Nicht-gruselige Gruselfilme für den Herbst

Nicht-gruselige Gruselfilme für den Herbst

Natalie Hemengül
Natalie Hemengül
Zürich, am 05.10.2021

Ich mag meine Gruselfilme handzahm. Gänsehaut ja, Angst nein. Hier sind meine Top 5 für einen schaurig schönen Film-Marathon im Herbst.

Ich liebe Gruselfilme. Aber nicht die Art, die mir das Blut in den Adern gefrieren lässt, während es auf dem Bildschirm vergossen wird. Ich rede auch nicht von Psychothrillern, die meiner Paranoia einheizen, sondern von harmlosen Streifen mit schaurigem Halloween-Touch, die du dir sogar mit deinen Kindern, Nichten oder Enkeln reinziehen kannst.

Um mich alljährlich aufs Neue in unbeschwert düstere Stimmung zu gucken, führe ich eine Liste mit geeigneten Filmen. Und während sich diese Liste von Jahr zu Jahr verändert – Filme kommen dazu, Filme werden gestrichen –, gibt es ein paar Werke, die darauf einen festen Platz haben. Die Eckpfeiler meiner Herbstlaune, sozusagen.

Coco – Lebendiger als das Leben!

Der farbenfrohe Animationsfilm spielt in Mexiko und erzählt die Geschichte von Miguel, einem Zwölfjährigen mit einem Traum: Musiker werden! Seine Familie will davon aber nichts wissen, denn die Musik hat ihnen in der Vergangenheit bloss Schmerz und Kummer bereitet. Ausgerechnet am Tag der Toten, einem traditionellen mexikanischen Feiertag, an dem den verstorbenen Familienmitgliedern gedacht wird, versucht Miguel seinem Traum einen Schritt näherzukommen. Und so beginnt für ihn eine unerwartete Reise, die ihn nicht nur ins Reich der Toten, sondern auch zurück zu seinen Wurzeln führt.

«Coco» ist die Gehhilfe, die dich taktvoll vom Sommer in den Herbst begleitet, ohne dass in dir das Verlangen aufkommt, wehmütig zurückzuschauen. Ein Fest für Augen, Ohren und Seele, musikalisch perfekt untermalt vom Maestro und Oscarpreisträger Michael Giacchino.

Altersfreigabe: 0 Jahre

Hocus Pocus

Es gibt Filme, die musst du als Kind gesehen haben, um sie zu lieben. Disneys «Hocus Pocus» gehört nicht dazu. Der Halloween-Klassiker ist zwar fast so alt wie ich, zum ersten Mal gesehen habe ich ihn jedoch als Erwachsene. Seither stehe ich unter dem Bann der Sanderson-Schwestern Winifred (Bette Midler), Mary (Kathy Najimy) und Sarah (Sarah Jessica Parker). Drei böse Hexen, die im 17. Jahrhundert in Salem gehängt und dreihundert Jahre später in einer Halloween-Nacht aus Versehen von Max Dennison (Omri Katz), einem Teenager wieder heraufbeschworen werden. Und zwar mitten ins 20. Jahrhundert. Gemeinsam mit seiner kleinen Schwester Dani und seinem Schwarm Alison versucht Max den Hexen das Handwerk zu legen. Ein Meisterwerk, das dich dank der vielen Spannungsbögen von der ersten bis zur letzten Spielminute mitfiebern lässt.

Good News: Falls dir diese witzig-düstere Geschichte genauso gefällt wie mir, darfst du dich freuen. Nächsten Herbst kommt «Hocus Pocus 2», Disney hat nämlich eine Fortsetzung mit dem Original-Cast angekündigt.

Altersfreigabe: 12 Jahre

Halloweentown – Meine Oma ist’ne Hexe!

Wünschen wir uns nicht alle insgeheim, eines Tages herauszufinden, dass wir etwas gaaaaanz Besonderes sind und Super- oder gar Zauberkräfte besitzen? Das ist der Stoff aus dem Tagträume gemacht sind – und das Drehbuch zu «Halloweentown». Die Protagonistin Marnie Piper (Kimberly J. Brown) liebt Halloween und fühlt sich vom Gespenstischen angezogen. Ein Dorn im Auge ihrer Mutter Gwen (Judith Hoag). Sie will von dem Hokuspokus nichts wissen und verbietet ihrer Tochter sowie den beiden anderen Geschwistern Dylan (Joey Zimmerman) und Sophie (Emily Roeske), an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Auftritt Grossmutter Aggie Cromwell (Debbie Reynolds). Sie besucht an Halloween ihre Familie und teilt Marnies Faible fürs Übernatürliche.

