Playstation Plus: Die neuen Extra und Premium-Tarife im Check
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Playstation Plus: Die neuen Extra und Premium-Tarife im Check

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Fürth, am 29.06.2022

Am 23. Juni 2022 ist es endlich gestartet: das neue Playstation Plus. Mit dabei sind einige spannende Features, allen voran eine Spielebibliothek mit über 700 Spielen – von PS1 bis PS5, von First- und Third-Party-Studios. Aber auch PC-Streaming, zeitlich limitierte Testversionen und noch vieles mehr will Sony mit seinem überarbeiteten Aboservice unter die Leute bringen. Wir haben uns das Angebot zum Launch angeschaut und verraten euch, was ihr hier für euer Geld tatsächlich alles bekommt.


Dies ist ein Artikel unseres Content-Partners «PC Games». Hier findest du den Original-Artikel.


Bereits zu Beginn des Jahres machten Gerüchte die Runde, Sony arbeite an einem neuen Online-Service. Vom Codenamen «Project Spartacus» war da die Rede, von einem waschechten «Gamepass-Killer», der Microsofts Gaming-Flatrate den Kampf ansagen soll. Entsprechend groß war die Euphorie, als im März die offizielle Ankündigung folgte: Ja, der Playstation-Konzern hat tatsächlich ein neues Abo-Modell in der Mache. Und zwar ein überarbeitetes PS Plus.

Das kommt künftig mit einigen spannenden neuen Features daher. Unter anderem gibt es eine umfangreiche Spielebibliothek mit über 400 First- und Third-Party-Spielen für Playstation 4 + 5. Obendrauf erwarten euch ein 300 Titel umfassender Klassiker-Katalog der PS1-, PS2- und PS3-Ära, PC-Streaming, zeitlich limitierte Testversionen und noch vieles mehr. Am 23. Juni 2022 ist der Dienst endlich auch in Deutschland an den Start gegangen. Wir haben uns das Angebot zum Launch angeschaut und verraten euch im Check, was ihr hier für euer Geld tatsächlich alles bekommt.

Die Tarife

Fangen wir zunächst mal mit dem wichtigsten Punkt an: den Tarifen. Das neue Playstation Plus ist in drei unterschiedliche Stufen eingeteilt, die euch stetig mehr Inhalte bieten, dafür aber natürlich auch einen höheren Beitrag verlangen.

Playstation Plus Essential

Los geht's mit PS Plus Essential, gewissermaßen der Basis-Version des Dienstes. Die enthält genau das, was PS-Plus-Abonnenten bereits aus den vergangenen Jahren kennen: Ihr bekommt Zugriff auf Online-Multiplayer, um übers Internet mit anderen Leuten zu zocken.

Obendrauf gibt es 100 Gigabyte Cloud-Speicher, in den ihr eure Spielstände hochladen könnt, exklusive Rabatte im Playstation Store und natürlich die Gratis-Games, die euch jeden Monat zum Download bereitstehen. Die Preise bleiben auch die alten: Für die Monatsmitgliedschaft werden 8,99 Euro fällig, für drei Monate 24,99 Euro und 59,99 Euro für das ganze Jahr.

Playstation Plus Extra

Weiter geht's mit PS Plus Extra: In dieser Stufe kommt noch einmal ein Spielekatalog von etwa 400 First- und Third-Party-Titeln für Playstation 4 und 5 mit dazu, die ihr herunterladen und spielen könnt, solange euer Abo noch aktiv ist. Kostenpunkt: 13,99 Euro pro Monat, 39,99 Euro pro Quartal oder 99,99 pro Jahr.

Playstation Plus Premium

Die finale Stufe ist PS Plus Premium. Das umfasst neben den Inhalten der beiden vorherigen Tarife auch noch einen Retro-Katalog mit 340 klassischen Playstation-Spielen, darunter Titel für PS1, PS2 und PSP, die ihr wahlweise downloaden oder streamen könnt. Zudem stehen diverse PS3-Spiele zur Auswahl.

Die sind dann aber ausschließlich über die Cloud verfügbar: auf der Konsole und auf dem PC. Abgerundet wird das Angebot durch zeitlich limitierte Testversionen ausgewählter Toptitel, die ihr so erst einmal anspielen könnt, bevor ihr sie endgültig kauft. Diesen Spaß lässt sich Sony dann 16,99 Euro monatlich kosten, beziehungsweise 49,99 Euro vierteljährlich oder 119,99 Euro jährlich.

