Zwei Einhörner klingen besser als erwartet

Zwei Einhörner klingen besser als erwartet

Livia Gamper
Livia Gamper
Zürich, am 04.07.2018
Bilder: Dominik Bärlocher

Ein Einhorn kommt selten allein. Beim Retrak Unicorn Kopfhörer kriegst du zwei. Und Musik auf die Ohren. Ich habe den Plüsch-Kopfhörer ausprobiert und kann sagen: Der Sound übertrifft meine Erwartungen.

Zum ersten mal habe ich den Einhorn-Kopfhörer bei Stéphanie Quintana, Category Management Assistant auf dem Tisch gesehen. Die Kopfhörer sind weiss, pink und aus Plüsch. Sogar eine Frisur hat das Einhorn; die Häärli sind pink und flauschig. Die beiden Hörner schillern je nach Lichteinfall in allen Regenbogenfarben. Die kleinen, glänzenden Knopfäuglein mit den blauen Wimpern gucken Dominik Bärlocher und mich beim Vorbeigehen an. Es ist Liebe auf den ersten Blick.

Wir bleiben stehen und wollen den Kopfhörer haben. Denn Einhörner sind toll, und noch toller sind sie, wenn du sie dir auf den Kopf setzen, und damit Musik hören kannst. Aber wie tönen die Plüsch-Teile? Kann man die auch zum Musikhören brauchen oder sind sie nur zum Anschauen wie Glitzer, Regenbögen und rosa Zuckerwatte?

Wir wollen es wissen. Dominik und ich probieren den Kopfhörer aus. Und wir sind beide erstaunt: Der Sound ist erschreckend gut, gemessen daran, dass er aus dem Hinterkopf eines Einhorns kommt.

Stéphanie leiht mir den Kopfhörer für einen Test aus. Denn für Dominik und mich ist klar: Der Kopfhörer hat einen Testbericht verdient. Nicht nur, weil er die Form eines Einhorns hat, sondern auch, weil er was kann. Vor allem für diesen niedrigen Preis.

Alles flauschig. Auch die Musik

Eigentlich ist der Kopfhörer der Marke Retrak für Kinder. Aber er hat die Form von zwei Einhörnern. Und Einhörner sind so fabelhaft, dass auch Erwachsene wieder Kinder sein wollen.

Wie eingangs schon kurz erwähnt, ist der Sound wirklich nicht schlecht. Ich bin vor allem von der Klarheit überrascht, mit der der Plüsch-Hörer meine Musik wiedergibt. Ich hatte erwartet, dass Musik aus einem so günstigen Plüsch-Kopfhörer gar nicht gut tönen kann. Da lag ich falsch. Auch Bass haben die Plüsch-Hörer. Zwar nicht übertrieben viel, aber er ist da. Dadurch, dass der Kopfhörer so weich ist, sitzt er auch gut.

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Unterwegs mit dem Einhorn

Der pinke Kopfbügel ist aus Plastik, durch den Plüschüberzug sitzt er aber angenehm weich auf meinem Kopf. Und der Bügel ist verstellbar. So passt er auf kleine Kinderköpfe und auf die der erwachsenen, die Einhörner lieben. Den eigentlichen Kopfhörer im innern der Einhornköpfe spürst du nicht. Der Kopfhörer ist gänzlich fluffig und weich und mit nur 120 Gramm ist er auch schön leicht.

Da der Kopfhörer für Kinder gedacht ist, geht die Lautstärke nicht über 85 Dezibel hinaus. Das ist für Kinder die empfohlene maximale Lautstärke von HNO- und Kinderärzten. Zum Vergleich: 85 Dezibel sind etwa so laut wie ein normaler Rasenmäher. Beim Musikhören ist mir das laut genug. Ich höre zwar gerne (zu) laut Musik. Beim Einhorn-Kopfhörer stört’s mich aber nicht, dass mir für einmal nicht die Ohren wackeln. Die Limitierung verhindert auch klirrende oder sich überschlagenden Höhen.

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Das Einhorn will noch hoch hinaus

Machen einfach Freude

Im Büro sind die Einhorn-Kopfhörer der Renner. Alle wollen sie ausprobieren. Und alle sind überrascht, dass der Sound gar nicht so schlecht ist.

Später gehen Dominik und ich mit den Kopfhörern raus um ein paar Fotos für diesen Artikel zu schiessen. Wir fallen auf: Dominik mit Kamera und seinem riesigen Objektiv, ich mit den Einhörnern auf den Ohren. Leute auf der Strasse grinsen uns an. Wir grinsen zurück.

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Mit der richtigen Musik wird David Lee mit jedem Kopfhörer glücklich

Die Einhorn-Teile sorgen für gute Laune. Dominik gibt mir Anweisungen für die Fotos, die ich mal besser, mal schlechter höre. So leise ist die Musik aus den Einhörnern dann doch nicht. Für Kinderohren ist die Limitierung aber gut und wichtig. Die Einhörner verursachen keine Hörschäden sondern Fluffigkeit, Sternenstaub und Freude.

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Den Männern stehen Einhörner. Im Bild: Kevin Hofer

Kabelsalat: gibt's im Einhorn-Land nicht

Die Musik der Einhorn-Kopfhörer wird durch einen 3,5-mm-Klinkenstecker übertragen. Bluetooth haben sie nicht. Aber es gibt keinen Kabelsalat und kleine Kinder können sich auch nicht wegen des Kabels verletzen. Denn es ist einziehbar. Eines der beiden Einhörner hat eine kleine Kabelrolle integriert, so dass sich das Kabel auf der gewünschten Länge arretieren lässt (maximal ein Meter). Ich mag das. Denn so hast du kein überflüssiges Kabel und wenn du die Kopfhörer versorgst, hat das Kabel gar nicht erst die Chance, sich irgendwie zu verknoten. Du musst beim Einziehen nur aufpassen, dass du nicht zu stark ziehst. Falls es ganz blöd kommt, würde dir die Klinke ins Gesicht schlagen.

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Einhorn gut, alles gut

Verhedderte Kabel sind ein echtes Problem. Schön, dass es sie hier gar nicht geben kann. Laut Retrak verbringen wir im Schnitt dreieinhalb Tage unseres Lebens mit dem Entwirren von Kabeln. Das passiert dir mit den fluffig wundervollen Einhorn-Kopfhörern sicher nicht.

Sie sind zwar nicht so laut und der Sound kann mit keinem hochwertigen Kopfhörer mithalten. Aber hey, du hast zwei Einhörner am Kopf. Auch wenn es den Einhorn-Hype schon lange gibt: Die Einhorn-Kopfhörer sind was Besonderes. Schade muss ich den flauschigen Regenbogen-Glitzer-Kopfhörer Stéphanie wieder zurückbringen.

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Livia Gamper
Livia Gamper

Junior Editor, Zürich

Experimentieren und Neues entdecken gehört zu meinen Leidenschaften. Manchmal läuft dabei etwas nicht wie es soll und im schlimmsten Fall geht etwas kaputt. Ansonsten bin ich seriensüchtig und kann deshalb nicht mehr auf Netflix verzichten. Im Sommer findet man mich aber draussen an der Sonne – am See oder an einem Musikfestival.

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