GTX 1070, 1080 oder doch lieber eine RX 480? Welche Grafikkarte passt zu mir?
Review

GTX 1070, 1080 oder doch lieber eine RX 480? Welche Grafikkarte passt zu mir?

Philipp Rüegg
Philipp Rüegg
Zürich, am 27.07.2016
Selten gab es eine bessere Zeit, eine neue Grafikkarte zu kaufen, als jetzt. Nvidia und AMD überhäufen uns geradezu mit neuen Modellen. Während bei Team Rot besonders die RX 480 interessieren dürfte, klotzt Team Grün gleich mit drei verschiedenen Modellen. Um bei der ganzen Auswahl die Übersicht zu behalten und die richtige Karte für deinen PC zu finden, habe ich einen kleinen Einkaufsführer zusammengestellt.

RX 480 und GTX 1060: Einsteigermodelle für Preisbewusste

AMD RX 480

AMD entschied sich mit der RX 480 für den Preiskampf und nicht einen Leistungskampf. Das heisst nicht, dass die Karte langsam ist, bei weitem nicht, aber AMD zielt damit ganz klar auf preisbewusste Gamer. 8-GB-Modelle kriegt man bereits ab 300 Franken. Leistungstechnisch liegt sie ganz knapp hinter einer GTX 980 oder R9 390. Die meisten Spiele sind damit mit allen Details in einer Auflösung bis zu 2560x1440 Pixel sehr gut spielbar. Mit Full HD sollte sowieso alles flüssig laufen. Obendrauf ist die Karte erstaunlich klein und sollte problemlos in jedes Gehäuse passen.

Einen sehr ausführlichen Test findet ihr bei PC Gamer

Derzeit sind fast ausschliesslich Referenzmodelle erhältlich, die sich nur im Preis unterscheiden. Eine Ausnahme bildet beispielsweise die leicht getunte Version von XFX.

Zu den RX-480-Grafikkarten

Nvidia GTX 1060

Um AMDs Schnäppchenkarte etwas entgegenzusetzen komplettiert die GTX 1060 Nvidias Sortiment. Sie liegt etwa auf dem Niveau einer GTX 980 – mal drüber mal drunter – und damit auch der RX 480. Preislich reiht sie sich etwas über der Konkurrenz von AMD ein. Bei rund 350 Franken aber immer noch ein sehr attraktives Angebot.

Bei der GTX 1060 kommt ein GP106-Chip zum Einsatz (statt des GP104 wie in den GTX 1080 und 1070). Dazu gibt es 6GB GDDR5 RAM bei 8GHz, 1280 CUDA-Kerne und eine Taktfrequenz von 1.7GHz. Laut Nvidia soll sie locker bis 2GHz übertaktbar sein. Die GTX 1060 wird bei Auflösungen bis zu 2560x1440 Pixel mit den meisten Spielen in vollen Details fertig werden. Für konstante 60 FPS wird es damit zwar nicht immer reichen. Dafür wird man auf 1080p runtergehen müssen.

Zum Test geht es hier

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GeForce GTX 1060 TURBO (6GB, Midrange)
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368,06
ASUS GeForce GTX 1060 TURBO (6GB, Midrange)

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GeForce GTX 1060 STRIX O6G-GAMING (6GB, Midrange)
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ASUS GeForce GTX 1060 STRIX O6G-GAMING (6GB, Midrange)

GTX 1070: Mittelklasse für alle, die etwas mehr Power wollen

Wer stabile Frameraten bei 60 FPS und mehr sucht, für den dürfte die GTX 1070 von Interesse sein. Wer mit ein paar Abstrichen leben kann, kann sogar etwas 4K-Luft schnuppern. Bei Full-HD-Auflösung wird die Karte locker mit allem fertig, was man ihr entgegenwirft. Selbst bei 2560x1440 Pixel schaffen es die wenigsten Spiele, die 1070er unter 60 FPS zu drücken. Für Virtual Reality eignet sich die Karte ebenfalls hervorragend.

Preislich legt man allerdings auch knapp das doppelte hin wie für eine RX 480 oder eine GTX 1060. Dafür gibt es im Schnitt rund 35 Prozent mehr Leistung.

Ein ausführliches Review findet ihr ebenfalls bei PC Gamer.

Die verschiedenen Modelle liegen in Sachen Leistung und Lautstärke ziemlich eng beieinander. Trotzdem habe ich ein paar besondere Kandidaten gefunden.

Günstig

GeForce GTX 1070 AERO 8G OC (8GB, High End)
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MSI GeForce GTX 1070 AERO 8G OC (8GB, High End)

Leise

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GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition (8GB, High End)
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ZOTAC GeForce GTX 1070 AMP! Extreme Edition (8GB, High End)

GTX 1080: Spitzenmodelle, für Enthusiasten

Alle, denen nur das Beste gut genug ist, holen sich eine GTX 1080. Ob ambitionierte Online-Gamer, die alles aus ihren 144Hz-Monitoren rausholen wollen oder Grafikhuren wie ich, die keine Kompromisse eingehen wollen, Nvidias Spitzenmodell ist die erste Wahl. Nur die 1080er garantiert ein einigermassen stabiles 4K-Erlebnis. 60 FPS sind es zwar auch dann nur selten, aber wer nicht gerade hektische Shooter spielt, wird damit leben können. Etwas Luft nach oben bieten hier die bereits ab Werk übertakteten Modelle. Wer sich eine GTX 1080 holt, sollte unbedingt vorher nachmessen, ob die massigen Dinger auch ins Gehäuse passen. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine HTC Vive oder Oculus Rift zuzulegen, ist mit der 1080er perfekt bedient.

Auch hier empfehle ich Interessierten, den ausführlichen Test bei PC Gamer anzuschauen.

Wie bei der 1070er-Serie liegen die verschiedenen 1080er bezüglich Leistung und Lautstärke nahe beieinander.

Günstig

GeForce GTX 1080 Twin X2 (8GB, High End)
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Inno3D GeForce GTX 1080 Twin X2 (8GB, High End)

Leise

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GeForce GTX 1080 AMP Extreme (8GB, High End)
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ZOTAC GeForce GTX 1080 AMP Extreme (8GB, High End)

Verfügbar

GeForce GTX 1080 G1 Gaming (8GB, High End)
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Gigabyte GeForce GTX 1080 G1 Gaming (8GB, High End)

Bonus: Die Ausgefallene mit RGB-Beleuchtung:

GeForce GTX 1080 STRIX A8G-GAMING (8GB, High End)
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ASUS GeForce GTX 1080 STRIX A8G-GAMING (8GB, High End)

Info zur Verfügbarkeit: Die Verfügbarkeit der verschiedenen Modelle schwankt nach wie vor teilweise stark. Wir versuchen weiterhin täglich, so viele Grafikkarten wie möglich ab unserem Lager anbieten zu können.

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Philipp Rüegg
Philipp Rüegg
Senior Editor, Zürich
Als Game- und Gadget-Verrückter fühl ich mich bei digitec und Galaxus wie im Schlaraffenland – nur leider ist nichts umsonst. Wenn ich nicht gerade à la Tim Taylor an meinem PC rumschraube, oder in meinem Podcast über Games quatsche, schwinge ich mich gerne auf meinen vollgefederten Drahtesel und such mir ein paar schöne Trails. Mein kulturelles Bedürfnis stille ich mit Gerstensaft und tiefsinnigen Unterhaltungen beim Besuch der meist frustrierenden Spiele des FC Winterthur.

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