AMD vs. Intel SoC: Microsoft Surface Laptop 4 im Doppel-Test

AMD vs. Intel SoC: Microsoft Surface Laptop 4 im Doppel-Test

Martin Jud
Zürich, am 17.05.2021

Microsofts vierte Surface-Laptop-Generation kommt entweder mit AMD- oder Intel-SoC. Ich lasse zwei gleich teure 15-Zoll-Versionen gegeneinander antreten.

Design-Anpassungen? Fehlanzeige. Das neue Surface Laptop 4 ist äußerlich gesehen eine Adaption des zwei Jahre alten dritten Wurfes. Das ist an sich nicht schlecht, es bleibt dieses schlanke Laptop im ergonomischen Gehäuse mit einem tollen Touch-Display. Allerdings dürfte dessen Rand etwas dünner sein.

Der größte Unterschied zur Vorgeneration findet sich im Innern bei der Prozessor-Wahl. AMD-SoCs waren bisher 15-Zoll-Geräten vorenthalten. Neu gibt es Ryzen auch für 13,5-Zoll-Surface-Laptops. Außerdem stehen neu bis zu 32 GB RAM zur Auswahl.

Surface Laptop 4 (15 ", AMD Ryzen 7 4980U, 16 GB, 512 GB)
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Microsoft Surface Laptop 4 (15 ", AMD Ryzen 7 4980U, 16 GB, 512 GB)
Surface Laptop 4 (15 ", Intel Core i7-1185G7, 16 GB, 512 GB)
Microsoft Surface Laptop 4 (15 ", Intel Core i7-1185G7, 16 GB, 512 GB)
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Fürs Review habe ich mir zwei schwarze 15-Zoll-Geräte zum gleichen Preis besorgt (zum Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels). Nun bin ich gespannt, wie der 4th Gen AMD Ryzen 7 4980U mit doppelt so vielen Kernen gegenüber einem 11th Gen Intel Core i7-1185G7 mit höherer Taktung und Leistungsaufnahme abschneidet.

Die Specs der beiden Testmodelle:

  • Prozessor AMD-Version (System-on-a-Chip): AMD Ryzen 7 4980U (8 Cores / 16 Threads, AMD Radeon RX Vega 8)
  • Prozessor Intel-Version (System-on-a-Chip): Intel Core i7-1185G7 (4 Cores / 8 Threads, Intel Iris Xe Grafik)
  • Arbeitsspeicher: 16 GB RAM (DDR4-4266)
  • Datenspeicher: 512 GB SSD (Samsung PM991 MZ9LQ512HALU, M.2 2230 PCIe 3.0 x4)
  • Display: 15” IPS Multi-Touch Display (PixelSense Display) mit 2496 x 1664 Pixel (Seitenverhältnis von 3:2, 201 ppi, Hochglanz, unterstützt Stifteingabe)
  • Anschlüsse: 1 x USB Typ-C (3.1 Gen 2 bei AMD, 3.2 Gen 2x2 bei Intel), 1 x USB 3.0 Typ-A, Netzanschluss (Surface-Connect-Anschluss)
  • Audio: 3,5-mm-Klinkenanschluss, Omnisonic-Lautsprecher mit Dolby Audio und zwei Fernfeld-Studiomikrofone
  • Kamera: 720p-Frontkamera (f/2.0), Windows Hello-Kamera (Gesichtserkennung)
  • WLAN, Bluetooth: Wi-Fi 6, Bluetooth 5.0
  • Akkukapazität: 47,4 Wh
  • Betriebssystem: Windows 10 Home
  • Dimensionen: 339,5 mm x 244 mm x 14,7 mm, 1542 g
  • Netzteil: 65 Watt

Design und Anschlüsse

Für mich wirken Microsofts Surface Geräte wie aus einem Guss gefertigt. Das nur 1,47 Zentimeter dünne, schwarze Gehäuse mit Magnesium-Aluminium-Legierung gefällt mir und fühlt sich gut an. Fahre ich mit der Fingerkuppe sachte darüber, kribbelt es. Warum verstehe ich nicht. Doch erwische ich mich immer wieder, wie ich während dem Arbeiten das Metall streichle. Es hat beinahe eine hypnotisierende Wirkung auf mich.