Das neue PS Plus: die drei Tarife in der handlichen Übersicht
Das neue PS Plus: die drei Tarife in der handlichen Übersicht
Bild: Sony

Upgrade und Wechsel

Ihr müsst PS Plus allerdings nicht zwangsweise komplett neu kaufen. Wer noch ein aktuell gültiges Abo besitzt, wird automatisch in die neue Essential-Stufe umgebucht. Noch praktischer wird's für PS-Now-Kunden. Deren Abo wird sogar in eine PS-Plus-Premium-Mitgliedschaft umgewandelt, ohne irgendwelche Zusatzkosten.

Upgrades zwischen Essential, Extra und Premium sind dabei jederzeit möglich. Wollt ihr in einen höheren Tarif wechseln, müsst ihr lediglich die Differenz zahlen, die zwischen eurer laufenden Option und der eurer Wahl liegt – natürlich angepasst an die verbleibende Zeit. Heißt: Wer wie in unserem Fall ein PS-Plus Essential-Abo bis November 2022 bezahlt hat, muss noch einmal 24,66 Euro obendrauf legen, um die verbleibenden 149 Tage das Premium-Angebot nutzen zu können.

Der Spielekatalog

Apropos Angebot: Zum Launch umfasst der Katalog von verfügbaren PS4- und PS5-Spielen in der DACH-Region 355 Titel. Zum Vergleich: Microsofts Game Pass kommt auf 462 Titel, kostet dafür aber eben auch ein klein wenig mehr. Ausgewählt werden die Spiele über die PS-Plus-App auf eurer Playstation. Das ist allerdings nicht perfekt gelöst und etwas chaotisch. Es gibt nämlich keine simple Übersicht der gesamten Bibliothek, sondern gleich vier verschachtelte Untermenüs, in denen die verschiedenen Kataloge teils mehrfach aufgeführt werden, zwischen anderen PS-Plus-Vorteilen wie Cloud Saves oder den Gratis-Games.

Wer nur die Spiele für Playstation 1 und 2 sehen möchte, muss etwa erst in den Reiter Sammlungen wechseln, dann an der Genre-Übersicht vorbeiscrollen und ganz unten auf einen entsprechenden Button drücken. Es gibt zwar auch die Möglichkeit, sich alle verfügbaren Spiele auf einmal anzuschauen und sie nach Anfangsbuchstaben, Releasedatum oder Plattform zu sortieren. Hier stehen aber nur PS3, PS4 und PS5 als Filter zur Auswahl. Manche Kandidaten findet ihr sogar nur über die Suchfunktion. Da tut es besonders weh, dass es – anders als bei PS Now – keine Favoriten-Liste mehr gibt.

Das Katzenabenteuer Stray steht zum Release am 19. Juli für PS-Plus-Extra- und PS-Plus-Premium-Abonnenten zum kostenlosen Download bereit.
Das Katzenabenteuer Stray steht zum Release am 19. Juli für PS-Plus-Extra- und PS-Plus-Premium-Abonnenten zum kostenlosen Download bereit.
Bild: Annapurna Interactive

Aber gut, genug gemeckert. Schauen wir uns das Aufgebot mal etwas im Detail an. Sony hatte ja bereits im Vorfeld angekündigt, dass es keine großen Day-One-Veröffentlichungen im Rahmen von PS Plus geben würde. Das Katzenabenteuer Stray landet zwar direkt zum Release am 19. Juli im Abo, God of War: Ragnarök muss aber weiterhin separat gekauft werden.

Davon abgesehen ist der bereits gebotene Umfang ziemlich beachtlich, und das, obwohl die Bibliothek im Vergleich zu PS-Now-Zeiten um geschätzte 240 Namen gekürzt wurde: Euch erwarten zahlreiche Exklusivspiele der Playstation Studios, darunter Marvel's Spider-Man, Ghost of Tsushima, Demon's Souls oder Returnal.

Dazu kommen namhafte Blockbuster von Drittanbietern wie Red Dead Redemption 2, Doom und Guardians of the Galaxy. Mit The Artful Escape, Outer Wilds und Co. werden Indie-Fans ihren Spaß haben. Und zum krönenden Abschluss gibt es dann schließlich noch Ubisoft+ obendrauf, inklusive Assassin's Creed oder Watch Dogs.

Für zusätzliche Abwechslung sorgen regelmäßige Aktualisierungen der Bibliothek, je eine gegen Anfang und eine gegen Mitte des Monats. Die Anzahl der Zu- und Abgänge variiert dabei jedes Mal.

