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Hintergrund

World Humanoid Robot Games: 666 Teams, Feuer, Rekorde – und ungebremste Unterhaltung

Martin Jud
1.9.2026

Die World Humanoid Robot Games 2026 in Peking waren vergangene Woche eine Mischung aus Sportfest und Materialschlacht. 666 Roboter-Teams nahmen nicht nur teil, sie gingen auch in Feuer auf und holten nebenbei ein paar Weltrekorde.

Vergangene Woche gingen die zweiten World Humanoid Robot Games in Peking zu Ende. Fünf Tage lang kämpften 2056 Roboter aus 666 Teams und 16 Ländern um Medaillen – ausgetragen wurden 51 Disziplinen und über 1300 Wettkämpfe. Das Programm war eine kuriose Mischung: 100-Meter-Sprint, Fussball und Gewichtheben standen ebenso auf dem Plan wie Haushaltsaufgaben – Bettenmachen, Paketauslieferung, Bohnen mit einer Pinzette sortieren. Austragungsort war die National Speed Skating Oval, die Eisschnelllauf-Halle der Olympischen Winterspiele 2022.

Er kommt ganz gut hoch.
Er kommt ganz gut hoch.
Quelle: World Humanoid Robot Games

Bereits im Vorjahr gab es einen 100-Meter-Sprint. Damals waren die Roboter gerade mal so schnell wie Hobbysportler. Dieses Jahr wurden menschliche Rekorde pulverisiert. Wenn die Entwicklung so weitergeht, haben wir bald mehr Zeit für Kunst, Kultur und Wissenschaft – sollten die blechernen Freunde unsere Arbeit übernehmen. Oder sie brennen vorher ab.

Pannen und Spektakel

Das Spektakel war gigantisch, und das nicht nur sportlich. Ein Roboter verlor beim Sprint ein Bein, ein anderer prallte gegen eine Matte und fing Feuer. Beim Gewichtheben kippten verschiedene Bots um, und Roboter-Cheerleader stolperten durch ihre Choreografien. Wer auf perfekte Abläufe gehofft hatte, wurde eines Besseren belehrt – aber wer will schon perfekte Roboter, wenn man auch brennende haben kann?

Rekorde, die verblüffen

Und dann waren da noch die Rekorde. Im Vorlauf der 100 Meter lief ein Roboter des Teams Tianzhuo in 9,39 Sekunden über die Linie – schneller als Usain Bolt in seiner Glanzzeit. Im Finale steigerte sich Tiangong Ultra auf 8,64 Sekunden. Das ist nicht mehr menschlich – das ist eine andere Liga. Im Standhochsprung erreichte ein Bot 2,88 Meter, während der menschliche Weltrekord bei 2,45 Metern liegt.

Die Chinesen dominierten das Feld – die überwältigende Mehrheit der 666 Teams kam aus dem Gastgeberland.

Ein Sieg für die Menschen?

Die Spiele waren eine teuflische Materialschlacht. Roboter gingen in Flammen auf, Beine brachen ab, und der Zuschauer fragte sich, wer hier eigentlich die Kontrolle hat. Ein Highlight war der Fussball-Wettbewerb. Das deutsche Team B-Human, eine Kooperation der Universität Bremen und des DFKI, gewann sowohl die RoboCup-Asia-Pacific-Meisterschaft als auch den WHRG-Fussballwettbewerb. Die Ergebnisse waren eindrucksvoll – ein 24‑0 im Halbfinale und ein 13‑3 im Finale.

Die Spiele zeigten, wie weit die Technik gekommen ist – und wie weit sie noch gehen muss. Die Roboter waren schnell, aber nicht zuverlässig. Sie brachen Rekorde, aber auch auseinander. Sie liefen schneller als Menschen, aber sie konnten nicht richtig bremsen. Die Industrie wird daraus lernen – und die Zuschauer hoffentlich auch künftig ihren Spass haben.

Titelbild: Youtube-Screenshot

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Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.


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Interessantes aus der Welt der Produkte, Blicke hinter die Kulissen von Herstellern und Portraits von interessanten Menschen.

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