Sony zeigt, wie viel Power in der PS5 steckt
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Sony zeigt, wie viel Power in der PS5 steckt

Philipp Rüegg
Philipp Rüegg
Zürich, am 18.03.2020
Nachdem Microsoft mehrfach vorgelegt hat, verrät auch Sony ein paar Informationen zur PS5. Wie die Konsole oder der Controller aussieht, gehört leider nicht dazu.

Die Präsentation war für Normalsterbliche zweifellos schwer verdaubar. Nicht, weil es derart spannende News gab, sondern weil sie extrem technisch war. Sonys Livestream am Mittwochabend war ursprünglich für die Entwicklermesse GDC gedacht. Weil die wegen des Coronavirus abgesagt wurde, erhielten Sony-Fans nun auf diese Weise das Vergnügen. Wer sich durch den Stream kämpfte, wurde aber mit spannenden Infos belohnt.

Die Hardware ist der von Microsofts Xbox Series X sehr ähnlich. Sony setzt, wie bereits bekannt, auf AMD beim Prozessor und der Grafikkarte. Der Ryzen mit acht Kernen taktet mit 3.5 GHz etwas langsamer als der der Xbox mit 3.8 GHz. Der Grafikchip weist ebenfalls die Bezeichnung RDNA 2 auf, mit 36 CU (die Xbox hat 52) und einer Taktfrequenz von bis zu 2.23 GHz (die Xbox hat 1.825 GHz). Das entspricht einer theoretischen Leistung von 10.3 TFLOPS gegenüber 12 TFLOPS der Xbox Series X. Einen klaren Leistungssieger lässt sich aus diesen Daten nicht küren.

Auch zur SSD hat sich Systemarchitekt Marc Cerny im Livestream geäussert. Es wird ein 825 GB grosses PCIe-4.0-Modell sein. Der Speicher lässt sich über einen NVMe-Slot erweitern. Die SSD ist mit 5.5 GB/s 100 mal schneller als die HDD in der PS4. Die SSD sei das von Entwicklern am meisten geforderte Feature gewesen, erklärte Cerny. Ladebildschirme oder aufgesetzte Animationen zum Kaschieren von Ladezeiten soll es nicht mehr geben.

Die PS5 wird zudem mit 16 GB GDDR6 RAM ausgestattet, der bis zu 448 GB/s erreicht. Im Vergleich dazu besitzt die neue Xbox 10 GB RAM mit 560 GB/s und 6 mit 336 GB/s. Ein UHD-Laufwerk ist vorhanden, die reine digitale Zukunft blüht uns also noch nicht. Auch die 8K-Unterstützung wurde erwähnt, ebenso wie Raytracing.

Das Kühlsystem wurde verbessert, so dass der Lüfter nicht mehr das Spiel übertönt, wie das beispielsweise bei «God of War» der Fall ist. Apropos «God of War»: Sony versprach Abwärtskompatibilität zur PS4. Allerdings werden zum Launch nur die 100 bekanntesten Titel spielbar sein.

Damit werden HRTF-Profile erstellt.
Damit werden HRTF-Profile erstellt.

Zum Schluss ging Cerny noch auf das neue 3D-Audio ein. Dafür hat Sony einen eigenen Chip entwickelt. Er nennt sich Tempest 3D Audio Tech und soll deutlich mehr Formate unterstützen als die PS4. Ein Vorteil gegenüber Dolby Atmos sei, dass du kein kompatibles Gerät benötigst. Für die perfekte Emulation von Surround Sound setzt Sony auf HRTF (Head-related Transfer Function), das die Ohren ausmisst. Es soll anfangs fünf verschiedene solcher Profile geben, welche die meisten Ohrformen abdecken. Cerny witzelte, dass man später vielleicht ein Foto seiner Ohren einschicken könne, damit Sony ein individuelles Profil erstellt.

Zum Releasetermin oder wie die Konsole aussieht, gab es leider keine Informationen.

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Philipp Rüegg
Philipp Rüegg
Senior Editor, Zürich
Als Game- und Gadget-Verrückter fühl ich mich bei digitec und Galaxus wie im Schlaraffenland – nur leider ist nichts umsonst. Wenn ich nicht gerade à la Tim Taylor an meinem PC rumschraube, oder in meinem Podcast über Games quatsche, schwinge ich mich gerne auf meinen vollgefederten Drahtesel und such mir ein paar schöne Trails. Mein kulturelles Bedürfnis stille ich mit Gerstensaft und tiefsinnigen Unterhaltungen beim Besuch der meist frustrierenden Spiele des FC Winterthur.

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