien durchhält, konnte ich nicht herausfinden, da sie während meinem gesamten Test nie ersetzt werden mussten.

In die dazugehörige App wurde viel Zeit und Herzblut investiert. Sie ist übersichtlich gestaltet, läuft stabil und verbindet sich problemlos über Bluetooth mit den Blastern. Ihre integrierten Spielmodi sind spannend gestaltet und bieten zusätzliche Möglichkeiten, den Blaster virtuell zu verbessern.

Um meine Titelfrage zu beantworten: Ja, Nerf mit Laser macht Spass. Aber ich persönlich habe trotzdem die Blaster mit den Schaumstoffpfeilen lieber. Denn wenn ich schon auf jemanden ziele, möchte ich ihn auch treffen.

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Ramon Schneider
Ramon Schneider

Junior Editor, Zürich

Bezahlt werde ich dafür, von früh bis spät mit Spielwaren Humbug zu betreiben.

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