Deine Daten. Deine Wahl.

Wenn du nur das Nötigste wählst, erfassen wir mit Cookies und ähnlichen Technologien Informationen zu deinem Gerät und deinem Nutzungsverhalten auf unserer Website. Diese brauchen wir, um dir bspw. ein sicheres Login und Basisfunktionen wie den Warenkorb zu ermöglichen.

Wenn du allem zustimmst, können wir diese Daten darüber hinaus nutzen, um dir personalisierte Angebote zu zeigen, unsere Webseite zu verbessern und gezielte Werbung auf unseren und anderen Webseiten oder Apps anzuzeigen. Dazu können bestimmte Daten auch an Dritte und Werbepartner weitergegeben werden.

Hintergrund

Angeln mit Aussicht: Belly-Boat-Tour im Hamburger Hafen

Füsse im Wasser, Rute in der Hand: Auf einem kleinen Gummiboot paddle ich mitten durch den Hamburger Hafen und angle auf Zander. Eine intensive Erfahrung.

Auf der einen Seite drehen Windräder des Hamburger Energieparks und produzieren Strom, auf der anderen holt ein Kran mit seinem Greifarm tonnenweise Schrott aus dem Bauch eines langen Transportschiffes. Mittendrin sitze ich auf einer Art Gummiboot in U-Form und paddle mit Flossen in den hintersten Bereich einer Bucht im Hamburger Hafen.

Angeln mit Aussicht: im Hamburger Hafen auf dem Belly Boat.
Angeln mit Aussicht: im Hamburger Hafen auf dem Belly Boat.

Ein Tock direkt auf dem Wasser

Mein Ziel: Zander angeln. Ich werfe die Angel aus, als Köder habe ich einen kleinen Gummifisch mit einem 12 Gramm schweren Jighaken montiert. Den Köder lasse ich ganz auf den Grund sinken – rund sechs bis sieben Meter unter mir. Ich kurble ein oder zwei Umdrehungen mit der Rolle, der Gummifisch hebt so vom Boden ab und sinkt wieder auf den Grund. Damit imitiere ich einen kleinen Beutefisch, der flüchtet. Und hoffe darauf, dass ein Zander zupackt, der auf dem Grund liegt und auf Beute lauert.

Plötzlich spüre ich einen Tock in der Rute. Die Spitze krümmt sich. Nun ist eine schnelle Reaktion gefragt – ich muss sofort anschlagen. Der Fisch hängt und nach kurzem Drill kann ich ihn mit dem Kescher einnetzen. Mein erster Fisch auf dem Belly Boat – ein ganz spezielles Erlebnis.

Es hat geklappt: Der erste Zander hat sich den Gummifisch geschnappt.
Es hat geklappt: Der erste Zander hat sich den Gummifisch geschnappt.

Vom Autoreifen zum Gummiboot

Belly Boats sind Gummiboote, speziell fürs Angeln konzipiert. Ich sitze dabei aufrecht auf dem Wasser, die Füsse mit Flossen im Wasser und habe dadurch die Hände frei. Erstmals genutzt wurde der schwimmbare Untersatz in den 1920er-Jahren. Angler in den USA sassen auf alten Autoreifen, um an Spots zu paddeln, die vom Ufer nicht erreichbar sind. Seit 1947 werden Belly Boats kommerziell hergestellt.

Caperlan Belly Boot aufblasbar (145 cm, 1 Person)
Schlauchboot

Caperlan Belly Boot aufblasbar

145 cm, 1 Person

Caperlan Belly Boot aufblasbar (145 cm, 1 Person)

Caperlan Belly Boot aufblasbar

145 cm, 1 Person

Beliebt sind diese Wasserfahrzeuge aus verschiedenen Gründen: Sie lassen sich in einer Tasche verstauen, innert 15 Minuten aufblasen und bereit machen, zum See oder Fluss tragen und ohne grosse Infrastruktur einwassern. Unterwegs habe ich dann die Hände frei und kann dank der Flossen navigieren oder mich bei leichtem Wind oder Strömung in Position halten. Fürs Angeln ist das ideal. Das Belly Boat ist zudem günstiger als ein Kajak oder ein richtiges Boot.

Das Belly Boat ist eine Art Gummiboot mit bequemen Sitz.
Das Belly Boat ist eine Art Gummiboot mit bequemen Sitz.

Bei Wind und Wellen oder starker Strömung muss ich jedoch vorsichtig sein. Mit den Flossen komme ich nicht so weit wie mit Rudern oder Motorkraft. In erster Linie bin ich mit dem Belly Boat daher in Ufernähe auf ruhigen Gewässern unterwegs.

