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Patrick Vogt
Produkttest

Furminator macht kurzen Prozess mit überschüssigem Katzenhaar

Patrick Vogt
30.5.2026
Bilder: Patrick Vogt

Mit unseren fünf Katzen geht es während des Fellwechsels haariger zu als in jedem Erwachsenenfilm aus den Siebzigern. Die Haarbürste von Furminator verspricht Abhilfe – und hält das Versprechen auch ein.

Von den zwölf Aufgaben des Helden und Halbgottes Herakles waren fast alle tierischer Natur. Der griechischen Mythologie zufolge musste er unter anderem menschenfressende Pferde zähmen, einen nahezu unverwundbaren Löwen erlegen, gewaltige Rinderställe ausmisten und einen zerstörungswütigen Eber einfangen. Wie ich darauf komme? Na, weil das Bürsten unserer fünf Katzen jeweils im Frühling auch eine Herkulesaufgabe ist. Ich sage nur: Winterfell!

Nomen est omen

Seit Neuestem fällt uns diese haarige Angelegenheit viel leichter. Verantwortlich dafür ist Furminator. Über die Bürsten dieser Marke bin ich immer wieder gestolpert, ohne sie selbst zu testen. Kürzlich habe ich das geändert. Zum Glück!

Beim Namen Furminator denke ich sofort an «Terminator». Anfangs halte ich diese Verbindung für übertrieben martialisch. Inzwischen weiss ich: Der Name ist Programm. Im Film macht Arnold Schwarzenegger als kompromisslose Maschine kurzen Prozess mit allem, was sich ihm in den Weg stellt. Die Furminator-Katzenbürste tut das auch – nur mit Haaren.

Frei nach Leibniz: «Nur echt mit 52 Zähnen.» Oder so. Ich hab sie nicht gezählt.
Frei nach Leibniz: «Nur echt mit 52 Zähnen.» Oder so. Ich hab sie nicht gezählt.

Der Gerät

Die hier vorgestellte Furminator-Bürste hat eine gezahnte Edelstahlkante, die gezielt Unterwolle und lose Haare entfernt. «DeShedding (Enthaaren), ohne das Deckhaar zu beschädigen oder die Haut zu verletzen», verspricht der Hersteller. Ein Versprechen, das völlig in der Hand der Anwendenden liegt. Doch wer beim Bürsten der Katze drückt wie ein Ochse, sollte sowieso keine haben – Katze, meine ich. Gerade mit dieser Bürste braucht es kaum Kraft und Druck, um die Katze von überschüssigem Haar zu befreien. Wende sie so an, wie Furminator empfiehlt, und du bist auf der sicheren Seite.

Zudem liegt die Bürste gut in der Hand. Sie hat ein angenehmes Gewicht – nicht zu leicht, nicht zu schwer. Das Gewicht, das mir das Gefühl vermittelt, ein qualitativ hochwertiges Werkzeug in der Hand zu haben. Und das ist die Furminator-Bürste: ein gutes und praktisches Werkzeug.

Die Furminator-Fellbürste fühlt sich wertig und gut an.
Die Furminator-Fellbürste fühlt sich wertig und gut an.

Kurze Haare kurz durchgebürstet

Ich gebe zu, mit der eingangs erwähnten Herkulesaufgabe habe ich etwas übertrieben. Von unseren fünf Katzen haben vier kurze Haare. Der Übergang vom Winter- zum Sommerfell scheint ihnen leicht zu fallen. Doch auch sie haaren während des Fellwechsels wie verrückt, sodass wir ständig staubsaugen könnten.

Gleich geht’s der überschüssigen Unterwolle an den Kragen, Bonnie.
Gleich geht’s der überschüssigen Unterwolle an den Kragen, Bonnie.

Deshalb, und weil wir sie unterstützen möchten, bürsten wir auch sie. Die meisten mögen die Fellbehandlung sogar – zumindest ein bisschen. Die anderen sind froh, dass es dank des Furminators so schnell und unkompliziert geht wie noch nie.

Das kratzbürstige pièce de résistance

Vier von fünf hätten wir also durchgebürstet, fehlt noch eine. Wanda, unsere Jüngste, ist eine Angorakatze. Sie hat etwas längere Haare und braucht unsere Hilfe während des Fellwechsels, ohne sie auch nur ansatzweise zu wollen. So deute ich zumindest ihr Fauchen und die Kratz- und Beissversuche während einer Bürst-Session. Tja, da muss sie durch, und wir auch. Zum Glück ist Wanda nie nachtragend und lässt die Fellpflege trotz allem immer wieder zu.

Eine glückliche Katze schaut definitiv anders, ....
Eine glückliche Katze schaut definitiv anders, ....
... doch die «Massage» mit dem Furminator ist offensichtlich nötig.
... doch die «Massage» mit dem Furminator ist offensichtlich nötig.

Auch bei Wanda macht der Furminator eine gute Figur, die Haarbüschel fliegen uns nur so zu. Dabei stellen wir fest, wo die Bürste an ihre Grenzen kommt. Denn für Verfilzungen, verknotete oder eingewachsene Haare ist sie nicht das richtige Werkzeug. To be fair: Genau darauf weist der Hersteller auf dem Beipackzettel und auch online transparent hin.

Natürlich hat Furminator auch einen Tipp für verfilztes Haar: eine andere Bürste aus dem eigenen Sortiment. Ich hab sie schon bestellt, irgendwo muss ich ja hin mit meinem ganzen Geld. Ganz ehrlich: Wenn diese Bürste ähnlich gut funktioniert wie diejenige fürs Unterfell, ist sie mir jeden Rappen wert – und einen weiteren Produkttest, wer weiss.

Kahlschlag?

Eine Katzencoiffeurin, bei der Redaktionskollegin Darina mal war, hält nichts vom Furminator. Dieser richte mit seinen kurzen Messern mehr Schaden als Nutzen an, meinte sie. Er kürze nur das Oberfell, ohne das Unterfell zu erreichen. Das könne zu kahlen Stellen führen.

Diesen Eindruck kann ich nicht bestätigen. Wir haben all unsere Katzen um jede Menge Unterwolle erleichtert, ohne auch nur ansatzweise eine kahle Stelle zu provozieren. Ich kann aber nachvollziehen, dass so etwas passieren kann – nämlich wenn die Bürste nicht sachgemäss benutzt wird.

Deshalb nochmals: Halte dich an die Anwendungsempfehlungen von Furminator.

Gesammelte Werke.
Gesammelte Werke.

Bleibt nur noch die Frage, was ich mit den angesammelten Katzenhaaren mache. Nun, ich hab da schon ein paar Ideen …

Fazit

Diese Katzenbürste tut sowas von, was sie soll!

Wir sprechen hier nicht von Raketenwissenschaft, sondern von einer Katzenbürste. Sie soll vor allem während des Fellwechsels überschüssige Unterwolle und lose Haare entfernen. Und das tut sie hervorragend. Dafür gebührt Furminator uneingeschränktes Lob.

Pro

  • überaus effektiv
  • handlich
  • angenehmer Griff
  • hochwertige Verarbeitung
Titelbild: Patrick Vogt

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Ich bin Vollblut-Papi und -Ehemann, Teilzeit-Nerd und -Hühnerbauer, Katzenbändiger und Tierliebhaber. Ich wüsste gerne alles und weiss doch nichts. Können tue ich noch viel weniger, dafür lerne ich täglich etwas Neues dazu. Was mir liegt, ist der Umgang mit Worten, gesprochen und geschrieben. Und das darf ich hier unter Beweis stellen. 


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