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Sennheiser
News & Trends

Sennheiser bringt mit dem BTA1-TV-Transmitter endlich Auracast ins Wohnzimmer

Martin Jud
22.1.2026

Auracast war bisher vor allem auf Empfängerseite präsent. Mit dem RS‑275‑Bundle bringt Sennheiser nun einen Bluetooth‑Sender ins Wohnzimmer, der TV‑Ton als Broadcast an beliebig viele kompatible Geräte verteilt – und auch einzeln erhältlich ist.

Auracast geistert seit drei Jahren durch die Branche. Ein Standard, der verspricht, Bluetooth aus seiner engen Eins‑zu‑eins‑Welt zu befreien und in etwas zu verwandeln, das eher an ein kleines Radiostudio erinnert: ein Gerät sendet, viele hören zu. Die Idee war da, die Spezifikation war da, nur die passende Hardware für zuhause fehlte. Sennheiser schiebt nun ein solches Stück Technik nach und verpackt es in ein TV‑Bundle namens RS 275. Darin steckt ein neuer Kopfhörer, aber vor allem ein Transmitter, der das kann, was Fernseher und Soundbars bis heute kaum beherrschen: Auracast senden, nicht nur empfangen.

Ein Sender, viele Zuhörer: Sennheisers BTA1 verteilt TV‑Ton per Auracast – hier im Bundle mit dem HDR 275.
Ein Sender, viele Zuhörer: Sennheisers BTA1 verteilt TV‑Ton per Auracast – hier im Bundle mit dem HDR 275.
Quelle: Sennheiser

Das Set richtet sich an alle, die den TV‑Ton kabellos und ohne Kompromisse hören wollen. Der Kopfhörer bietet eine Laufzeit von bis zu fünfzig Stunden und lässt sich über die App konfigurieren. Doch die eigentliche Geschichte erzählt der kleine schwarze Kasten daneben. Der BTA1 macht aus nahezu jeder gängigen Audio‑Quelle einen Auracast‑Sender. Wer bereits Kopfhörer, Ohrhörer oder Hörgeräte besitzt, die den Standard unterstützen, kann direkt einsteigen.

Der Transmitter, der Bluetooth wie ein Radiosender behandelt

Der BTA1 deckt als Consumer‑Transmitter eine Funktion ab, die bisher im Markt praktisch nicht existierte. Er nimmt den Ton über HDMI‑ARC entgegen, alternativ über einen kombinierten optischen Eingang, der auch mit 3,5‑mm‑Klinke funktioniert. Damit lassen sich die meisten Quellen anschliessen. Der Sender wandelt das Signal in LC3 um, den Codec von Bluetooth LE Audio, der effizienter arbeitet als ältere Bluetooth‑Codecs und auch Surround‑Informationen transportieren kann. Wer also 5.1‑Ton aus Netflix, Disney+ oder einer Konsole empfängt, kann diesen als Auracast‑Broadcast weitergeben. Auf Empfängerseite entsteht daraus je nach Gerät eine virtuelle Surround‑Wiedergabe.

Der BTA1‑Transmitter wandelt Ton in LC3 und sendet ihn als Auracast‑Broadcast an beliebig viele Geräte.
Der BTA1‑Transmitter wandelt Ton in LC3 und sendet ihn als Auracast‑Broadcast an beliebig viele Geräte.
Quelle: Sennheiser

Auracast selbst funktioniert wie ein offener Funkkanal. Geräte in der Nähe sehen den Broadcast, können ihn auswählen und hören sofort mit. Eine feste Obergrenze an Geräten gibt es nicht, weil der Sender nicht mit jedem Empfänger einzeln kommuniziert, sondern ein Signal in den Raum stellt. Wie viele Geräte gleichzeitig zuhören können, hängt eher von der Umgebung und der Sendeleistung ab als vom Transmitter selbst. Für ein Wohnzimmer oder einen kleinen Raum ist die Grenze praktisch irrelevant.

