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Meinung

Die 15 schlechtesten Game-Verfilmungen aller Zeiten

Game-Verfilmungen werden immer populärer – und sie sind weniger oft ein Totalausfall als früher. Noch stimmt aber das Klischee der schlechten Adaptionen, wie die folgenden fünfzehn Beispiele beweisen.

Game-Verfilmungen sind im Trend. Es gibt mittlerweile sogar welche, die du dir ohne Scham ansehen kannst. Das uralte Klischee, dass Spiele-Adaptionen fast immer eine Katastrophe sind, hält sich aber hartnäckig – meine 15 Beispiele zeigen, warum.

Als ich vor acht Jahren eine ähnliche Liste geschrieben habe, galten Game-Verfilmungen noch als belächelte Nischenprodukte. Der Inbegriff des Grauens war damals der legendäre «Mario Bros.» aus dem Jahr 1993. Ausgerechnet dem schwarzbärtigen Klempner gelang das grösste Comeback: Mit einem Einspielergebnis von knapp 1,4 Milliarden US-Dollar ist «Der Super Mario Bros. Film» nicht nur die erfolgreichste Game-Verfilmung, sondern einer der umsatzstärksten Filme überhaupt. Heute sind immer häufiger Menschen am Werk, die tatsächlich schon mal ein Spiel gezockt haben, gelegentlich sogar das, von dem die Verfilmung handelt.

Aber auch wenn die Kasse klingelt, sind die meisten Umsetzungen – besonders aus Kritikersicht – peinliche Reinfälle. Niemand hat dabei mehr filmische Verbrechen auf dem Kerbholz als der deutsche Regisseur Uwe Boll. «Postal» gehört nicht dazu – der Film ist exakt so dumm, wie er sein muss. Dass Boll sein Comeback angekündigt hat, zeigt exemplarisch, warum schlechte Game-Verfilmungen wohl noch länger die Regel und nicht die Ausnahme bleiben werden.

Hier sind die 15 wahrscheinlich miesesten Game-Verfilmungen aller Zeiten. Filme, die das Quellmaterial ignorieren und Filmkunst mit Füssen treten. Chronologisch geordnet, damit du das Leid in der richtigen Reihenfolge erlebst.

«Mortal Kombat 2: Annihilation» (1997)

Nur zwei Jahre nach Paul W. S. Andersons trashig-kultiger Erstverfilmung kam der Schnellschuss-Nachfolger. Der Cast? Bis auf Robin Shou als Liu Kang komplett ausgetauscht. Ohne tragende Figuren wie Christopher Lambert als göttlicher Rayden und Cary-Hiroyuki Tagawa als abtrünniger Gegenspieler Shang Tsung ist der Film wie ein «Mortal Kombat» ohne Fatality. Vom Charme des Originals blieb nichts übrig. Tagawa schlüpfte fast 20 Jahre später in der Webserie «Mortal Kombat – Legacy» erneut in die Rolle des Endbosses und bewies, dass man auch mit Taschengeld-Budget Grosses leisten kann.

Budget: 30 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis: 51 Millionen US-Dollar
Rotten-Tomatoes-Wertung: 4 % bei Kritikern, 24 % beim Publikum

«House of the Dead» (2003)

Uwe Bolls unrühmlicher Einstand in die Welt der Game-Adaptionen. Sein Opfer: Segas Lightgun-Shooter. Mit zweifelhaften Massnahmen wie der Ausnutzung eines Steuerschlupflochs konnte er grössere Produktionen in den USA finanzieren. Das freute wohl seine Anleger, den Film hat es in keiner Weise besser gemacht. Selbst die Zombies, die darin vorkommen, stinken nicht derart nach Fäulnis und Verderben. Schau dir lieber einen Youtube-Zusammenschnitt vom Wii-Game «The House of the Dead: Overkill» an. Das ist auch Trash, aber die gut riechende Sorte.