Schwarz, dünn und 1,5 Kilogramm schwer.
Schwarz, dünn und 1,5 Kilogramm schwer.

Der Deckel kann beim Surface Laptop einhändig geöffnet werden, ohne dass sich die Basis anhebt. Die ist übrigens leicht abfallend konstruiert, weshalb das Laptop ganz vorne mit geschlossenem Deckel nur ein Zentimeter dick ist. Was mir optisch nicht ganz so gut wie der Rest gefällt, ist der Displayrand mit einer Dicke von 1,1 Zentimetern.

USB-A, USB-C und 3,5-mm-Klinkenanschluss.
USB-A, USB-C und 3,5-mm-Klinkenanschluss.

Gewohnt minimalistisch ist die Anzahl Anschlüsse: Es gibt einen USB-A, einen USB-C und einen 3,5-mm-Klinkenanschluss auf der linken Seite. Geladen wird über den Surface-Connect-Anschluss, der rechts zu finden ist.

Helles Touchscreen mit guter Ausleuchtung

Das 15 Zoll große IPS-Touch-Display (hochglanz) im 3:2-Format bietet eine Auflösung von 2496 x 1664 Pixel. Es wirkt nicht nur gestochen scharf, sondern auch hell genug. Das Bild an sich wirkt kontrastreich, die Farbgebung satt, aber dennoch natürlich.

Ob meine Wahrnehmung stimmt, überprüfe ich mit dem x-rite i1Display Pro Plus. Selbstverständlich teste ich bei beiden Geräten. Die haben zwar das gleiche Panel verbaut, trotzdem ist keines wie das andere. So wie jeder Mensch andere Fingerabdrücke hat, unterscheiden sie sich bei der Ausleuchtung, der Helligkeit oder der Farbraumdarstellung.

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Die Helligkeit beträgt beim AMD-Modell im Schnitt 375 cd/m². Bei Intel sind es 382 cd/m². Das sind beides Werte, mit denen es sich überall im Schatten gut arbeiten lässt. Die größte Abweichung unter den vermessenen Zonen beträgt bei AMD 37 cd/m² (9 Prozent) und bei Intel 55 cd/m² (13 Prozent). Somit ist die Gleichförmigkeit gegeben. Das sind Unterschiede, die von bloßem Auge nur schwer registriert werden können. Mir fällt der Unterschied nur auf, wenn das komplette Display gleichfarbig ausgeleuchtet ist. Nicht aber beim Arbeiten oder Filme schauen.

Bei der Farbraumabdeckung von sRGB machen die Displays mit 97 Prozent bei AMD und 96,2 Prozent bei Intel eine gute Falle. Für die akkurate Darstellung anderer Farbräume sind sie aber nicht geeignet. Bei Adobe RGB liegen bei AMD 66,9 und 66,3 Prozent bei Intel und bei DCI P3 68,8 und 68,2 Prozent drin. Berechne ich den statischen Kontrast, liegt dieser bei knackigen 1409:1 und 1323:1.

Die Stifteingabe kann ich bei den Laptops nicht empfehlen. Zwar funktioniert der Stift tadellos, doch wippt das Display stark – auch wenn ich leicht am Tisch rüttle. Beim Schreiben oder Zeichen fehlt mir im Gegensatz zu einem Tablet oder Convertible die feste Unterlage. Touch-Eingaben mache ich jedoch gerne und rege. Der Taschenrechner lässt sich so trotz fehlendem Nummernblock gut bedienen.

Tastatur mit kleinem Hub

Die Tastatur erinnert mich an diejenige des Microsoft Surface Laptop Go. Nur dass die Tasten beim Go eine gummierte Oberfläche haben, was hier nicht der Fall ist. Außerdem kann die Laptop-4-Tastatur auch mit dreistufiger Beleuchtung genutzt werden, das fehlt beim Go. Was gleich ist, ist der Tastenhub von 1,3 Millimetern. Dazu bieten beide am Anfang des Weges einen klaren Druckpunkt und sind beim Tippen eher leise.