Red Dead Redemption 2 ist genau wie sein Vorgänger nur für drei Monate in PS Plus enthalten. Danach fliegt das Western-Epos wieder aus der Bibliothek.
Red Dead Redemption 2 ist genau wie sein Vorgänger nur für drei Monate in PS Plus enthalten. Danach fliegt das Western-Epos wieder aus der Bibliothek.
Bild: PC Games Hardware

Bei den über PS Plus Premium verfügbaren Klassikern sieht es dagegen etwas mager aus: Für PS1, PS2 und PSP stehen aktuell gerade mal 37 Spiele zur Verfügung. Dazu gehören zwar echte Retro-Perlen wie Ape Escape oder Syphon Filter. Aber was ist zum Beispiel mit Tomb Raider, Silent Hill oder Metal Gear.

Hier wäre gefühlt noch mehr drin gewesen. Etwas besser fällt die Ausbeute an PS3-Titeln aus: Hier stehen immerhin 243 Spiele zu Buche. Unter die mischen sich mit Castlevania: Lords of Shadow HD, der Devil May Cry HD Collection, Fallout 3 und Resident Evil 4 HD auch einige echte Highlights.

Den Rest der angepriesenen 300 Classics füllen allerdings diverse Neuauflagen für die PS4 auf: Last of Us Remastered zum Beispiel oder die Nathan Drake Collection. Das fühlt sich schon so ein wenig gemogelt an. Denn wirklich Retro sind die ja nicht. Vielmehr entsteht der fade Beigeschmack, Sony würde hier sein Angebot künstlich aufblähen – noch dazu mit First-Party-Titeln der vergangenen Konsolengeneration, die doch eigentlich im Umfang von PS Plus Extra enthalten seien sollten.

Testversionen

Zu guter Letzt werfen wir noch einen Blick auf die zeitlich begrenzten Testversionen. Die könnt ihr auf eure Festplatte ziehen und dann für eine gewisse Zeit spielen.

Neben OlliOlli World stehen noch 14 weitere Testversionen zur Auswahl, die ihr für ein bis fünf Stunden anzocken könnt.
Neben OlliOlli World stehen noch 14 weitere Testversionen zur Auswahl, die ihr für ein bis fünf Stunden anzocken könnt.
Bild: PC Games

Wie lange genau, das hängt auch vom gewählten Titel ab. Während riesige Open-World-Rollenspiele wie Cyberpunk 2077 oder Horizon Forbidden West euch ganze fünf Stunden reinschnuppern lassen, müsst ihr bei WWE 2K22 schon nach zwei Stunden die Vollversion kaufen, um weiterzumachen. In OlliOlli World fällt sogar schon nach 60 Minuten die Bezahlschranke.

Immerhin, alle gespeicherte Spieldaten aus dem Testzeitraum werden beim Kauf des Spiels übertragen. Selbiges gilt für die Trophäen. Das ist ziemlich praktisch. Nur über die Preisgestaltung der insgesamt 15 Testversionen kann man streiten. Wer Tiny Tina's Wonderland oder den Landwirtschaftssimulator 22 nach dem Probespielen fix in seine Bibliothek packen möchte, muss dafür den Vollpreis hinlegen. Das regelt der Xbox Game Pass deutlich angenehmer, da bekommt ihr beim Kauf eines enthaltenen Titels 20 Prozent Rabatt.

Grafik und Performance der Classics

So, genug gelabert, jetzt mal Butter bei die Fische: Wie spielen sich die Titel der PS-Plus-Collection denn nun, besonders die Klassiker? Die Antwort: eigentlich so wie damals, nur eben hübscher. Die meisten PS1-Games kommen mit einer höheren Auflösung daher. Auf der PS5 laufen sie in 1440p, die PS4 rechnet auf 1080p runter. Ausnahmen sind Titel wie Oddworld: Abe's Oddysee, die komplett auf 2D-Sprites basieren, die sich nicht so einfach überarbeiten ließen. Optisch sieht das alles grundsätzlich ganz schick aus, das Upscaling sorgt hier und da aber für ein komisches Flackern.

Noch etwas ärgerlicher wird es bei der Bildrate. Sony setzt beim europäischen PS Plus vermehrt auf PAL-Versionen. Die kommen dann zwar mit passender Synchro daher, allerdings auch nur mit einer Bildwiederholrate von 50 Hz. Die Klassiker laufen also nur mit 25 statt 30 Frames pro Sekunde. Das lässt die Bewegungen auf dem Bildschirm nicht nur etwas unrund wirken, die Titel spielen sich auch merklich langsamer als ihre NTSC-Pendants. Ein Problem, das es bereits bei der Playstation-Classic-Konsole gab und damals schon frustrierte.

