

Solarpanel von Einhell im Test: Lohnt sich das Falt-Modul für Camping und Garten?
Liefert mir das 40-Watt-Solarpanel von Einhell in Kombination mit Powerstation und Akku verlässlich mobilen Strom, auch wenn sich mal eine Wolke vor die Sonne schiebt? Ich habe das klapp- und tragbare Solarmodul getestet.
Mit Freunden an den See, ein Wochenende mit der Familie im Zelt, einfach mal raus aus der Zivilisation – eine der besten Sachen im Sommer. So romantisch aber der Gedanke an ein Leben weit weg von jeder Steckdose auch sein mag, ein bisschen mobiler Strom macht es in der Natur dann doch erheblich entspannter. Einhell bietet mit dem faltbaren 40-Watt-Solarpanel genau diese Art von Insellösung. Ich habe es einige Wochen getestet.
Das Ergebnis: eine solide, kompakte Lösung, die ausreichend Grund- und Notstrom liefert, wenn kein Netzanschluss vorhanden ist.
Unkompliziert und schnell
Das Handling des Solarmoduls ist einfach: Das Panel hat einen Magnetverschluss und ausklappbare Standfüße. Aufklappen, aufstellen und fertig. Ich muss nichts schrauben oder kompliziert auf- oder umbauen, das gefällt mir. Am Panel ist eine stabile Reißverschlusstasche verbaut, in der ich die nötigen Kabel verstauen kann. Zusammengefaltet ist das Modul mit ca. 45 x 9 x 49 Zentimetern recht flach und wiegt 2,3 Kilogramm. Damit passt es leicht in den Kofferraum oder unter den Autositz. Alternativ kann ich es am Tragegriff bis zum Seeufer schleppen, ohne mich zu verausgaben.

Für den Test habe ich mir zusätzlich zum Solarmodul noch die TE-ES 18/150/1 Li-C Powerstation und passende Power-X-Change-Akkus von Einhell besorgt. Dadurch kann ich den Strom auch, wenn mal eine Wolke vorbeizieht oder es schon längst dunkel ist, verlässlich nutzen.
Leistung bei Sonne und Wolken trotz Blütenstaub
Da es auf dem Panel selbst keine Anzeige für die aktuell gelieferte Leistung gibt, habe ich ein Messgerät zwischen Panel und Station geschaltet.

Denn bei den nicht immer sonnigen Hamburger Wetterverhältnissen interessiert mich am meisten, wie zuverlässig das Panel die versprochene Leistung tatsächlich liefert. Ich werde schnell positiv überrascht: Bei direkter Sonne zeigt mein Messgerät am USB-C-Anschluss ziemlich stabil bei 28,5 bis 29,5 Watt, egal ob das Panel flach auf dem Boden, leicht angewinkelt oder fast aufrecht auf dem Rasen steht. Es bleibt übrigens auch bei böigem Wind stabil auf der Wiese stehen.

Sobald Wolken durchziehen, geht die Leistung erwartungsgemäß zurück. Das Panel liefert dann noch rund 19 Watt, am Abend mit schwacher Sonne nur noch drei bis vier Watt. In meine Testphase fiel auch die Zeit im Jahr, in der sich jeden Tag aufs Neue eine dicke Schicht Blütenstaub über alles legt. Zu meinem Erstaunen haben weder der Blütenstaub noch anderer Staub und Schmutz im Garten und beim Campen die Leistung messbar gedrosselt. Das liegt vermutlich daran, dass das 40-Watt-Panel bei leichten Einbußen durch Schmutz immer noch genug Puffer bietet, um das 30-Watt-Limit des USB-C-Anschlusses voll zu bedienen.
Mit einem feuchten Lappen lässt sich das Panel außerdem schnell wieder reinigen. Das ist dank IPX4-Schutz kein Problem: Die Angabe bedeutet, dass das Panel gegen Spritzwasser aus allen Richtungen geschützt ist – Tau, leichter Regen oder Sprühwasser beim Gießen können ihm nichts anhaben.
Was taugt die Kombi mit Akku-Energiestation und Power-X-Change-Akku?
Mit dem Panel allein kann ich über USB-C (bis 30 Watt) oder USB-A (bis 18 Watt) direkt Geräte laden. Dank der Powerstation TE-ES 18/150/1 Li-C und den Power-X-Change-Akkus habe ich weitere Anschlüsse und eine Möglichkeit, den Strom zu speichern.
Die Station bietet eine klassische 230-V-Schutzkontaktsteckdose (bis 150 Watt), einen 12-V-Anschluss (bis 120 Watt, zum Beispiel für Kühlboxen), einen USB-A-Ausgang und zwei getrennte USB-C-Ports: einen USB-C-PD-Eingang zum Laden des internen Akkus – etwa über das Solarpanel – und einen separaten USB-C-PD-Ausgang mit bis zu 60 Watt für angeschlossene Endgeräte. Außerdem hat die Powerstation ein integriertes, dimmbares LED-Licht, das vor allem beim Campen sehr praktisch ist.

Mein Setup war also: Panel → USB-C-Kabel (mit Messgerät) → Energiestation → Einhell-Akku.
Den 4-Ah-Akku voll zu laden hat bei voller Sonne rund drei Stunden gedauert. In der Regel war das Wetter aber wechselhafter, sodass es meist einen halben bis ganzen Tag brauchte, bis der Akku ganz voll war.
Kabelfrei und unabhängig
Das System hat genau das erfüllt, was ich mir erwartet habe. Beim Campen konnte ich mich inklusive Familie und Freunde ausreichend mit Strom versorgen. Campinglampen, Handyakkus, elektrische Luftpumpe und Co. waren durchgehend einsatzbereit. Damit das unkompliziert geht, nutze ich im Wechsel zwei Akkus: Während ein voller Akku über einen separaten USB-Aufsteckadapter unsere Geräte lädt, steckt der leere Akku in der Powerstation und wird vom Solarpanel in der Sonne wieder aufgetankt.
Auch bei einem gemütlichen Grillabend im Garten war die mobile Powerstation praktisch. Und bei so mancher Gartenarbeit, für die ich kabelgebundene Geräte nutze, konnte ich mir den Verlängerungskabelsalat sparen.
Preis-Leistung: Wo ordnet sich Einhell ein?
Das Solarpanel liegt preislich im soliden Mittelfeld. Einhell liefert eine saubere Verarbeitung, ein schlaues Magnet-Faltkonzept, eine hochwertige integrierte Tasche und alle nötigen Kabel gleich mit. Gerade wer bereits im Power-X-Change-Ökosystem unterwegs ist, bekommt hier also eine sinnvolle Ergänzung.
Fazit
Mobil und praktisch – Solarstrom für Garten und Outdoor
Pro
- konstante Leistung bei wolkenfreiem Himmel
- kratz- und wasserfestes Gehäuse
- kompakt und gut zu tragen
- schneller, unkomplizierter Aufbau
Contra
- keine Leistungsanzeige am Panel
- USB-C-Ausgang auf 30 Watt begrenzt (volle 40 Watt über XT60 nutzbar)
Wissenschaftsredakteurin und Biologin. Ich liebe Tiere und bin fasziniert von Pflanzen, ihren Fähigkeiten und allem, was man daraus und damit machen kann. Deswegen ist mein liebster Ort immer draußen – irgendwo in der Natur, gerne in meinem wilden Garten.
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