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Da die Basis zum vorderen Rand hin leicht abfallend konstruiert ist, ergibt sich beim Tippen automatisch eine ergonomischere Haltung. Beim Schreiben bin ich damit nicht von Beginn weg flink wie mit meiner mechanischen Tastatur am PC. Doch gewöhne ich mich nach kurzer Zeit an den minimalen Tastenweg und tippe schnell und präzise. Nur der Nummernblock fehlt mir etwas, wie bei den meisten Notebooks.

Das Trackpad misst angenehm große 11,5 x 7,7 Zentimeter und hat eine glatte Oberfläche. Damit bin ich mit dem Mauszeiger präzise und schnell unterwegs. Die integrierten Tasten gefallen mir, da sie nicht versehentlich beim Rumwischen ausgelöst werden und ihr Klickgeräusch dezent ist.

Omnisonic-Lautsprecher, 720p-Frontkamera und Fernfeld-Studiomikrofone

Auch beim vierten Surface Laptop sind Omnisonic-Lautsprecher unsichtbar unter der Tastatur verbaut. Damit klingt der Sound für Notebookverhältnisse wirklich gut. Relativ saubere Höhen und Mitten, gepaart mit einem okay Bass ohne Wumms.

Was die Qualität der Webcam und der Mikrofone angeht, bin ich mit einem Surface Laptop gut gerüstet. Ich bin klar sichtbar, Artefakte sind nicht zu entdecken und insofern ich nicht ins Mikrofon stammele, klingt meine Stimme relativ unverfälscht und gut verständlich.

CPU und Grafikprozessor

Bevor es ans Testen geht, hier ein Überblick zu den beiden SoC:

AMD Ryzen 7 4980UIntel Core i7-1185G7
Base Clock1400 - 2000 MHz400 - 3000 MHz
Turbo4400 MHz4800 MHz
Cores / Threads8 / 164 / 8
Level 1 Cache512 KB320 KB
Level 2 Cache4 MB5 MB
Level 3 Cache8 MB12 MB
GPUAMD Radeon RX Vega 8 (Ryzen 4000)Intel Iris Xe Graphics G7 (Tiger-Lake)
TDP15 Watt12 - 28 Watt
Manufacturing Technology7 nm10+ nm
SerieRenoir (Zen 2)Tiger Lake UP3

Bei Single-Core-Aufgaben dürfte Intel dank der höheren Taktung die Nase vorne haben. Bei Multi-Core mit mehr als 8 Threads wiederum AMD. Ob das stimmt, werden Benchmarks weiter unten offenbaren.

Akkuleistung und Verhalten der CPU beim Stresstest

Wie sparsam die beiden Konfigurationen bei niedriger Leistungsaufnahme sind, teste ich beim Streamen von Netflix-Content. Außerdem darf die Kühlung beim Stresstest zeigen, wie gut sie sich unter Höchstleistung macht.

Video-Dauer-Streaming

Der Vergleichbarkeit zuliebe streame ich übers WLAN Videos bei rund 150 cd/m² Display-Helligkeit in Dauerschleife. Genauer schaue ich zum x-ten Mal «The Witcher». Erstmalig jedoch synchron auf zwei Displays.

Nach sechs Stunden und sechs Minuten ist der Akku des Intel-Laptops auf 3 Prozent. Der Auto-Shutdown erfolgt. Trotz identischer Hardware abseits des Motherboards und SoC kommt das Laptop 4 mit AMD auf fast eine Stunde mehr Laufzeit. Nach sieben Stunden und drei Minuten ist der Zauber vorbei.

Auch wenn AMD längeren Filmgenuss bietet, sind beides gute Resultate für x86-Laptops mit 15-Zoll-Panel.

Stresstest: CPU Performance, Akkulaufzeit und Lautstärke unter Höchstleistung

Beim Stresstet nutze ich AIDA64, um sämtliche Hardware voll auszulasten. Wie lange der Akku jeweils hält, ist dabei zweitrangig. Spannend ist, wie lange aufgrund der Kühlung hohe Taktraten möglich sind.

