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Produkttest

Logitech läutet die Zukunft des Gaming-Klicks ein

Kevin Hofer
10.2.2026
Bilder: Kevin Hofer

Nichts weniger als die Klick-Revolution verspricht Logitech G mit der Pro X2 Superstrike. Nach anderthalb Wochen mit der Maus finde ich die haptischen Trigger geil und bin davon überzeugt, dass der Hersteller hier einen Gamechanger liefert. Aber für mich täte es auch eine reguläre Maus.

Als Klick-Fetischist erschaudere ich beim ersten Druck auf die G Pro X2 Superstrike. Das haptische Feedback statt des vertrauten mechanischen Auslösens fühlt sich falsch an. Aber irgendwie auch gut. Das Gefühl ist schwierig zu beschreiben. Kennst du bereits das haptische Feedback der MX Master 4, hast du eine Ahnung. Die Superstrike vibriert unter meinen Fingern nochmal anders.

Nach ein paar Tagen gewöhne ich mich an das neue Gefühl und muss sagen: Mir gefällt das haptische Feedback super – auch wenn mir das Klickgeräusch fehlt. Vor allem in Spielen sorgt die neue Technologie für Freude und das induktive Trigger-System für präzise, schnelle Klicks.

Auch sonst überzeugt die Superstrike. Nicht verwunderlich, denn sie übernimmt die positiven Aspekte der Superlight 2, die bereits eine gute Gaming-Maus ist.

Die Superstrike überzeugt mich.
Die Superstrike überzeugt mich.

Das neue Herzstück: Haptic Inductive Trigger System

Das Haptic Inductive Trigger System (HITS) sorgt für das schnellere Auslösen und Resetten der Tasten. Laut Logitech verringert sich die Latenz dadurch um 9 bis 30 Millisekunden (ms) – je nachdem, wer die Maus bedient. Zur Einordnung: Durch die Erhöhung der Polling-Rate von 1000 auf 8000 Hertz (Hz) sparst du nicht einmal eine Millisekunde. Der Unterschied ist also enorm.

HITS besteht aus drei Teilen:

  • Oben, unterhalb der Tastenkappen, befindet sich der Motor für das haptische Feedback. Dabei handelt es sich um eine bereits bekannte Technologie, wie sie etwa bei der MX Master 4 eingesetzt wird. Logitech hat sie für die Superstrike angepasst. Besonders erfreulich: Das Feedback der linken und rechten Taste ist nur genau dort spürbar.
  • Gleich darunter liegt die Trigger-Platte, die dem induktiven Sensor zur Distanzmessung dient.
  • Auf der Platine befindet sich dann der induktive Sensor, der die Distanz misst.
Der Aufbau von HITS in schematischer Darstellung.
Der Aufbau von HITS in schematischer Darstellung.
Quelle: Logitech

Logitech bewirbt die Maus vor allem für Pro-Spieler. Aber auch Amateure wie ich profitieren davon. In Shootern wie «Counter-Strike 2» schneide ich besser ab als etwa mit der Superlight 2. Zum Pro mutiere ich aber auch damit nicht – schon gar nicht mit meinen 42 Jahren. Die Superstrike verschafft mir durch die geringere Latenz einen Vorteil gegenüber Spielern mit einer herkömmlichen Maus. Ich kann besser mithalten.

Was ich auch bestätigen kann: Ich klicke deutlich schneller als bei einer Maus mit mechanischen Schaltern. Sollte der Headshot beim ersten Mal nicht sitzen, bin ich schneller bereit für einen zweiten Versuch. Das liegt nicht nur am schnelleren Auslösen, sondern auch am kürzeren Reset als bei einer herkömmlichen Maus. Wie bei einer analogen Tastatur, etwa mit Hall-Effekt-Schaltern, verfügt die Maus über eine Rapid-Trigger-Technologie.

Dank Rapid-Trigger-Technologie resettet die Maus sehr schnell.
Dank Rapid-Trigger-Technologie resettet die Maus sehr schnell.

Der Auslösepunkt lässt sich in zehn Stufen einstellen, während für den Reset der Taste – Stichwort: Rapid Trigger – fünf Stufen zur Verfügung stehen. Der gesamte Tastenhub beträgt 0,65 Millimeter. Die Intensität des haptischen Feedbacks lässt sich in fünf Stufen regeln. Alle Einstellungen kann ich für linke und rechte Haupttaste gesondert vornehmen. Dafür benötige ich die Software Logitech G Hub.

Logitech G Hub wurde für die Superstrike um diverse Funktionen erweitert.
Logitech G Hub wurde für die Superstrike um diverse Funktionen erweitert.

Da ich bei Mäusen kaum Tastenhub vor dem Auslösen bevorzuge, sind die Einstellungsmöglichkeiten ein Segen für mich. Für Shooter stelle ich bei der linken Maustaste auf den kürzest möglichen Auslösepunkt und rechts auf einen mittleren, was in etwa dem Hub einer Maus mit mechanischen Schaltern entspricht. So bin ich verdammt schnell am Abzug links, aber visiere nicht durch einen falschen Klick rechts an. Den Reset stelle ich auf möglichst kurz. So muss ich die Maustaste nie ganz loslassen oder durchdrücken.