In Sachen Grafik-Einstellungen bieten PS1-Spiele drei verschiedene Filter: Da wäre natürlich der Standard-Modus, dann noch Retro-klassisch, das dem Bild Scanlines eines alten Röhrenfernsehers verpasst, und schließlich noch Modern, mit dem die Optik noch einmal etwas kontrastreicher wirkt.

Außerdem lässt sich das Bildverhältnis anpassen. Zur Auswahl stehen die Original-Auflösung, 16:9, 1:1, viereckige Pixel und Zoom. Wobei die letzten drei Optionen das Bild auf seltsame Weise strecken und stauchen. Wir raten eher zu den ersten beiden Menüpunkten.

Apropos Menü: Für einige Klassiker gibt es ein neues User-Interface, das Features wie eine Rückspul- oder eine Quick-Save-Option bietet. Auch Trophäen wurden nachträglich in einige Spiele hineingepatcht. Ihr könnt jetzt etwa auch eine Platin-Auszeichnung in Syphon Filter erspielen.

PS1-Klassiker wie Syphon Filter haben eine technische Überarbeitung spendiert bekommen.
PS1-Klassiker wie Syphon Filter haben eine technische Überarbeitung spendiert bekommen.
Bild: Sony

In die PS2-Spiele wurde leider etwas weniger Arbeit gesteckt. Hier bekommt ihr einfach die emulierten Versionen vorgesetzt, die sich bereits seit 2016 im PlayStation Store kaufen lassen. Die laufen dank Up-Rendering in 1080p, ansonsten gab es aber leider keine Überarbeitungen. Noch düsterer sieht's bei den PS3-Spielen aus. Die werden ausschließlich via Cloud gestreamt, Grafik- oder Performance-Updates standen damit komplett außer Frage. Es bleibt also bei 720p. Ein weiterer Wermutstropfen: PS3-Spiele unterstützen auch keine DLCs.

Das mag bei Motorstorm nicht allzu schlimm sein, schließlich entgehen euch dadurch nur ein paar zusätzliche Strecken und Fahrzeuge. Bei Asura's Wrath sieht die Sache dann aber schon wieder ganz anders aus: Ohne die Erweiterungen fehlen euch hier essenzielle Teile der Story, etwa die «Untold Chapters», die einige Kapitel des Originalspiels sinnvoll miteinander verbinden, oder das «Real Ending», das Publisher Capcom erst zwei Monate nach dem physischen Release nachreichte.

Konsolen-Streaming

Aber kommen wir doch mal zum Streaming selbst. Hier kommt die gleiche Technik zum Einsatz, wie auch schon bei PS Now. Ihr werdet also remote mit einer Playstation 3 beziehungsweise Playstation 4 verbunden, auf der dann euer Spiel läuft und deren Bild auf euren Fernseher projiziert wird.

Entsprechend müsst ihr beim Start jeder Sitzung erst einmal bis zu 30 Sekunden warten, bis diese vorbereitet wurde. Wenn ihr zu lange untätig seid, werdet ihr aus der Session gekickt, um auf dem Server «Platz für andere Spieler zu machen». Das ist ziemlich ärgerlich, denn danach müsst ihr den Titel neu starten und ab dem letzten automatischen Speicherstand weitermachen. So eine Art «Quick Resume» wie auf der Xbox Series gibt es nicht.

Neu ist dagegen, dass ihr euch bei der Bildqualität für eine von zwei Optionen entscheiden könnt: Ihr spielt zwar immer mit 30 FPS, jetzt aber in wahlweise 720p und 1080p. Sofern das eure Internetverbindung mitmacht. Sony empfiehlt generell eine Geschwindigkeit von mindestens 5 Mbit/s, für das bestmögliche Erlebnis sogar 15 Mbit/s.

PS3-Spiele können nur gestreamt werden, daher unterstützen sie auch keine DLCs. Das ist bei Asura's Wrath durchaus problematisch.
PS3-Spiele können nur gestreamt werden, daher unterstützen sie auch keine DLCs. Das ist bei Asura's Wrath durchaus problematisch.
Bild: PC Games

Wenn ihr nicht sicher seid, ob eure Konsole das tatsächlich leistet, sorgt ein integrierter Speedtest für Klarheit: Einmal draufklicken und ihr bekommt kurze Zeit später die Info, ob's zum Streamen reicht oder nicht.