Budget: 12 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis: 14 Millionen US-Dollar
Rotten-Tomatoes-Wertung: 3 % bei Kritikern, 11 % beim Publikum

«Alone in the Dark» (2005)

Das einzige Furchteinflössende an diesem Film ist, wie meilenweit er am legendären Survival-Horror-Vibe der Vorlage vorbeischiesst. Nicht einmal Christian Slater in der Hauptrolle konnte diesen Spuk retten. Mit einer Wertung von einem Prozent auf Rotten Tomatoes hält er den inoffiziellen Titel als schlechteste Game-Verfilmung, die je im Kino lief. Einige Szenen sind so unfassbar schlecht, dass sie schon wieder eine gewisse Kult-Güte erreichen. Ein echtes Guilty Pleasure für Filmmasochisten.

Budget: 20 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis: 13 Millionen US-Dollar
Rotten-Tomatoes-Wertung: 1 % bei Kritikern, 11 % beim Publikum

«Bloodrayne» (2005)

Untätigkeit kann man Uwe Boll definitiv nicht vorwerfen. In den 2000er gelang ihm mit «Bloodrayne» der Desaster-Hattrick. Die Adaption des blutigen Action-Games um eine leicht bekleidete Halbvampirin protzt mit einem beeindruckenden Ensemble. Michelle Rodriguez, Ben Kinglsey, Udo Kier, Meat Loaf und Billy Zane versammelten sich, um kollektiv zu scheitern. Boll soll nur 20 Prozent des Original-Drehbuchs verwendet und sich den Rest aus den Fingern gesaugt haben. Das Film-Cover erinnert unheilvoll an «Twilight» und selbst den würde ich «Bloodrayne» vorziehen.

Budget: 25 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis: 4 Millionen US-Dollar
Rotten-Tomatoes-Wertung: 4 % bei Kritikern, 17 % beim Publikum

«D.O.A. – Dead or Alive» (2006)

Zur Kategorie «unfreiwillig komisch» zählt auch die folgende Verfilmung. «Dead or Alive» bietet einen Plot, der noch dünner ist als die Bikinis der Hauptdarstellerinnen. Dazu gibt es Schauspiel-Einlagen wie von Ex-Wrestler Kevin Nash, die selbst für seinen früheren Arbeitgeber zu over-the-top gewesen wären. Genau wie im Prügelspiel, oder der noch lüsterneren Volleyball-Ausklopplung stehen leicht bekleidete Damen im Mittelpunkt. Wenn du dein Hirn abschaltest und weisst, worauf du dich einlässt, kann «Dead or Alive» durchaus unterhalten.

Budget: 30 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis: 8 Millionen US-Dollar
Rotten-Tomatoes-Wertung: 32 % bei Kritikern, 36 % beim Publikum

«In the Name of the King: A Dungeon Siege Tale» (2007)

«Dungeon Siege» ist ein fantastisches Action-Rollenspiel, das ich beim Release 2002 richtig gesuchtet habe. In einem Rausch befand sich wohl auch Uwe Boll, als er beschloss, daraus einen Film zu machen. Auch hier waren einige namhafte Schauspieler an Bord. Ein Blick auf Jason Stathams Filmografie erklärt, dass es bei ihm wohl wenig Überredungskünste gebraucht hat. Burt Reynolds’ Karriereende war damals schon gefühlt zwei Jahrzehnte her, weshalb seine Teilnahme auch nicht überraschte.

Trotz eines Budgets von 60 Millionen US-Dollar ist dieser Film so generisch, dass du eine gehörige Portion eigene Fantasie brauchst, um dich in dieses Märchen hineinzudenken.

Budget: 60 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis: 13 Millionen US-Dollar
Rotten-Tomatoes-Wertung: 4 % bei Kritikern, 23 % beim Publikum

«Max Payne» (2008)

Das Game ist ein Meisterwerk und könnte keine bessere Vorlage sein: Ein tablettensüchtiger Cop, dessen Familie ermordet wird, auf der Spur einer mysteriösen Designerdroge, untermalt von spektakulärer Bullet-Time-Action und kernigen Sprüchen. Der Film mit Mark Wahlberg in der Hauptrolle hat maximal eine halbe Szene, die einen Hauch von «Max Payne» versprüht. Der Rest ist ein filmischer Tiefschlag und ein deutliches Zeichen, dass die Verantwortlichen in Hollywood höchstens das Cover des Games gesehen haben.