Toll ist die Möglichkeit, die Stärke des haptischen Feedbacks festzulegen. Zu Beginn stelle ich als Fan von Klicks aufs Maximum. Mit der Zeit stelle ich aber fest, dass ich ein schwächeres Feedback bevorzuge. Es lässt sich auch ganz ausschalten. Ich kann dem fehlenden Gefühl jedoch gar nichts abgewinnen.

Hinzu kommt, dass die Tastenkappen super sind. Egal, wo auf den Haupttasten ich drücke, die Superstrike löst immer zum eingestellten Zeitpunkt aus und es ist durchweg gleich viel Kraftaufwand nötig.

Das Scroll Wheel ist besser geworden

Die Seitentasten sind gut positioniert. Ich erreiche sie mit allen drei Grifftypen problemlos. Bei diesen setzt Logitech weiterhin auf mechanische Schalter. Der Klick darauf fühlt sich gut an.

Das Scroll-Rad rastet besser ein als noch bei der Superlight 2.
Das Scroll-Rad rastet besser ein als noch bei der Superlight 2.

Das Scroll-Rad bietet neben den Triggern das grösste Update zur Superlight 2. Im Gegensatz zu dieser rastet es beim Scrollen angenehm ein und klickt sich gut. Für den optimalen Grip kommt eine Gummierung zum Einsatz.

Bekannte Form

Form und Grösse übernimmt die Superstrike von der Superlight 2. Wenn du nicht XXL-Hände hast, liegt die Maus gut in der Hand. Sie eignet sich für den Palm-, Claw- und Fingertip-Grip. Den Palm-Grip empfinde ich mit meiner 19 × 10,5 Zentimeter grossen Hand auf Dauer als unangenehm. Ich bevorzuge den Claw-Grip.

Die drei Grifftypen im Überblick – an einer anderen Maus.
Die drei Grifftypen im Überblick – an einer anderen Maus.
Quelle: Shutterstock

Im Vergleich zur Superlight 2 hat die Superstrike leicht zugenommen. Meine Kaffeewaage zeigt 60,8 Gramm an, bei der Superlight sind es 59,9. Mit dem Gewicht liegt die neue von Logitech über der Konkurrenz, etwa von Sony oder Razer.

Damit die Superstrike beim Gewicht überhaupt in die Nähe der Superlight 2 kommt, waren diverse Anpassungen nötig. Löcher in der Platine und Schrauben aus Titan statt Stahl sorgen für weniger Gewicht. Die grösste Einsparung erzielt Logitech beim Gehäuse: Die Wände des Ober- und Unterteils sind dünner. Dies geht aber nicht zu Lasten der Verarbeitung: Bei der Superlight 2 betätigte ich durch Drücken der Seitenwand manchmal unbeabsichtigt die Seitentasten – dieses Problem hat Logitech behoben.

Fingerabdrücke auf den schwarzen Tasten sind gut sichtbar.
Fingerabdrücke auf den schwarzen Tasten sind gut sichtbar.

Die Verarbeitungsqualität überzeugt insgesamt. Alle Teile sind sauber verarbeitet, nichts klappert oder wackelt. Einziges Manko: Die schwarzen Haupttasten stellen Fingerabdrücke perfekt zur Schau. Beim Gehäusematerial setzt Logitech wie bei der Superstrike 2 auf grösstenteils rezyklierten Kunststoff. Die Mausoberfläche fühlt sich glatt an. Für mehr Grip liefert Logitech Grip-Flächen zum Ankleben mit.

Solide Akkulaufzeit

Die Superstrike verbindet sich per Kabel oder Funk mit dem PC. Gemäss Logitech bietet der Akku eine Laufzeit von 90 Stunden – bei ständiger Bewegung und einer Polling-Rate von 1000 Hz. Bei 8000 Hz verringert sich die Laufzeit drastisch. Obwohl ich 8000 Hz dauerhaft eingestellt habe, muss ich in meiner Testzeit die Maus nicht laden. In den anderthalb Wochen intensiver Nutzung fällt der Akku von 74 auf 28 Prozent.

Bei der Akkulaufzeit kann sich die Superstrike mit der Konkurrenz messen.
Bei der Akkulaufzeit kann sich die Superstrike mit der Konkurrenz messen.

Das mitgelieferte USB-A- auf USB-C-Kabel misst 1,9 Meter und kommt gummiert daher. Für kompetitives Zocken möchte ich es nicht an die Maus schliessen, da es unflexibel ist. Ich lade die Superstrike deshalb, wenn ich nicht mit ihr spiele.