Beim Start des Tests sind beide SoCs ca. 40 Grad Celsius warm. RAM, SSD und GPU sind dauerbeschäftigt und durch den ganzen Test beinahe voll ausgelastet. Bei der CPU jedoch ist das anders, da bei zu hohen Temperaturen heruntergetaktet wird.

CPU-Auslastung und Akkustand während Stresstest – AMD vs. Intel

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Beinahe zeitgleich takten beide Laptops nach zwei Minuten auf 97 Prozent CPU-Auslastung herunter. Nach rund sechs Minuten kommt der nächste Sprung. Der AMD-Prozessor drosselt auf eine Range von 92 bis 96 Prozent, wo er den gesamten Test verweilt. Die Intel-CPU drosselt auf 81 bis 86 Prozent und fällt danach noch zweimal. Nach 40 Minuten auf 73 bis 77 Prozent und nach 65 Minuten auf 68 bis 74 Prozent. Nach 1 Stunde und 29 Minuten geht bei Intel der Saft aus. Bei AMD nach 1 Stunde und 36 Minuten.

Beim Stresstest wird das Gehäuse beziehungsweise die Tastatur außen bis 43,7 Grad Celsius warm.
Beim Stresstest wird das Gehäuse beziehungsweise die Tastatur außen bis 43,7 Grad Celsius warm.

Was die CPU-Temperatur anbelangt, messe ich bei AMD im Schnitt 66 Grad Celsius mit einem Maximum von 91. Bei Intel sind es durchschnittlich 63 Grad Celsius, das Maximum beträgt 89. Bei beiden Versionen ist der Lüfter nach wenigen Minuten von der Sitzposition aus mit um die 41 dB deutlich wahrnehmbar.

Die Kühlung des vierten Surface Laptops macht einen guten Dienst. Es erstaunt mich, dass der AMD-Prozessor durchgängig 92 Prozent und mehr der möglichen Leistung abrufen kann. Doch auch das Resultat von Intel lässt sich sehen. Dass ein mobiles Gerät mit einem i7-Prozessor anhaltend genügend Kühlung für ca. 70 Prozent der Leistung bietet, ist eher selten. So auch bei Microsoft; beim i7 des Surface Book 3 etwa liegen nach 60 Minuten nur noch etwas mehr als 50 Prozent drin.

Akkulaufzeit bei Office-Arbeiten

Ohne ausufernde Video-Meetings und ohne Youtube nebenbei laufen zu lassen, müssen die beiden Laptops nach zehn bis elf Stunden Office-Dienst wieder an den Strom.

Welches SoC leistet mehr – AMD oder Intel?

Um die Leistung der Prozessoren zu testen, fahre ich die Benchmarks Cinebench R23 und Geekbench 5. Die schwachen, integrierten GPUs zeigen bei 3DMark Night Raid ihre Müskelchen. Wie gut typische Office-Arbeiten erledigt werden, eruiere ich mit PCMark 10.

Prozessor-Leistung: Cinebench R23 und Geekbench 5

Der CPU-Benchmark Cinebench von Maxon testet, wie gut sich der Prozessor beim Rendern von Cinema-4D-Inhalten schlägt. In der vorliegenden Version R23 wird das Resultat standardmäßig nicht mehr anhand eines einzelnen Berechnungsdurchganges ermittelt, sondern anhand der getätigten Arbeit innert zehn Minuten. Das ist gut, weil dadurch schlechte Kühlkonzepte realistischer abschneiden.

Als zweiten Prozessor-Benchmark fahre ich Geekbench 5. Anhand simulierter, realer Szenarien wird die CPU im Single-Core- und Multi-Core-Betrieb getestet. Das Testen dauert nur kurz und kann daher auch bei schlecht gekühlten Geräten zu relativ guten Resultaten führen. Dafür läuft der Benchmark auf Windows, MacOS, Linux, Android sowie iOS. Dadurch werden auch mit Vorsicht zu genießende Quervergleiche unter verschiedenen Prozessor-Architekturen möglich. Bei x86-basierten Prozessoren wird im Single-Core-Modus nur ein Thread und damit nicht der gesamte Core ausgelastet. ARM-Systeme sind dadurch im Vorteil. Das ist ein weiterer Punkt, der beim Resultate-Vergleichen im Geekbench Browser beachtet werden sollte.