Budget: 35 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis: 86 Millionen US-Dollar
Rotten-Tomatoes-Wertung: 16 % bei Kritikern, 29 % beim Publikum

«Far Cry» (2008)

War der Hattrick nicht genug? Mit «Far Cry» (damals noch von Crytek) zog Uwe Boll die nächste Serie in Mitleidenschaft. Til Schweiger in der Rolle von Jack Carver half kräftig mit. Er hätte sich ein Beispiel an Gordon Freeman aus «Half-Life» nehmen und einfach schweigen sollen. Dann müsste man sich nicht die Frage stellen, warum ein ehemaliges Mitglied der US-Spezialeinheit mit breitestem deutschen Dialekt spricht. Das lenkt immerhin von den unterirdischen schauspielerischen Leistungen und den Actionszenen ab, die ich als Kind im Sandkasten dramatischer orchestriert hätte.

Budget: 30 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis: knapp 1 Million US-Dollar
Rotten-Tomatoes-Wertung: zu wenige Kritiker-Wertungen, 12 % beim Publikum

«Street Fighter: The Legend of Chun Li» (2009)

Schlecht ist zweifellos auch der erste «Street Fighter» mit Van Damme aus dem Jahr 1994. Flotte Sprüche und herrlich überzogenes Schauspiel sorgen trotzdem für beste Unterhaltung. «The Legend of Chun Li» hingegen nimmt sich viel zu ernst. Das farbenfrohe Spektakel der Games mit illustren Charakteren weicht einer seichten Story mit blasser Aufmachung.

Budget: 50 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis: 13 Millionen US-Dollar
Rotten-Tomatoes-Wertung: 3 % bei Kritikern, 18 % beim Publikum

«Silent Hill: Revelation» (2012)

Vielleicht hat sich «Revelation» schlicht das falsche «Silent Hill» zum Vorbild genommen. Die Game-Reihe hat schliesslich auch mehr Nieten als Treffer. Der ikonische Pyramid Head ist zwar dabei, aber wie die meisten Schauspieler im Film scheint er im Spargang zu laufen.

Wirklich furchteinflössend sind nur die 3D-Effekte, mit denen die Kinobesucher damals gefoltert wurden. Mit Kit Harington und Sean Bean sind auch zwei «Game of Thrones»-Stars dabei. Wer Jon Snow und Ed Stark wieder vereint sehen will, hat hier die Gelegenheit. Ob sie dieses Mal bessere Überlebenschancen haben, musst du selbst herausfinden.

Budget: 20 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis: 56 Millionen US-Dollar
Rotten-Tomatoes-Wertung: 8 % bei Kritikern, 35 % beim Publikum

«Need for Speed» (2014)

Erinnerst du dich an das gleichnamige Game-Remake, das ein Jahr später erschien? In den ersten fünf Minuten fällt das Wort «Bro» schätzungsweise 512 Mal. Die krassen Race-Homies stürzen einen Monster-Energydrink nach dem anderen hinunter und fistbumpen sich bei jeder Gelegenheit. Das war – unfreiwillig – tausendmal unterhaltsamer als das Schnarchfest mit Aaron Paul in der Hauptrolle.

Sechs erfolgreiche «Fast and the Furious»-Teile waren damals schon draussen, aber die Formel war wohl ausgelutscht. Moment, doch nicht. Denn es folgten fünf weitere Teile, jeder bescheuerter als der letzte, aber mit bestem Unterhaltungswert. «Need for Speed» ist dagegen einfach nur langweilig.

Budget: 66 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis: 203 Millionen US-Dollar
Rotten-Tomatoes-Wertung: 23 % bei Kritikern, 56 % beim Publikum

«Assassin’s Creed» (2016)

Es liegt definitiv nicht am Mangel an hochkarätigen Schauspielern, dass dieser Film scheiterte. Ubisoft verpflichtete Michael Fassbender, Jeremy Irons und Marion Cotillard. Statt Desmond Miles in die Animus-Kapsel zu schicken, erfand man einen neuen Hauptcharakter. Das ist noch das kleinste Problem. Der Film ist schlichtweg langweilig.