Nachdem Marnie ein Gespräch zwischen ihrer Mutter und ihrer Grossmutter belauscht hat, wird ihr klar: Ihre Oma ist eine waschechte Hexe. Genau wie sie selbst. Als sich die Oma wieder auf den Heimweg macht, folgen ihr die drei Kids und landen in Halloweentown. Einer zauberhaften Stadt, in der alle möglichen magischen Wesen harmonisch miteinander leben. Doch eine dunkle Macht sorgt für Unruhe. Da kommen der quirligen Grossmutter ihre hilfreichen Enkel ganz gelegen.

Altersfreigabe: Liegt bei 6 Jahren, jedoch würde ich sie aus persönlicher Einschätzung heraus weiter oben ansetzen, da einige Gestalten in dem Film ganz schön gruselig rüberkommen können. Am besten selber einmal schauen, bevor sich Kinder dazugesellen.

Leider musst du dich hier mit einem Bild begnügen. Einen vorzeigbare Trailer konnte ich nicht auftreiben.
Leider musst du dich hier mit einem Bild begnügen. Einen vorzeigbare Trailer konnte ich nicht auftreiben.

Hotel Transsilvanien

Graf Dracula hält nichts von Menschen. Um genau zu sein, hält er sie sogar für die wahren Monster. Um seine heranwachsende Tochter Mavis vor ihnen zu schützen, erbaut der fürsorgliche Blutsauger ein gigantisches Schloss: Hotel Transsilvanien. Ein sicherer Treffpunkt, an dem Monster und ulkige Gestalten jederzeit willkommen sind. Doch während die Gäste des Hotels ein- und auschecken können, hält Dracula seine Tochter mit allen Mitteln hinter den Mauern des Hotels fest und schirmt sie von der Aussenwelt ab. Bis zu ihrem 118. Geburtstag. Mitten in den feierlichen Vorbereitungen geschieht das Unvorstellbare: Es gelingt einem menschlichen Gast, Jonathan, sich Zutritt in das Hotel zu verschaffen. Um unter den Gästen keine Panik auszulösen, entscheidet Graf Dracula, den Eindringling als den vermeintlichen Cousin von Frankenstein auszugeben: Johnnystein. Der mischt nicht nur die Party auf, sondern auch die Gefühle von Mavis.

«Hotel Transsilvanien» erzählt die Geschichte vom Loslassen und Erwachsen werden und jongliert dabei 91 Minuten lang gefühlvoll mit Klischees, seichter Gesellschaftskritik sowie grosser Liebe zum Detail.

Altersfreigabe: 6 Jahre

Casper – Der freundliche Geist

Auf Whipstaff Manor spukt es. Zumindest glaubt das seine Besitzerin und holt sich prompt den Geistertherapeuten Dr. James Harvey (Bill Pullman) und seine Tochter Kat (Christina Ricci) in die Villa, damit ein für alle Mal schluss mit dem Spuk ist. Und tatsächlich macht Kat die Bekanntschaft mit einem liebenswerten Geist: Casper. Mit ihm hausen aber noch drei weitere Gestalten durch die Gemäuer: seine hinterhältigen Onkel Stretch, Stinkie und Fatso. Sie machen dem armen Casper das «Leben» schwer. Während Kat und Casper sich näherkommen – das bisschen Teenieromanze ist herzerwärmend –, erfährt Kat immer mehr über die Vergangenheit ihres neuen Freundes. Eine ungewöhnliche Freundschaft, die deine Gefühle Achterbahn fahren lässt.

Altersfreigabe: 6 Jahre

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Natalie Hemengül
Natalie Hemengül

Editor, Zürich

Als Disney-Fan trage ich nonstop die rosarote Brille, verehre Serien aus den 90ern und zähle Meerjungfrauen zu meiner Religion. Wenn ich mal nicht gerade im Glitzerregen tanze, findet man mich auf Pyjama-Partys oder an meinem Schminktisch. PS: Mit Speck fängt man nicht nur Mäuse, sondern auch mich.

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