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Jan Johannsen
Produkttest

Nothing Phone (4a) Pro im Test: Der Aufpreis lohnt sich

Mehr Details auf Bildern und mehr Leistung: Das Nothing Phone (4a) Pro bietet handfeste Vorteile gegenüber dem Standardmodell.

Vor einem Jahr hat mich die Pro-Variante vom Nothing Phone (3a) nicht überzeugt. In diesem Jahr sieht es anders aus: Ich würde den Aufpreis für das Nothing Phone (4a) Pro zahlen. Das neue Design lässt mich zwiegespalten zurück. Aber mehr Leistung, bessere Bilder und eSIM sind äußerst attraktiv.

Ruhigeres Design, Aluminium und eine pixelige «Glyph Matrix»

Beim Phone (4a) Pro verabschiedet sich Nothing von seinen bisherigen Design-Pfaden. Statt Transparenz und vielen Details verwendet der Hersteller erstmals Metall bei einem Smartphone. Bei Kopfhörern hat er das schon im letzten Jahr gemacht. Das Unibody-Gehäuse aus Aluminium ist geradezu langweilig für ein Nothing-Smartphone. Immerhin verschwinden die verspielten Details nicht komplett: Die Kameraerhebung ist voll davon.

Design-Spielkram gibt es nur noch direkt um die Kameras.
Design-Spielkram gibt es nur noch direkt um die Kameras.

Nothing bietet das Phone (4a) Pro in drei Farben an. Ein dezentes Pink ergänzt die klassischen Varianten in Silber und Schwarz. Mit 7,95 Millimetern ist es das dünnste Smartphone des Herstellers. Es ist nach IP65 vor Staub und Spritzwasser geschützt. Nothing gibt zusätzlich 20 Minuten Untertauchen in bis zu 25 Zentimeter tiefem Wasser an – dafür gibt es aber keine passende IP-Schutzklasse.

Der «Essential Key» wandert wie beim Phone (4a) auf die andere Seite. Damit sinkt die Verwechslungsgefahr zwischen der Taste für Nothings KI-Sammeltool und dem Powerbutton.

Der Essential Key befindet sich auf der anderen Seite. Powerbutton und Lautstäreregler bleiben für sich.
Der Essential Key befindet sich auf der anderen Seite. Powerbutton und Lautstäreregler bleiben für sich.

Das Phone (4a) Pro leuchtet, wie es sich für ein Nothing-Smartphone gehört, auf der Rückseite. Während das Phone (4a) mit wenigen Leuchtelementen auskommt, verbaut der Hersteller im Pro eine runde «Glyph Matrix». Sie funktioniert ähnlich wie beim Phone (3), weist mit 137 Mini-LEDs aber eine gröbere Auflösung auf.

Die Glyph Matrix wird immer dann spannend, wenn du dein Smartphone auf das Display legst. Sie zeigt dann unter anderem die Uhrzeit oder beim Laden den Füllstand des Akkus an. Zudem kann ich sehen, wer mich anruft, wenn ich vorher Kontakten eigene Grafiken zugeordnet habe. Außerdem lassen sich Regeln für Apps, Kontakte und Stichwörter definieren, damit die Glyph Matrix mir im Nicht-Stören-Modus anzeigt, wenn sich jemand meldet, der oder die mich stören darf.

Eine laufende Figur als optische Benachrichtigung in der Glyph Matrix.
Eine laufende Figur als optische Benachrichtigung in der Glyph Matrix.

Noch im Probestadium befindet sich die Fortschrittsanzeige. Sie zeigt mir zum Beispiel an, wie viel Zeit eines Termins schon verstrichen, wie weit mein gerufenes Fahrzeug oder die Essenslieferung noch entfernt ist. Das funktioniert bisher aber nur mit drei Apps: Google Kalender, Uber und Zomato.

Das ist beim Phone (4a) Pro besser

Vom Design abgesehen unterscheidet sich das Phone (4a) Pro in drei relevanten Punkten vom Phone (4a). Die Unterstützung von eSIM ist ein klarer Vorteil. Dazu kommen ein leistungsstärkerer Prozessor, ein besserer Bildsensor bei der Hauptkamera und ein Display mit höherer Bildwiederholrate.

Nothing verwendet den Snapdragon 7 Gen 4 im Phone (4a) Pro. In der Summe mehrerer Benchmarktests schneidet er besser ab als der Snapdragon 7s Gen 4 des Phone (4a). Bei der CPU sind es nur etwa zehn Prozent mehr Leistung. Bei den Grafikberechnungen über 50 Prozent. Gegenüber dem Phone (3a) Pro ist der Zuwachs ebenfalls deutlich. Interessanterweise schlägt das (4a) Pro sogar das Phone (3) mit dem nominell besseren Snapdragon 8s Gen 4 – allerdings nur bei der CPU. Bei der GPU liegt das teurere Smartphone klar vorn.