Wir raten in dem Kontext übrigens definitiv dazu, eure Konsole per LAN-Kabel mit dem Internet zu verbinden. Das beschert euch ein deutlich stabileres Spielerlebnis als via WLAN. So lassen sich auch anspruchsvolle Open-World-Abenteuer wie Marvel's Spider-Man in ihrer ganzen Pracht genießen. Zumindest meistens.

Denn auch unter eigentlich optimalen Bedingungen seid ihr nicht vor Komplikationen gefeit: Selbst in unserem Redaktionsnetzwerk mit dem mindestens Vier- bis Fünffachen der geforderten Bandbreite kam es immer wieder zu unschönen Kompressionsartefakten und Problemen mit der Auflösung. Manchmal ruckelte das Bild oder fror komplett ein. Auch ein spürbarer Input-Lag ist uns aufgefallen. Das nervt natürlich besonders bei Multiplayer-Shootern, in denen schnelle Reflexe überlebenswichtig sind. Mit dem Streamen von Online-Matches scheint die PS-Plus-Architektur generell noch recht überfordert zu sein.

In aller Fairness: Ein kompletter Verbindungsabbruch ist uns während unserer Testphase nicht untergekommen. Wir würden aber trotzdem raten: Genießt Sonys Gaming-Angebot lieber über die Festplatte statt über die Cloud. Spielstände, die ihr online angefangen habt, lassen sich schließlich ohne große Probleme auf die Konsole transferieren und da weiterspielen.

PC-Streaming

Alternativ lassen sich Save Games auch von der Konsole in die Cloud hochladen und dann via Streaming auch auf dem PC fortsetzen. Hier gelten natürlich dieselben Anforderungen an eure Netzwerkverbindung wie auf der Playstation. Außerdem muss euer Rechner noch gewisse Hardware-Anforderungen mitbringen.

Achtung, Verbindungsprobleme. Das rote Ausrufezeichen am rechten Bildschirmrand verfolgte uns während des Tests fast durchgehend.
Achtung, Verbindungsprobleme. Das rote Ausrufezeichen am rechten Bildschirmrand verfolgte uns während des Tests fast durchgehend.
Bild: PC Games

Sony empfiehlt mindestens einen i3-Prozessor mit 2 GHz und 2 GB Arbeitsspeicher. Und natürlich braucht's noch einen kompatiblen Controller. Offiziell rät Sony natürlich zur Nutzung eines Dualshock oder Dualsense. Eingabegeräte von Drittherstellern sind aber auch problemlos nutzbar. Sogar ein Xbox-Gamepad haben wir zum Laufen bekommen, solange ingame kein Touchpad erfordert wurde. Eine Steuerung via Maus und Tastatur ist leider nicht möglich, außer im Menü.

Ach ja, das Menü. Das ist in der PS-Plus-App für den PC noch einmal unübersichtlicher. Es gibt weder Filter noch eine Suchfunktion, sondern nur Listen verschiedener Genres und Anfangsbuchstaben, die ihr dann ewig durchscrollen müsst, um den gewünschten Titel zu finden.

Habt ihr das endlich geschafft, ergibt sich ein verwandtes Bild wie auf der Konsole: ein über weite Strecken zumindest solides Streaming-Erlebnis, das leider immer wieder mit technischem Schluckauf zu kämpfen hat. Mal pixelt das Bild auf, mal gibt es Anzeigefehler, mal stockt das komplette Spiel.

Vorläufiges Fazit

Am Ende bleibt so einer eher ernüchterndes Bild von PS Plus Premium. Dafür, dass ihr hier 120 Euro jährlich bezahlt, also doppelt so viel wie für den Essential-Tarif, bekommt ihr einfach zu wenig Gegenwert geboten: Die Klassiker-Bibliothek gleicht eher einem Flickenteppich als einer liebevollen Retro-Sammlung.

Das Streaming funktioniert nicht wirklich einwandfrei. Und die Testversionen sind zwar nett, aber kein echter Gamechanger. Hier muss Sony auf jeden Fall noch mal Hand anlegen, damit das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Das Urteil zu PS Plus Extra fällt da deutlich wohlwollender aus. Gerade für Gelegenheitsspieler gibt es hier die Möglichkeit, eine große Menge an Blockbustern für einen relativ kleinen Aufpreis nachzuholen. Ob sich die Mitgliedschaft aber auch danach noch lohnt, kommt stark darauf an, wie regelmäßig Sony den Service mit neuen spannenden Inhalten erweitert.

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