Gutes Gleitverhalten

Wie beinahe alle Hersteller setzt Logitech bei den Gleitern auf PTFE, besser bekannt als Teflon. Standardmässig sind drei Gleiter montiert: ein grosser vorne, ein Ring um den Sensor und ein nicht ganz geschlossener Ring hinten. Die Superstrike flutscht deutlich besser über meine Deskmat als noch die Superlight 2. Das liegt laut Logitech daran, dass der Hersteller das Schneideverfahren der Gleiter angepasst hat. Die Kanten sind nun besser abgerundet. Ich habe aber auch den Eindruck, dass die neue Maus besser ausbalanciert ist als die Superlight 2. Hier hat der Hersteller zur Konkurrenz aufgeschlossen.

Dank neuem Schneideverfahren gleiten die Füsse noch besser.
Dank neuem Schneideverfahren gleiten die Füsse noch besser.

Bekannter, aber starker Sensor

Wie in der Superlight 2 steckt in der Superstrike der Hero-2-Sensor. Er bietet 44 000 Dots Per Inch (DPI) , 888 Inches per Second (IPS) und 80 G. Zur Erklärung: DPI gibt an, wie viele Pixel der Cursor bei einer Mausbewegung von einem Inch springt. Mit 44 000 DPI liefert die Superstrike genug Präzision und spielt in der oberen Liga mit.

Das gilt auch für die beiden anderen Werte. IPS besagen, wie schnell du die Maus bewegen kannst, damit der Sensor die Bewegungen noch exakt wahrnimmt. In die gleiche Kerbe schlägt die Beschleunigung in G, also bis zu welcher Geschwindigkeit der Sensor Start- und Stoppbewegungen erfassen kann. Kein Mensch kann die Maus in einem realistischen Szenario so schnell bewegen.

In meinen Tests mit MouseTester v1.5 schneidet der Sensor hervorragend ab. Die Sensor-Latenz fällt aussergewöhnlich niedrig aus. Bei der DPI-Präzision – wie stark die eingestellte DPI von der tatsächlich gemessenen abweicht – messe ich eine durchschnittliche Abweichung von rund 1,5 Prozent. Alles unter fünf Prozent werte ich als gut.

Die Polling-Rate lässt sich in der Software einstellen.
Die Polling-Rate lässt sich in der Software einstellen.

Die Polling-Rate ist äusserst konsistent und beim Tracking Speed sowie der Acceleration liefert der Sensor tolle Werte.

Einfache Konfiguration

Ich konfiguriere die Superstrike mit Logitech G Hub. Neben den erwähnten Einstellungen zu den haptischen Triggern lassen sich Tasten neu belegen und die DPI sowie die Polling-Rate verstellen. Zudem kann ich den Sensor kalibrieren. Diese Einstellungen lassen sich auf dem On-Board-Speicher ablegen. Weitere Presets für oder von anderen kann ich ebenfalls laden.

Fazit

Die Zukunft des Gaming-Klicks

Die Logitech G Pro X2 Superstrike überzeugt als hervorragende Gaming-Maus, die mit ihrem haptischen Trigger-System einen mutigen Schritt in die Zukunft wagt. Die Technologie funktioniert einwandfrei und bietet messbare Vorteile bei der Latenz. Für alle, die kompetitiv spielen und jede Millisekunde herausholen wollen, macht das den entscheidenden Unterschied. Ich bin überzeugt, dass die Technologie den gleichen, wenn nicht gar grösseren Einfluss wie analoge Keyboards beim Gaming haben wird.

Allerdings stellt sich die Frage: Brauchst du das wirklich? Wenn du regelmässig kompetitive Spiele wie «CS», «Battlefield» oder auch «League of Legends» zockst und dabei ehrgeizig bist: Ja. Zockst du aber nur gelegentlich solche Spiele und du haust nicht bei jeder Niederlage dein Gaming-Equipment kaputt, tut es auch eine Maus mit herkömmlichen Schaltern.

Der Preis dürfte viele abschrecken: Mit 170 Franken / 180 Euro liegt er gar etwas höher als die Superlight 2 bei ihrer Einführung. Die gibt es mittlerweile deutlich günstiger zu haben und auch vergleichbare Modelle der Konkurrenz sind deutlich günstiger als die Superstrike.

Wer neugierig auf die neue Technologie ist und bereit, dafür einen Aufpreis zu zahlen, bekommt mit der Superstrike eine zukunftsweisende Maus mit einzigartigen Features. Für alle anderen bleibt sie ein beeindruckendes, aber nicht zwingend notwendiges Upgrade. Die induktiven, haptischen Trigger sind definitiv cool – aber eben auch ein Luxus, den sich nicht alle leisten müssen.

Pro

  • innovative induktive, haptische Trigger
  • bewährte Form und Grösse
  • hervorragender Sensor
  • gutes Scroll-Rad
  • hochwertige Verarbeitung
  • solide Akkulaufzeit

Contra

  • hoher Preis
  • gewöhnungsbedürftiges Klickgefühl
  • schwarze Oberfläche zieht Fingerabdrücke an
  • steifes Ladekabel
Logitech G PRO X 2 Superstrike (Kabelgebunden, Kabellos)
Maus

Logitech G PRO X 2 Superstrike

Kabelgebunden, Kabellos

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Technologie und Gesellschaft faszinieren mich. Die beiden zu kombinieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, ist meine Leidenschaft.


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