Bildsensor mit mehr Details

Die Daten der Hauptkamera sind nahezu identisch: 50 Megapixel, f/1,9 Blende, 24 mm Brennweite, 1 µm große Pixel. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass sich die Sensorgröße an der zweiten Nachkommastelle unterscheidet. Während Nothing im Phone (4a) den Samsung GN9 verbaut, steckt in der Pro-Version der Sony LYT700C.

Auf den ersten Blick lässt sich kein Unterschied bei den Fotos der Kameras erkennen. Auf dem Smartphone sehen sie gleich aus – von Nuancen bei der Farbwiedergabe abgesehen.

In Originalgröße sind die Aufnahmen des (4a) Pro etwas schärfer.

Bei Vergrößerung der Aufnahmen ist vor allem an der Schrift zu erkennen, dass das Phone (4a) Pro – links – schärfer ist.
Bei Vergrößerung der Aufnahmen ist vor allem an der Schrift zu erkennen, dass das Phone (4a) Pro – links – schärfer ist.

Bei Dunkelheit im Nachtmodus fallen die intensiveren Farben des (4a) Pro auf.

Bilder: St. Pancrass

Außerdem fällt unter diesen Bedingungen der Unterschied bei der Detailgenauigkeit noch größer aus.

Das Phone (4a) Pro – links – liefert bei Dunkelheit das schärfere Bild.
Das Phone (4a) Pro – links – liefert bei Dunkelheit das schärfere Bild.

Kein weltbewegender Unterschied – aber wer ihn einmal gesehen hat, greift lieber zur Hauptkamera des Phone (4a) Pro.

Größeres Display, kleineres Smartphone

Das AMOLED-Display des Phone (4a) Pro ist mit 6,83 Zoll minimal größer – 0,05 Zoll, um genau zu sein. Da der Rahmen um den Touchscreen etwas schmaler ausfällt, ist das Gehäuse der Pro-Version sogar 0,3 Millimeter schmaler und einen Millimeter kleiner. Dadurch ändert sich auch die Auflösung auf 2800 × 1260 Pixel, was eine Pixeldichte von 440 Pixel pro Zoll ergibt und für eine scharfe Darstellung sorgt. Ebenfalls positiv sind die Farbwiedergabe und die adaptive Bildwiederholrate von 30 bis 144 Hertz. Das Standardmodell schafft bis zu 120 Hertz.

Die Displayränder sind schmaler als beim Phone (4a).
Die Displayränder sind schmaler als beim Phone (4a).

Die Outdoorhelligkeit erhöht Nothing auch beim Phone (4a) Pro um 300 Nits auf 1600 Nits. Die typische Helligkeit bleibt unverändert bei 800 Nits. Gorilla Glass 7i schützt das Display vor Kratzern und anderen Beschädigungen. Es soll Stürze aus einem Meter Höhe unbeschadet überstehen.

Drei Kameras, Akku und Software sind mit dem Nicht-Pro identisch

Die Kameras neben der Hauptkamera, den Akku und die Software teilt sich das Phone (4a) Pro mit dem normalen (4a).

Die Telekamera des Phone (4a) Pro löst mit 50 Megapixeln auf und hat eine Brennweite von 80 Millimetern. Im Vergleich mit der Hauptkamera entspricht das einer Vergrößerung um den Faktor 3,5.

Die Telekamera lässt sich ohne Einschränkungen nutzen.
Die Telekamera lässt sich ohne Einschränkungen nutzen.

Die Ultraweitwinkelkamera muss auch beim (4a) Pro mit 8 Megapixeln auskommen. Das Ergebnis sind tagsüber brauchbare Fotos. Bei Dunkelheit finde ich die Bildqualität hingegen nicht zufriedenstellend.

Die Ultraweitwinkelkamera liefert nur bei Tageslicht gute Bilder.
Die Ultraweitwinkelkamera liefert nur bei Tageslicht gute Bilder.

Die Frontkamera liefert Selfies mit 32 Megapixeln. Das genügt, um das eigene Gesicht mit vielen Details scharf in Szene zu setzen. Auch wenn das Gegenlicht der tief stehenden Sonne im Londoner Himmel eine große Herausforderung ist.

Selfie unter nicht idealen Lichtverhältnissen.
Selfie unter nicht idealen Lichtverhältnissen.

Der Akku des Phone (4a) Pro weist eine Kapazität von 5080 mAh auf. Die 80 mAh mehr im Vergleich zum Vorgänger spielen keine Rolle. Der Akkutest von PCMark 3.0 ermittelt bei halber Displayhelligkeit eine Laufzeit von 17 Stunden. Das deckt sich mit dem Phone (3a) Pro. Das Phone (4a) erreicht nur 18 Minuten mehr. Beim Laden nimmt das (4a) Pro bis zu 50 Watt via USB-C-Kabel entgegen. Drahtloses Laden fehlt.