Die Geschichte kommt nie in Fahrt, die Action ist unspektakulär und wie in den Spielen sind die Szenen in der modernen Zeit zum Einschlafen. Okay, in diesem Punkt kommt der Film der Vorlage tatsächlich am nächsten. Es kommt mir vor, als hätten sie einen Chatbot mit allen zentralen Elementen der Games gefüttert und ihn ein Drehbuch erstellen lassen. Das wäre vermutlich sogar besser gewesen.

Budget: 125 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis: 241 Millionen US-Dollar
Rotten-Tomatoes-Wertung: 18 % bei Kritikern, 42 % beim Publikum

«Monster Hunter» (2020)

Paul W. S. Anderson ist neben Uwe Boll der produktivste Game-Verfilmer – allerdings einiges erfolgreicher. Aber auch er leistet sich Fehltritte. Neben den zunehmend einfallslosen «Resident Evil»-Adaptionen zählt «Monster Hunter» zu seinen grössten Enttäuschungen. Dabei sollte man meinen, das Drehbuch schreibe sich von selbst. Riesige, ausgefallene Monster werden von Jägern mit ebenso riesigen Waffen durch kunterbunte Fantasywelten gejagt. Stattdessen ist es ein generischer, blasser Actionstreifen mit uninspirierten US-Militäreinheiten. Der Film hat mehr Ähnlichkeiten mit «Transformers» als mit Capcoms Rollenspiel-Reihe.

Budget: 60 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis: 48 Millionen US-Dollar
Rotten-Tomatoes-Wertung: 44 % bei Kritikern, 70 % beim Publikum

«Uncharted» (2022)

Der Film befand sich so lange in der Schwebe, dass Mark Wahlberg statt Hauptfigur Nathan Drake die Rolle von dessen Mentor und Ersatzvater Sully übernahm. Drake wird stattdessen von Tom Holland gespielt, dem neuen «Spider-Man»-Superstar. Abgesehen von ein, zwei flotten Sprüchen erreichen die beiden nie den Charme ihrer Game-Vorbilder, die das Herzstück der Spiele ausmachen. Bis auf ein paar hübsche Szenen mit alten Galeeren bietet der Film visuell wenig. Wenn ich einen lieblosen Abenteuerfilm schauen will, ziehe ich mir vorher den vierten «Indiana Jones» rein.

Budget: 120 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis: 407 Millionen US-Dollar
Rotten-Tomatoes-Wertung: 41 % bei Kritikern, 89 % beim Publikum

«Borderlands» (2024)

Nicht einmal Jack Black, der in den zwei erfolgreichsten Game-Verfilmungen aller Zeiten mitspielt, konnte «Borderlands» vor dem Untergang bewahren. Für viele war bereits nach dem ersten Trailer Feierabend. Cate Blanchett, Kevin Hart und Konsorten wirken weniger wie ernstzunehmende Darsteller, sondern eher wie Cosplayer auf der Suche nach dem nächsten Fotoshooting. Wobei – viel Ernsthaftigkeit braucht ein «Borderlands»-Film nun wirklich nicht. Der komplette Mangel interessanter, geschweige denn sympathischer Charaktere und einer Handlung mit der Komplexität einer «Borderlands»-Sammelquest mündet in eine absolute Zeitverschwendung.

Nicht mal das offensichtlichste Feature der Spiele, die unbändige Sammelgier und die absurden Waffen, finden im Film Beachtung. Darum solltest du ihm auch keine schenken.

Budget: 110 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis: 33 Millionen US-Dollar
Rotten-Tomatoes-Wertung: 10 % bei Kritikern, 48 % beim Publikum

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Als Kind durfte ich keine Konsolen haben. Erst mit dem 486er-Familien-PC eröffnete sich mir die magische Welt der Games. Entsprechend stark überkompensiere ich heute. Nur der Mangel an Zeit und Geld hält mich davon ab, jedes Spiel auszuprobieren, das es gibt und mein Regal mit seltenen Retro-Konsolen zu schmücken. 


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