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Ubuntu
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So sieht der KI-Plan von Ubuntu aus

Jan Johannsen
29.4.2026

KI wird zu Ubuntu kommen. Allerdings nicht als Hype, sondern als Werkzeug, das den Menschen helfen soll.

Anders als bei Windows oder macOS ist KI für Linux noch kein großes Thema. Zumindest werden die Nutzerinnen nicht ungefragt mit massenhaft KI-Tools überschüttet. Aber auch Linux-Distributionen wie Ubuntu werden KI integrieren – allerdings weniger aufgeregt als die großen Konzerne.

Indirekte und direkte KI-Funktionen für Ubuntu

Jon Seager, Leiter der Software-Entwicklung bei Canonical, der Firma hinter Ubuntu, wurde wohl schon oft gefragt, ob seine Linux-Distribution KI integrieren wird oder nicht. Die Antwort gibt er ausführlich in einem Beitrag im Ubuntu-Forum. Dabei setzt er den Rahmen für KI bei Ubuntu und nennt nur wenige konkrete Funktionen, hat aber einige Ideen, was am Ende für Nutzerinnen und Nutzer wirklich sinnvoll ist. KI sei kein Selbstzweck, es gehe darum, herauszufinden, wo sie wirklich helfen kann.

Aus der Perspektive der Linux-User ist wichtig, dass KI in den nächsten Jahren auf zwei Arten Einzug bei Ubuntu halten wird: Seager unterteilt in indirekte und direkte KI-Funktionen.

Indirekte KI-Funktionen verbessern, was das Betriebssystem bereits macht. Als Beispiel nennt er Verbesserungen an der Sprach- oder Texterkennung. Für Seager sind das keine wirklichen KI-Tools, sondern wichtige Grundfunktionen, die Large Language Models (LLM) von KIs dramatisch verbessern.

Direkte KI-Tools werden als neue Funktionen vorgestellt und Nutzerinnen und Nutzer müssen sie selbst aktivieren. Hier denkt Seager vor allem an «agentische» Werkzeuge, die Text oder Code erstellen, Probleme im System beheben können oder Aufgaben automatisieren. Ihm schwebt vor, dass Admins leichter die Ursache von Problemen auf den von ihnen verwalteten Geräten finden können oder man im Privaten seinem Rechner sagen kann, er solle das Problem mit der WLAN-Verbindung beheben.

KI nicht als Selbstzweck

Seager benennt auch einige Herausforderungen, die KI unter Linux mit sich bringt. Es beginnt damit, dass die LLMs unter Ubuntu nicht ressourcenhungrig sein sollen, da die Distribution auf vielen Geräten laufen soll. Zudem müssen sich die LLMs in das Lizenzmodell von Linux integrieren lassen und generell zu den Werten hinter der Idee von Open-Source-Software passen.

Bei Canonical sieht er KI als Hilfsmittel für Menschen und nicht als deren Ersatz. In der Firma wollen sie die KI-Kompetenz erhöhen, wobei er nicht darauf achtet, welcher Anteil an Code mit LLMs erstellt wird oder wie viele Tokens jemand verbraucht. Und trotzdem werden KI-Tools ein wichtiger Bestandteil der Software-Entwicklung sein.

AI is not going to take software engineering jobs at Canonical, but other software engineers who are highly competent with AI tools certainly could.
Jon Seager, VP Engineering von Canonical

Jon Seager erklärt weiter, dass es trotzdem wichtig sei, KI-Tools zu verstehen und mit ihnen zu arbeiten. Man dürfe nicht blind dem vertrauen, was die Maschinen ausgeben. Man müsse verstehen, wo KI wirkungsvoll und wo sie nutzlos ist.

Titelbild: Ubuntu

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Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus. 


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