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Valve stellt Steam Machine, Steam Controller und Steam Frame vor
von Philipp Rüegg

Microsoft lässt die Katze aus dem Sack und kündigt die nächste Xbox-Generation an. Dabei bestätigt das Unternehmen ein brisantes Gerücht.
Die neue Xbox-Chefin Asha Sharma hat vor zwei Wochen die Leitung von Microsofts Gaming-Sparte von ihrem Vorgänger Phil Spencer übernommen. Nun sorgt sie mit einer Ankündigung auf X für Aufsehen. In dem Post kündigt Sharma die neue Xbox-Generation an.
Intern wird die neue Xbox als «Project Helix» gehandelt. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass dies der finale Name wird – auch frühere Projektnamen wie «Project Scorpio» (Xbox One X) oder «Project Scarlett» (Xbox Series X/S) wurden später verworfen.

Brancheninsider berichten schon seit Monaten, dass Microsoft eine offene Xbox plane, auf der auch Steam-Games laufen. Sharma bestätigt die Gerüchte, auch wenn sie Steam nicht explizit erwähnt. Sie schreibt: «Project Helix soll bei der Leistung neue Massstäbe setzen und sowohl Xbox- als auch PC-Spiele unterstützen.»
Der Wechsel vom geschlossenen Konsolensystem zum offenen, leistungsstarken PC-Hybrid dürfte vor allem eines bedeuten: Die neue Xbox wird teuer. Um mit aktuellen High-End-PCs mithalten zu können, muss Microsoft ordentliche Hardware verbauen. Auch die aktuelle Lage mit exorbitanten Speicher- und RAM-Preisen zeichnet ein düsteres Bild. Gut möglich, dass sich das Redmonder Unternehmen mit der neuen Generation bewusst vom Konsolen-Massenmarkt verabschiedet und ein kleineres Premium-Segment ansteuert.
Aus Microsofts Perspektive stellt sich zudem die Frage, wie das Unternehmen mit dieser neuen Strategie Geld in die Xbox-Kassen spülen wird. Das traditionelle Konsolen-Businessmodell beruht auf einem geschlossenen Ökosystem. Der Plattformbetreiber verdient an jeder Transaktion mit, die in seinem Store getätigt wird. Mit einer offenen Xbox fliesst das Geld jedoch auch in fremde Stores, von denen Microsoft nicht profitiert.
Mit der Ankündigung von «Project Helix» bestätigt Microsoft einen Trend, der sich seit geraumer Zeit abzeichnet. PC-Gaming findet nicht mehr ausschliesslich am Schreibtisch, sondern auch im Wohnzimmer statt.
Vergangenes Jahr kündigte Valve die Steam Machine an – einen konsolenähnlichen Mini-PC, der perfekt ins Wohnzimmer passt. Damit verschwimmen die Grenzen der beiden zuvor klar getrennten Geschäftsbereiche – Konsolen- und PC-Gaming – immer mehr.
Vor diesem Hintergrund ergibt auch Sonys PC-Rückzug Sinn. Der Konzern will Singleplayer-Games wie «Ghost of Yotei» oder «Saros» nicht mehr auf Steam und im Epic Games Store veröffentlichen.
Dass solche prestigeträchtigen Playstation-Games künftig auch auf Xbox- oder Steam-Maschinen im Wohnzimmer laufen könnten, war Sony wohl zu viel.
Sharma kündigt in ihrem Post an, dass sie an der Game Developers Conference in San Francisco nächste Woche dabei sein wird. Dort wolle sie mit vielen Partnern und Studios über Microsofts Vision für Next-Gen-Hardware reden. Mit offiziellen Neuigkeiten zu «Project Helix» solltest du jedoch vorerst nicht rechnen.
Des Weiteren bestätigt Sharma, dass sie weiterhin an die «Rückkehr der Xbox» glaube. Eine Präzisierung dieses Mantras, das sie schon bei ihrer Amtseinführung ausgesprochen hat, fehlt jedoch weiterhin. Kommen Exklusivspiele zurück? Will Microsoft mit der neuen Xbox endlich wieder was reissen und Playstation angreifen?
Phil hat in einem Beitrag Microsofts Vergangenheit mit der Xbox aufgerollt und verrät dir, wohin der Weg für den angeschlagenen Gaming-Giganten gehen könnte:
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