Es gibt einen optischen Eingang, der auch mit 3,5-mm-Klinke funktioniert sowie HDMI-ARC.
Es gibt einen optischen Eingang, der auch mit 3,5-mm-Klinke funktioniert sowie HDMI-ARC.
Quelle: Sennheiser

Wer den Stream privat halten möchte, kann ihn in der App mit einem Passwort schützen. Das ist sinnvoll, wenn die Nachbarn näher wohnen als einem lieb ist. Über die App lässt sich ausserdem die Lippensynchronität anpassen, was bei Bluetooth‑Audio traditionell ein heikles Thema ist. Der BTA1 bietet dafür eine Verzögerungskompensation, die den Ton an das Bild anpasst. Auch die Eingänge lassen sich dort wechseln, falls mehrere Geräte angeschlossen sind. Wer lieber Knöpfe drückt, findet diese direkt auf dem Transmitter.

Ein Bundle, das mehr kann als TV‑Ton

Der HDR 275 ist die Ergänzung zum Sender. Er bringt grosse Tasten für Lautstärke und Steuerung mit und soll laut Sennheiser für lange Sessions ausgelegt sein. Die App bietet Hörprofile, Balance‑Anpassung, Transparenzmodus und weitere Personalisierungsfunktionen. Der Akku ist für lange Laufzeiten spezifiziert und lässt sich später austauschen. Dasselbe gilt für die Polster. Zum Bundle gehört ausserdem ein Kopfhörerständer aus Metall.

Auch ein Ständer ist dabei.
Auch ein Ständer ist dabei.
Quelle: Sennheiser

Der Kopfhörer verbindet sich auch direkt mit Smartphones, Tablets oder Laptops, falls man den Transmitter nicht nutzen möchte. Auracast‑Empfang ist integriert, klassisches Bluetooth ebenfalls. Damit lässt sich der Hörer auch ausserhalb des Wohnzimmers einsetzen.

Das Bundle im Überblick.
Das Bundle im Überblick.
Quelle: Sennheiser

Warum Auracast jetzt relevant wird

Bluetooth LE Audio ist seit Jahren Teil der Spezifikation, doch viele Funktionen sind optional. Ein Gerät kann LE Audio unterstützen, ohne LC3 zu nutzen. Es kann LC3 nutzen, ohne Auracast zu senden. Und es kann Auracast empfangen, ohne selbst Broadcasts zu erzeugen. Diese Fragmentierung hat den Start verzögert. Fernseher von Samsung und LG unterstützen Auracast inzwischen teilweise, Kopfhörer von Sennheiser, Sony und anderen ebenfalls. Doch ein universeller Sender für zuhause fehlte. Ob ein Gerät Auracast unterstützt, zeigen Hersteller in der Regel über ein Auracast‑Logo und einen entsprechenden Hinweis in den Spezifikationen.

Der BTA1‑Transmitter lässt sich auch alleine nutzen.
Der BTA1‑Transmitter lässt sich auch alleine nutzen.
Quelle: Sennheiser

Der BTA1 schliesst diese Lücke. Er macht Auracast unabhängig vom TV‑Modell und bringt den Standard dorthin, wo er am meisten Sinn ergibt: ins Wohnzimmer, wo mehrere Personen gleichzeitig hören wollen oder wo man spätabends niemanden wecken möchte. Dass der Sender auch einzeln erhältlich ist, dürfte viele freuen, die bereits kompatible Geräte besitzen.

Preis und Verfügbarkeit

Das RS 275 TV‑Kopfhörer‑Bundle soll ab dem 3. Februar 2026 zu einer UVP von 249,90 Euro beziehungsweise 239,90 Franken vorbestellbar sein und am 17. Februar 2026 erscheinen. Der BTA1 TV‑Transmitter wird zusätzlich einzeln angeboten und kostet 129,90 Euro respektive 124,90 Franken. Ob und wann der HDR 275‑Kopfhörer später auch separat erhältlich sein wird, hat Sennheiser noch nicht kommuniziert.

Titelbild: Sennheiser

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Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.


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