Seac Geräteflosse Propulsion (M/L)
Flossen

Seac Geräteflosse Propulsion

M/L

Seac Geräteflosse Propulsion (M/L)

Seac Geräteflosse Propulsion

M/L

Ein Guiding zum Kennenlernen

Als Einstieg bietet sich eine geführte Angeltour an. In Hamburg ist das beispielsweise mit Elbcoast-Guiding möglich. Für 150 Euro gibt es nicht nur eine spektakuläre Szenerie im Hamburger Hafen, sondern auch alles an Material inklusive – vom Belly Boat über die Flossen bis zu Rute und Köder.

Wer will, kann sich Wathosen anziehen – auch die stellt Elbcoast-Guiding. Das sind wasserdichte, aber atmungsaktive Hosen, unter denen ich bei kühleren Temperaturen auch eine Trainerhose tragen kann.

Die Teilnehmenden bekommen hochwertiges Material, was nicht bei jedem Guiding selbstverständlich ist. Unter anderem Ruten des Schweizer Premiumherstellers Bullseye. Das ist wichtig an einem Tag wie diesem, an dem ich kaum Bisse bekomme. Der Wetterwechsel von Sonne und über 30 Grad zu Regen und 20 Grad hat den Fischen auf den Magen geschlagen.

Sie fressen kaum noch. Ein Tock wie am Anfang erlebe ich nur ein weiteres Mal auf der mehrstündigen Tour. Und ausgerechnet dann mache ich gerade mit dem Handy ein Touristenfoto. Bis ich reagiere, hat der Zander den Köder längst wieder ausgespuckt.

Mit den Flossen paddeln, die Wathose wärmt, die Nässe kam dann aber von oben.
Mit den Flossen paddeln, die Wathose wärmt, die Nässe kam dann aber von oben.

Der zweite Fang

Ich hake trotzdem noch einen zweiten Fisch. Der zupft nur leicht am Gummi, dank der Bullseye-Rute spüre ich das aber – und kann rechtzeitig anschlagen. Mit einer schlechteren Angel wäre mir auch dieser Zander durch die Lappen gegangen.

Bullseye Rute Skip Whip (Spinnrute, 180 cm)
Angelrute

Bullseye Rute Skip Whip

Spinnrute, 180 cm

Bullseye Cherry Picker (Castingrute, 198 cm)
Angelrute

Bullseye Cherry Picker

Castingrute, 198 cm

Bullseye Rute Skip Whip (Spinnrute, 180 cm)

Bullseye Rute Skip Whip

Spinnrute, 180 cm

Bullseye Cherry Picker (Castingrute, 198 cm)

Bullseye Cherry Picker

Castingrute, 198 cm

Damit zeigt sich ein weiterer Vorteil des Belly Boats. In Hamburg darf ich nur Zander zwischen 45 und 75 Zentimeter entnehmen. Alle anderen müssen zurückgesetzt werden. Riesengross ist der zweite Fisch zwar nicht, aber etwas kleiner als das Mindestmass. Auf dem Belly Boat kann ich ihn im Wasser keschern und muss ihn gar nicht herausheben. Mit der Zange löse ich den Haken und lasse den Zander schnell wieder schwimmen.

Auch wenn ich einen schwierigen Tag erwischt habe und es viel geregnet hat: Das Belly-Boat-Angeln hat mir enorm Spass bereitet. Ich komme an Stellen, die ich vom Ufer nicht erreiche, sitze bequem und bin trotzdem aktiv, das alles nahe beim und im Wasser.

Zuhause in der Schweiz werde ich mir vorerst trotzdem kein solches Wassergefährt kaufen. Denn auf meinen Heimatgewässern im Kanton Zürich ist es nicht erlaubt. Die Regelung variiert in der Schweiz von Kanton zu Kanton. Mancherorts darf ich vom Belly Boat angeln, anderswo nicht. Unbedingt vorher über die genauen Regeln für jedes Gewässer informieren.

Angeln zwischen den Lastkähnen im Hafen – ein tolles Erlebnis.
Angeln zwischen den Lastkähnen im Hafen – ein tolles Erlebnis.

Statt ein eigenes Boot zu kaufen, werde ich beim nächsten Hamburg-Aufenthalt wieder eine Guiding-Tour buchen. Da ich die Navigation kenne und keine Fotos mehr schiessen muss, kann ich mich beim nächsten Mal voll aufs Angeln konzentrieren.

1 Person gefällt dieser Artikel.


User Avatar
User Avatar

Gadgets sind meine Passion – egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Oder natürlich auch fürs grosse Hobby neben der Familie, nämlich fürs Angeln.


Hintergrund

Interessantes aus der Welt der Produkte, Blicke hinter die Kulissen von Herstellern und Portraits von interessanten Menschen.

Alle anzeigen

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren

Kommentare

Avatar