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Samsung First Look: Wenn Samsung mit Apple Geschäfte macht

An einer halbgeheimen Pressekonferenz im Vorfeld der CES 2019 in Las Vegas hat Samsung angekündigt, Apple TV und iTunes auf ihren Fernsehern zu unterstützen. Dazu: Micro LED soll im Haushalt Einzug halten.

Um Samsung ranken sich im Vorfeld der CES in Las Vegas Gerüchte. Das faltbare Smartphone soll kommen. Oder das Samsung Galaxy S10. Eine halbgeheime Pressekonferenz am Tag vor dem offiziellen Medientag soll erste Einblicke in die Arbeit des südkoreanischen Technologiekonzerns bieten. Irgendwo in den Eingeweiden des Aria Hotel and Resort – einem jener gigantischen Gebäude, das Gäste eigentlich nie zu verlassen brauchen, wenn sie einmal drin sind – hat Samsung eingeladen. Auf der Gästeliste: Stephanie Tresch und Dominik Bärlocher, Medium: digitec.ch. Und etwa 1000 weitere Journalisten aus aller Welt. Denn der Invite Only Event ist halt nur so halb geheim.

Statt Smartphones werden Bildschirmtechnologien gezeigt.

Fünf Minuten vor Beginn des Events legen die Journalisten die Handys zur Seite und scharfen sich vor der Bühne. Dann betritt Jonghee Han, President of the Visual Display Business bei Samsung, die Bühne.

Die Frage nach dem nächsten Touch Screen

Han beginnt die Pressekonferenz mit Fragen. Was ist die nächste Revolution im Bildschirm-Business? Was kommt nach dem Touch Screen? Wie können Fernsehgeräte sich in ein modernes, interaktives Leben einbetten? Natürlich hat der radebrechende Mann mit sanfter aber bestimmter Stimme Antworten.

Er redet nicht lange um den heissen Brei. Er ist überzeugt davon, dass die Samsung-Fernseher die beste Bildqualität liefern, die derzeit auf dem Markt ist. Mit einem Grinsen spricht er von The Wall, dem 146-Zoll-Fernsehmonster, das im vergangenen Jahr mit Micro-LED-Panels für Aufsehen gesorgt hat. Jetzt erhält das Ding ein massives Upgrade.

Neu werden die Micro-LED-Panels mit einer Bilddiagonale von bis zu 75 Zoll ausgeliefert. Die Journalisten applaudieren, obwohl auf der Bühne nur ein Fernseher steht. Denn die Bildqualität ist doch beeindruckend, selbst im schummrigen Licht und den blauen Scheinwerfern des Aria-Sitzungsraums, der in der Schweiz locker als Turnhalle durchgehen würde.

Ein Micro-LED-Panel im Detail

Warum ist das jetzt so spektakulär? Ist ja nur ein 75-Zöller, denkst du dir? Die Micro-LED-Bildschirme können kombiniert werden. So bricht die Technologie mit dem gewohnten Formfaktor des Fernsehers oder der Display-Technologie, denn ein Micro-LED-Fernseher besteht aus frei kombinierbaren Panels, die das Bild unter sich selbst aushandeln. Dazu kann die Auflösung so natürlich beliebig vergrössert werden. Bis zu 10K soll mit The Wall möglich sein. Selbst wenn die Footage, die du auf dem Bildschirm abspielen willst, nicht auf 10K gefilmt wurde – denn was wird schon auf 10K gefilmt? – so spielt hier dasselbe AI Upscaling mit, das schon beim 8K-Fernseher verbaut ist.

Han hat zehn Minuten gesprochen und verabschiedet sich. Nett. So kurze Pressekonferenzen schätzen wir ungemein. Sein Kollege Andrew Savoy, Vice President of Visuals at Samsung US, betritt die Bühne.

Die neue Freiheit

Wo The Wall bisher wohl nur für Business-Kunden interessant war, will Samsung Micro-LED-Technologie ins Heimkino bringen. Denn die Panels sind nicht nur randlos, sondern leben laut dem Mann auf der Bühne länger als alle anderen Technolgien auf dem Markt.

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Mit dem variablen Formfaktor und all dem anderen soll der Fernseher einen neuen Stellenwert im Haushalt haben. Denn ab Frühjahr 2019 soll auf den Fernsehern des südkoreanischen Herstellers, der auf seine eigene Android-Distro Tizen setzt, Apple TV und Airplay sowie iTunes unterstützt werden.

In dieses System wird «The New Bixby» eingebettet. Bixby ist der Sprachassistent Samsungs, der in der Schweiz nach wie vor recht unnütz ist da zu wenig lokalisiert und nur Englisch, aber mit diesen Integrationen immer interessanter wird.

Auch Savoy ist nach zehn Minuten fertig. Der Vorhang hinter ihm fällt, die Hands-on Area ist offen.

Alle Artikel zur CES 2019 findest du hier.

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Dominik Bärlocher, Zürich

  • Senior Editor
Journalist. Autor. Hacker. Ich bin Geschichtenerzähler und suche Grenzen, Geheimnisse und Tabus. Ich dokumentiere die Welt, schwarz auf weiss. Nicht, weil ich kann, sondern weil ich nicht anders kann.

8 Kommentare

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User hoschitom

Tizen ist keine Android Distro! Es ist ein auf Linux basierendes mobiles Betriebssystem.

07.01.2019
User justthink

Titel: "Wenn Samsung mit Apple Geschäfte macht". Die News über Zusammenarbeit mit Apple wird in einem kleinen Nebensatz ganz am Ende erwähnt. Wieso dann den Titel so wählen wenn es im ganzen Artikel eigentlich überhaupt nicht um das geht? Ein Schuft wer da vermutet, der Titel wäre bewusst gewählt. Die ewige Samsung-vs-Apple-vs-the-rest-of-the-world Leier steht ja bei Lesern von Digitec deutlich höher im Kurs als irgendwelche technischen Neuerungen, wenn man sich in vielen Artikeln die Kommentare anschaut.

07.01.2019
User Anonymous

click-bait, wundert mich auch gar nicht bei diesem Author.

07.01.2019
User justthink

Noch besser: der eine kleine Nebensatz über Apple enthält gleich 3 Fehler: Tizen ist nicht Android, es wird nicht nur Airplay sondern viel wichtiger Airplay 2 unterstützt und ich weiss nicht was der Autor mit Unterstützung von Apple TV meint, der wird doch auch jetzt schon unterstützt!? Ein eingebauter Apple TV wäre mir jetzt neu und ist NICHT was Samsung angekündigt hat.

07.01.2019
Antworten
User mspedd

So does this mean you can view films from iTunes without having to buy any Apple products ? That would be a step forward. It would be even better if there was an iTunes app for Apple Firetv and Roku.

07.01.2019
User justthink

Yes, it will. Although technically you bought (or rented) the film from Apple ;)

07.01.2019
User mspedd

Better paying for content than the Apple tax for hardware.

07.01.2019
Antworten
User duri03041980

Übriegens kommen LG und Sony auch mit iTunes und Apple Tv bei den neuen Modellen. Ob die 2018 Modelle über ein Firmware-Updates mit diesen Funktionen ausgestattet werden, weiss man noch nicht.

08.01.2019