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Saugroboter versprühen Duft und weichen Flecken ein
von Lorenz Keller

Mit den Modellen Saros 20, Qrevo Curv 2 Flow und Saros 20 Sonic zeigt Roborock, wie unterschiedlich modernes Wischen sein kann. Mopps, Rolle oder vibrierende Platte – je nach Haushalt mit Vor- und Nachteilen.
An der Techmesse CES in Las Vegas hat Roborock drei neue Saugroboter vorgestellt. Nun gibt es neue Details zu den Modellen, einschliesslich Marktstart in Europa und der Schweiz.
Der chinesische Hersteller bietet gleich drei unterschiedliche Moppsysteme in den drei Modellen an. Der Saros 20 kommt mit zwei klassischen, runden Mopps, die in der Basisstation gewaschen werden. Der Vorteil: Ein Mopp kann zur Seite ausgefahren werden, um Ecken und Kanten besser zu reinigen. Zudem ist der Roboter selbst kompakter gebaut. Der Saros 20 ist knapp unter acht Zentimetern hoch – die Konkurrenz mit Wischrolle misst ein bis zwei Zentimeter mehr. Je nach Möbeln kann dieser Unterschied entscheidend sein.
Roborock hat zudem das Klettersystem verbessert. Das neue Modell überwindet nun einzelne Schwellen bis zu 4,5 Zentimetern und Doppelabsätze bis zu 8,5 Zentimetern, beim Vorgänger waren es drei plus einen Zentimeter. Roborock setzt dafür auf ein neues System, das den Roboter mit kleinen Zusatzbeinchen über das Hindernis schiebt. Diese helfen auch dabei, dass er sich nicht festfährt.

Das Gehäuse kann damit auch angehoben werden, um Teppiche zu saugen. Gleichzeitig wird die Bürste nach unten gedrückt, direkt auf den textilen Untergrund. So sollen bis zu drei Zentimeter hohe Teppiche gut gereinigt werden. Die Saugstärke gibt Roborock mit 35 000 Pascal an.
Der Hersteller hat ausserdem die Basisstation überarbeitet. Die Mopps und die Station selbst werden mit 100 Grad heissem Wasser gereinigt, die Mopps danach mit 55 Grad warmer Luft getrocknet. Auch der Staubbeutel kann mit Luft getrocknet werden.
Der Roboter versorgt die Mopps während der Reinigung mit warmem Wasser. Werden sie nicht benötigt, etwa beim Saugen der Teppiche, können sie in der Basisstation abgelegt werden.
Der Saros 20 kommt voraussichtlich noch im ersten Quartal 2026 zu uns in den Shop, die Preise sind noch unbekannt.
Erstmals setzt nun auch Roborock auf eine Rolle, um den Boden feucht zu wischen. Wie bei Dreame, Ecovacs und Co. wird diese im Roboter mit frischem Wasser versorgt, und das Schmutzwasser wird direkt abgezogen und in einem Abwassertank gesammelt. Fährt der Putzhelfer über Teppiche, wird die feuchte Rolle um 1,5 Zentimeter angehoben und automatisch abgedeckt.
Mit 27 Zentimetern ist die Rolle recht breit. Sie kann für Ecken und Kanten zur Seite ausgefahren werden und soll laut Hersteller mit bis zu 15 Newton Druck den Boden reinigen. Das ist deutlich mehr als die 6 Newton beim Vorgängermodell mit den runden Mopps.

Die Saugstärke von 20 000 Pascal ist deutlich geringer als beim Saros 20. Daran ist auch die unterschiedliche Positionierung zu erkennen: Der Qrevo Curv 2 Flow ist primär für Hartböden ausgelegt, der Saros 20 für Haushalte mit Teppich.
Die Basistation hat wie bei den anderen Curv-Modellen eine abgerundete Form. Sie bietet eine Heisswasserreinigung mit 75 Grad, danach wird die Mopprolle mit 55 Grad warmer Luft getrocknet.
Was ebenfalls fehlt im Vergleich zum Saros 20: Der Curv kann nicht klettern, und er setzt auf ein älteres, potenziell weniger genaues Navigationssystem.
Der Qrevo Curv 2 Flow kommt voraussichtlich noch im ersten Quartal 2026 zu uns in den Shop, die Preise sind noch unbekannt.
Das dritte Modell erinnert von der Ausstattung her an den Saros 20, statt zwei sich drehende Mopps hat er aber eine grosse vibrierende Platte, um den Boden feucht zu wischen. Erstaunlich ist, dass Roborock weiterhin auf diese Technik setzt, obwohl sie in vielen Tests deutlich schlechter abgeschnitten hat als Mopps oder Textilrollen.

Warum? Das wird auch bei der genauen Durchsicht des Pressematerials nicht ganz klar. Vielleicht, weil der Sonic Eigenschaften kombiniert, die mit anderen Systemen nicht möglich sind. So ist der Roboter wie der Saros 20 nur knapp acht Zentimeter hoch, die Platte kann aber doch mit hohem Druck reinigen. 14 Newton sind fast so viel wie bei der Rolle – und deutlich mehr als bei den Mopps
Die Platte mit textiler Bespannung vibriert 4000-mal pro Minute. Und sie kann neu zur Seite ausgefahren werden, um Ränder und Kanten zu reinigen.
Die Saugkraft ist mit 35 000 Pascal so hoch wie beim normalen Saros 20. Und auch die Kletterfähigkeiten mit 4,5 bis 8,5 Zentimetern, das Teppich-Reinigungssystem und das Dock mit 100 Grad Heisswasser-Reinigung sind identisch.
Der Saros 20 Sonic kommt voraussichtlich Anfang zweites Quartal 2026 zu uns in den Shop, die Preise sind noch unbekannt.
Gadgets sind meine Passion – egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Oder natürlich auch fürs grosse Hobby neben der Familie, nämlich fürs Angeln.
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