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Alles, was du zum «GTA 6»-Leak wissen musst

Zum zweiten Mal leakt «GTA 6»-Videomaterial im Internet. Der aktuelle Fall ist wesentlich bedeutender als derjenige vor vier Jahren. Während Publisher Take Two mit DMCA-Anträgen den oder die Leaker mit aller Härte aufspüren will, veröffentlicht dieser weiterhin neue Videos.

Am 18. August veröffentlichte eine unbekannte Quelle unter dem Pseudonym «Cyberleek» Videomaterial zu «GTA 6». Es zeigt verschiedene Szenen mit den beiden Protagonisten Lucia Caminos und Jason Duval, die «GTA 6»-typische Sachen machen. Eigenen Angaben zufolge verfügt Cyberleak über eine spielbare Version, allerdings wohl nicht das komplette Spiel, wie zwischenzeitlich behauptet wurde. Auch wenn es immer schwieriger wird, echtes Gameplay von KI-Clips zu unterscheiden, ist bei der Länge und dem Detailgrad der Videos davon auszugehen, dass es echt ist. Sonst würde Publisher Take Two wohl auch nicht derart rigoros gegen den oder die Leaker vorgehen.

Gerichtlich gegen Discord, Microsoft, Google und X

Der Mutterkonzern hinter dem Entwicklerstudio Rockstar ergreift nun juristische Massnahmen. Wie die Seite Torrentfreak berichtet, hat Take Two beim US-Bundesgericht vier DMCA-Anträge gegen Discord, Microsoft, X und Google eingereicht. Besonders weit greift der Antrag gegen Discord: Die Kommunikations-Plattform soll die Daten aller Accounts herausgeben, die seit dem 1. Juni mit drei bestimmten Discord-Servern kommuniziert haben. Das würde auch Personen betreffen, die nichts mit dem Leak zu tun haben. Von Microsoft, X und Google fordert Take Two unter anderem Windows-Gerätekennungen, IP-Adressen, Telefonnummern, verknüpfte Google- und Xbox-Konten sowie Onedrive-Inhalte, berichtet Tom’s Hardware.

Laut Torrentfreak hat das Gericht die nötigen Dokumente für die Massnahmen unterzeichnet, Nutzerdaten seien bisher aber noch nicht ermittelt worden.

Manifest und Memecoins

Bereits vor vier Jahren kam es zu einem massiven «GTA 6»-Leak. Eine Gruppe unter dem Namen «Lapsus$», zu deren Zielen auch Uber und Nvidia gehörten, veröffentlichte über 90 Videos. Eine der Hauptverantwortlichen war ein damals 18‑jähriger Brite. Er wurde 2023 wegen psychischer Probleme und hoher Rückfallwahrscheinlichkeit für eine unbestimmte Zeit zwangsweise hospitalisiert.

Während der Leak 2022 Szenen aus einer frühen Entwicklerversion zeigte, entsprechen die aktuellen Gameplay-Videos eher der fertigen Version. Das dürfte Entwickler Rockstar und Publisher Take Two besonders ärgern, da der Launch so kurz bevorsteht. Nicht nur das, am kommenden Donnerstag läuft der grosse offizielle Deepdive auf Netflix. Dort werden die ersten offiziellen Gameplay-Szenen erwartet. Dieser Event wird von den aktuellen Ereignissen überschattet.

Die digitale Vorbesteller-Version ist den Leakern ein Dorn im Auge.
Die digitale Vorbesteller-Version ist den Leakern ein Dorn im Auge.
Quelle: Rockstar

Cyberleak begründet die Leaks als Reaktion auf Rockstars Entscheidung, «GTA 6» ohne physische Disc zu verkaufen. In einem Manifest werden drei Gebote festgehalten. Wer diese bricht, wird zum Ziel von Cyberleaks. Geächtet werden digitale Vorbestellungen, kostenpflichtige Add-ons, die nur Singleplayer-Material freischalten, und der Verlust von Singleplayer-Inhalten, wenn Server abgeschaltet werden.

Über die Cyberleaks-Website konnten User Memecoins kaufen, um das Projekt zu unterstützen und für weitere Leaks abzustimmen. Mittlerweile sind die Seite und die dazugehörigen Kanäle offline. Die Leaks haben allerdings nicht aufgehört.

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Als Kind durfte ich keine Konsolen haben. Erst mit dem 486er-Familien-PC eröffnete sich mir die magische Welt der Games. Entsprechend stark überkompensiere ich heute. Nur der Mangel an Zeit und Geld hält mich davon ab, jedes Spiel auszuprobieren, das es gibt und mein Regal mit seltenen Retro-Konsolen zu schmücken. 


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