
News & Trends
Kompaktes, ultrastabiles Smartphone hat 4-Zoll-Screen und Actioncam
von Lorenz Keller

Der Trend bei den Rugged Phones geht in die Extreme. Auf dem Mobile World Congress sind ganz grosse Outdoor-Phones zu sehen, aber auch ganz kleine.
Die grossen Hersteller lassen komplett die Finger von Rugged Phones. Zynisch könnte ich fast schon vermuten, dass sie von zersplitterten Screens und eingedrückten Kameras profitieren. Oder sie verkaufen einfach gerne zusätzliche Schutzhüllen.
Das ist die Chance für die kleinen Hersteller, Outdoor-Handys auf den Markt zu bringen, die nicht gleich kaputt gehen, wenn sie mal aus der Hand rutschen und auf Beton prallen. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona sind bei den Rugged Phones zwei neue Trends zu sehen. Einige Hersteller bauen ganz grosse, andere ganz kleine Modelle.
Das Kingkong Mini 4 erinnert weniger an den Riesenaffen als an die Panzerung von Iron Man. In der Hand fühlt sich das Smartphone ein bisschen an wie ein Stein: kompakt, aber doch massiv. Das Gerät wiegt immerhin 190 Gramm, ist aber nur 6,1 Zentimeter breit und 12,9 Zentimeter hoch. Bei der Dicke messe ich fast 1,7 Zentimeter, also so viel wie zwei normale Smartphones übereinander.

Dank der Dicke passt immerhin ein 4700 mAh grosser Akku ins Gerät. Der Screen ist 4,7 Zoll gross und hat eine maximale Bildwiederholrate von 90 Hertz. Die Hauptkamera löst mit 48 Megapixeln aus, der Hersteller hat 8 GB Arbeitsspeicher und 256 GB Speicher (erweiterbar) eingebaut. Der Prozessor ist ein Unisoc T7255 – der kam schon 2019 auf den Markt. Dass nur Android 15 installiert ist und es wohl kaum viele Updates geben wird, ist ein weiterer Downer.
Dafür ist das Gerät wirklich stabil: Es erfüllt die Normen IP68, IP69K und MIL-STD-810H. Der Hersteller steht dafür ein, dass es bis fünf Meter unter Wasser und nach dem Abspritzen mit einem Hochdruckreiniger funktioniert, Stürze bis zwei Meter überlebt und auch vor Sand und Staub geschützt ist. SIM-Tray und USB-Anschluss sind zusätzlich abgedeckt.
Der Preis für das Cubot Kingkong Mini 4 liegt bei rund 200 Euro oder Schweizer Franken. Wann genau es in die Schweiz kommt, ist noch unklar. Wir haben den Brand auf jeden Fall im Sortiment.
Der Hersteller hat das Mini-Phone bereits kurz vor der Messe angekündigt. Inzwischen ist auch klar, dass der Vorverkauf ab dem 10. März via Kickstarter beginnt und einen Monat später endet. Danach werden die Geräte ausgeliefert und das Smartphone kommt in den regulären Verkauf.
Alle Detailinfos findest du hier:
Auf dem MWC konnte ich das Gerät kurz in die Hand nehmen. Trotz des Camouflage-Designs wirkt das M116 Pro solide und gar nicht mal so extrem. Vor allem die orange Version ist weniger grell und auffällig als gedacht. Das Smartphone mit dem 4-Zoll-Screen ist sehr handlich, leider hat es ziemlich dicke Ränder um den Bildschirm.

Die Kamera mit den zwei Sensoren (50 und 48 Megapixel) wirkte auf den ersten Blick sehr solide. Vor allem die Weitwinkel-Linse, die einen Actioncam-Look verspricht, macht gute Aufnahmen, soweit ich das direkt an der Messe beurteilen konnte.
Preis und Marktstart sind noch offen. Hier findest du alle Fossibot-Modelle im Sortiment..
Doogee hat in Barcelona den Nachfolger des V Max Pro am Start – der heisst ganz einfach V Max 2 Pro. Im Zentrum steht wieder der gewaltige Akku. 22 000 mAh sind in diesem Smartphone verbaut. Also sozusagen ein Handy und eine Powerbank in einem.
Als Besonderheit hat das Gerät ein POC-Intercom eingebaut. «Push-to-Talk over Cellular» (POC) bedeutet, dass du über das Mobilfunknetz quasi funken kannst. Also auf Knopfdruck sprechen, der andere hört sofort die Nachricht und kann wieder auf Knopfdruck antworten. Wie das bei traditionellen Walkie-Talkies per Funk möglich ist.

Viele Details hat der Hersteller noch nicht verraten. Der Prozessor ist ein MediaTek Dimensity 8400. Und auf der Messe konnte ich sehen, dass das V Max 2 Pro mehrere RGB-LEDs mit starker Leuchtkraft eingebaut hat, die über eine App in allen Details gesteuert werden können. So kann das Handy als Taschenlampe genutzt werden.
Details zum Preis und Marktstart sind noch offen. Hier findest du alle Doogee-Modelle im Sortiment.
Für die Apokalypse würde ich mir ein Oukitel WP63 besorgen. Das Smartphone hat eine 20 000 mAh grosse Batterie eingebaut. Ein USB-C-Kabel, um andere Geräte zu laden, ist ebenfalls direkt integriert. Dazu kommt ein Lautsprecher und ein helles Camping-Licht auf der Rückseite.
Die Besonderheit ist aber, dass das Oukitel WP63 Feuer machen kann. Richtig gelesen: Oben lässt sich eine kleine Spule ähnlich wie ein SIM-Karten-Tray aufklappen. Die Spule erhitzt sich auf Knopfdruck so stark, dass damit eine Zigarette, aber eben auch ein Stück Papier oder ein trockener Holzspan entzündet werden kann. Das funktioniert so ähnlich wie der Zigarettenanzünder früher im Auto.

Das 6,7-Zoll-Gerät ist gemäss den Standards IP69 und MIL-STD-810H geschützt, also beispielsweise gegen das Abspritzen mit einem Hochdruckreiniger. Gemäss Hersteller soll es einen Sturz aus rund 30 Metern Höhe überstehen. Das ist nicht unrealistisch, wie ich im Test eines anderen Rugged Phones gemerkt habe.
Der Preis des Oukitel WP63 liegt bei rund 350 Franken. In einigen Ländern startet der Verkauf ab Mai, in Europa und der Schweiz ist der Zeitpunkt noch unklar. Hier findest du alle Oukitel-Modelle im Sortiment.
Gadgets sind meine Passion – egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Oder natürlich auch fürs grosse Hobby neben der Familie, nämlich fürs Angeln.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
Alle anzeigen