So schneiden die Prozessoren der beiden Surface Laptop 4 ab:

BenchmarkAMD Laptop 4
(8 Cores / 16 Threads)
Intel Laptop 4
(4 Cores / 8 Threads)
Cinebench R23 – CPU Multi Core8028 Punkte4727 Punkte
Cinebench R23 – CPU Single Core1286 Punkte1523 Punkte
Geekbench 5 – CPU Multi Core7241 Punkte5721 Punkte
Geekbench 5 – CPU Single Core1175 Punkte1556 Punkte

Die AMD-CPU holt gegenüber Intel bei den Multi-Core-Tests in Cinebench und Geekbench 70 und 27 Prozent mehr Leistung raus. Dafür schüttelt die Intel-CPU bei den Single-Thread-Benchmarks 18 und 32 Prozent besserer Resultate aus dem Ärmel.

Grafik-Benchmark: 3DMark Night Raid

Mit 3DMark Night Raid kann die Grafikleistung von Geräten mit integrierter GPU getestet werden. Er ist quasi ein Leistungsmesser für Gaming auf unterstem Niveau.

Die Resultate beider SoC sind beinahe identisch. Es gibt 14 248 Punkte bei AMD und 14 776 Punkte bei Intel. Zwar sind das immer im Vergleich zu dedizierten Grafikkarten süße Ergebnisse, dennoch haben integrierte Grafikkarten die vergangenen Jahre mächtig zugelegt. Nur eine Intel-Generation zurück schafft es ein Core i7-1065G7 mit Iris Pro Graphics auf nur 9408 Punkte, wie beim Referenz-Office-Laptop bei 3DMark angegeben.

Office-Benchmark PCMark 10

Dank PCMark 10 von 3DMark lassen sich PCs und Notebooks auf die vielfältigen Aufgaben an einem Arbeitsplatz testen. Der Office-Benchmark taugt für alle Geräte mit schwacher GPU.

Die Office-Krone des SoC-Duells geht knapp an AMD mit 4934 Punkten. Nur dreieinhalb Prozent schlechter steht Intel mit 4760 Punkten da. Der bereits oben genannte Referenz-Laptop mit Intel Core i7-1065G7 holt bei diesem Test 4611 Punkte.

Fazit: Gelungenes Upgrade, bei dem AMD die Nase leicht vorne hat

Microsoft liefert nach zwei Jahren ein gelungenes Upgrade des Surface Laptop 4 mit gewohnt scharfem und hellem Touch-Display. Dass die Neuauflage nicht auch ein Redesign beinhaltet, kann ich verstehen. Das zeitlos-schlichte Äußere mit wenigen Anschlüssen dürfte auch 2021 trotz relativ stolzem Preis den Nerv der Konsumenten treffen. Bis auf einen Punkt: Der 1,1-Zentimeter dicke Display-Rand wirkt altbacken.

Die Prozessor-Upgrades von AMD und Intel bringen dank einer guten Laptop-Kühlung nicht nur viel Power sondern auch eine anhaltende Leistung. Bei längeren Rechenaufgaben beziehungsweise beim Stresstest sinkt die Auslastung der AMD-CPU nie unter 92 Prozent, bei Intel nie unter 68. Wie sich bei CPU-Benchmarks zeigt, hat AMD bei Multi-Core-Aufgaben klar die Nase vorn. Intel weist AMD dagegen bei Single-Core-Aufgaben in die Schranken.

Und nun, AMD oder Intel?

Schwere Entscheidung, da beide Versionen ihre Vorteile haben. Dennoch spricht unterm Strich mehr für AMD. Die Kühlleistung des Geräts ist besser auf diesen Prozessoren abgestimmt. Außerdem ist die Akkulaufzeit damit etwas höher.

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Martin Jud
Martin Jud

Editor, Zürich

Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.

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