
Steam Next Fest wird von KI-Slop geflutet – User fordern Filter
Am Steam Next Fest kannst du dich durch unzählige Game-Demos zocken. Der aktuelle Event wird jedoch von einer Flut von KI‑Spielen überschattet. Nutzerinnen und Nutzer fordern einen Filter.
Dreimal im Jahr findet auf Steam das Next Fest statt. Studios stellen dort Gratis-Demos für existierende und unveröffentlichte Games zur Verfügung. Seit dem 19. Oktober läuft der Herbstevent. Normalerweise ist es ein Paradies für Millionen neugieriger Spielerinnen und Spieler sowie eine Fundgrube für Geheimtipps und die nächsten Indie-Sensationen. Stattdessen wird das aktuelle Next Fest von KI-Slop geflutet. Billige Games, die mit wenig Zeit und Geld sowie mithilfe von Claude, ChatGPT und Co. produziert wurden.

Auf Social Media und Plattformen wie Reddit und Co. machen Steam-Userinnen und User ihrem Unmut Luft. Die lauteste Forderung: ein KI-Filter. Damit könntest du mit KI erstellte Games genau wie andere Genres oder Themen, die dir nicht zusagen, ausblenden.
Entwicklerinnen und Entwickler müssen bereits jetzt auf Steam angeben, ob und wie sie KI einsetzen. Es gibt zwar regelmässig Fälle, in denen nachträglich herauskommt, dass KI ohne entsprechende Deklaration benutzt wurde. Es ist trotzdem mehr, als beispielsweise der Epic Game Store zu bieten hat. Dort wird in Sachen KI All-In gegangen.
Dass Studios und Publisher den Einsatz von KI lieber verheimlichen, ist naheliegend. Einer Studie von Game Oracle zufolge, erhalten Games mit generativer KI auf Steam 53 Prozent weniger Bewertungen, was einen direkten Einfluss auf den Verkauf hat.

Für den Browser gibt es bereits eine Lösung. Mit der Open-Source-Erweiterung «AI warning for Steam» kannst du dir bei Chrome und Firefox KI-erstellte Games einfach ausblenden lassen. Leider funktioniert der Filter nicht für die Übersichtsansicht im Next Fest. Erst, wenn du auf ein Spiel klickst, erscheint das Pop-up mit der Warnung. Immerhin sind die Steam-Next-Fest-Hitlisten noch grösstenteils frei von KI-Slop. Dort fungiert das Interesse der Userinnen und User schon jetzt als wirksamer Filter.
Als Kind durfte ich keine Konsolen haben. Erst mit dem 486er-Familien-PC eröffnete sich mir die magische Welt der Games. Entsprechend stark überkompensiere ich heute. Nur der Mangel an Zeit und Geld hält mich davon ab, jedes Spiel auszuprobieren, das es gibt und mein Regal mit seltenen Retro-Konsolen zu schmücken.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
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