Nothing bietet beim Phone (4a) Pro mit 8 Gigabyte (GB) RAM und 128 GB Speicher eine kleinere Variante an als beim Vorgänger. Angesichts der gestiegenen Speicherpreise will der Hersteller so den Einstiegspreis tief halten. Er liegt aber trotzdem 50 Euro über dem Phone (3a) Pro. Bei der Variante mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher liegt die Preiserhöhung sogar bei 90 Euro oder 100 Franken.

Neue KI-Tools für NothingOS

Ab Werk läuft das auf Android 16 basierende NothingOS 4.1 auf dem Phone (4a) Pro. Neben optischen Anpassungen im Nothing-Design bringt die Benutzeroberfläche eigene Apps und KI-Werkzeuge mit.

Die größten Neuerungen sind allerdings zum Verkaufsstart bislang nicht verfügbar. Sie sollen in einigen Wochen per Update erscheinen. Der «Relaxation Hub» ist ein Widget, das mit ruhiger Hintergrundmusik oder Atemübungen für Entspannung sorgen soll. «Essential Voice» soll mit Hilfe von KI deine Sprache in gut strukturierte Texte umwandeln.

Perfekt um Informationen zu Bildern direkt zu präsentieren.
Perfekt um Informationen zu Bildern direkt zu präsentieren.

Die Galerie-App von Nothing bekommt ein eigenes KI-Tool und versucht, Spiegelungen oder Fußgänger aus Fotos zu entfernen. In meinen Versuchen klappt es bei Spiegelungen kaum und bei den Fußgängern ist es immer eine Überraschung, wie die KI den leeren Raum füllt. Mal passt es gut ins Bild, mal fällt sofort auf, dass eine KI am Werk war. Die Personen erkennt sie aber zuverlässig. Mehr begeistern mich die sieben Rahmen, die mein Foto mit Aufnahmedaten versehen und schick aussehen lassen.

Dazu kommen verschiedene KI-Tools, die Nothing unter dem Begriff «Essential» sammelt. Neben dem bereits erwähnten «Essential Space» gibt es eine Suche oder «Memory». Diese Funktion erstellt aus deinen Aufzeichnungen automatische Erinnerungen für Termine, Einkäufe oder anderes, was ihr auffällt. Der Essential Recorder wandelt Tonaufnahmen in Text um und fasst sie zusammen. Wichtige Momente kannst du mit dem Essential Key markieren. Pro Monat analysiert die Funktion 300 Minuten.

Screenshot mit Termin gemacht und der Essential Space fragt direkt nach, ob das ein To-Do sein soll.
Screenshot mit Termin gemacht und der Essential Space fragt direkt nach, ob das ein To-Do sein soll.

Der Essential App Builder soll dir mit KI maßgeschneiderte Apps für deine Bedürfnisse liefern. Wenn du mit ihnen zufrieden bist, kannst du sie im Playground anderen zur Verfügung stellen. Bisher ist das für mich aber nur Spielkram.

Nothing installiert erstmals Apps von Drittanbietern.
Nothing installiert erstmals Apps von Drittanbietern.

Zwei Haken gibt es bei der Software: Sicherheitsaktualisierungen liefert Nothing zwar sechs Jahre lang, Funktionsupdates jedoch nur drei Jahre lang. Außerdem fängt Nothing mit dem Phone (4a) Pro an, Apps von Drittanbietern vorzuinstallieren. Mit einem Klick lassen sich Tiktok, Instagram und Facebook zwar löschen, aber in der Vergangenheit hat sich der Hersteller dafür nicht bezahlen lassen.

Fazit

In diesem Jahr ist die Pro-Version besser

Nothing hat an den richtigen Stellschrauben gedreht, um mir das Nothing (4a) Pro schmackhaft zu machen. Während ich beim Vorgänger noch zum Basismodell tendierte, stehe ich dieses Jahr auf der Pro-Seite. Vor allem die schärferen Bilder der Hauptkamera, die zusätzliche Grafikleistung und die eSIM-Option überzeugen mich. Dazu kommen der schmalere Rand um das Display und die Glyph Matrix mit einem höheren Informationsgehalt als ein leuchtender Balken.

Akku, die übrigen Kameras und die Software sind ebenfalls gut, aber auch mit dem Basismodell identisch. Das heißt im Umkehrschluss: Wenn du eSIM nicht brauchst und mit den kleinen Abstrichen bei Bildqualität und Leistung leben kannst, reicht auch das Nothing Phone (4a).

Pro

  • bessere Hauptkamera
  • mehr Grafikleistung
  • 6 Jahre Sicherheitsupdates

Contra

  • Ultraweitwinkelkamera bei Dunkelheit
  • kein Wireless-Charging
  • nur 3 Jahre Funktionsupdates
Nothing Phone (4a) Pro (128 GB, Silver, 6.83", Dual SIM, 5G)
Smartphone

Nothing Phone (4a) Pro

128 GB, Silver, 6.83", Dual SIM, 5G

Energielabel A
Titelbild: Jan Johannsen

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Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus. 


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