

Manscaped The Dome Shaver: zu teuer für meine Glatze
Gut, aber mehr auch nicht: Der Manscaped The Dome Shaver ist teurer als viele Konkurrenten, rechtfertigt den Preis jedoch nicht durch überdurchschnittliche Leistung.
Mit einem Kopfrasierer schneide ich mir in zwei Minuten die Wunschfrisur. Doch jedes Modell hat unterschiedliche Stärken und Schwächen, auch wenn sie alle ähnlich aussehen. Fünf Wochen habe ich den teuren und stylischen Manscaped The Dome Shaver getestet.
Handling und Ausstattung: cleverer Griff
Ein Rasierer, ein Klingenschutz, ein Kabel – ich finde vor allem Basics in der Verpackung. Der Hersteller hat aber noch ein überraschendes Extra beigelegt: einen «Dome Soother». Das ist eine beruhigende Aftershave-Lotion speziell für meine glatte Kuppel auf dem Kopf, sprich die Glatze. Eine clevere Idee, auf die ich später noch genauer eingehe.
Der Manscaped The Dome Shaver Plus Essentials ist schön designt und wirkt hochwertig – nur der Name ist gewöhnungsbedürftig. Zwei Details fallen sofort positiv auf: Der Scherkopf hält magnetisch. Ich löse ihn schnell und unkompliziert und befestige ihn in Sekunden.

Zudem kann ich den Rasierer auf zwei Arten halten: Entweder umgreife ich ihn mit der gesamten Hand wie einen Ball, oder ich klemme ihn direkt über dem Scherkopf zwischen Zeigefinger und Mittelfinger. Mit dieser zweiten Methode fahre ich mit der flachen Hand über den Kopf und schneide die Haare ab. Das ist eine natürliche Art der Kopfrasur – ich spüre die Oberfläche direkt.

Der erste Schnitt: viele Durchgänge nötig
Wie bei allen Glatzenrasierern gilt für den Manscaped: Wer clever ist, trimmt die Haare zuerst auf rund zwei Millimeter, bevor er mit den Rotationsklingen darüberfährt. Ich habe das zu Testzwecken auch mit «langen» Haaren ausprobiert. Aber bereits bei fünf Millimetern Wildwuchs kommt der Rasierer an seine Grenzen.
Ich kann die Haare zwar kürzen, doch brauche ich für jeden Bereich mehrere Durchgänge, bis alles weg ist. Das reizt die Kopfhaut unnötig. Erschwerend kommt dazu, dass der The Dome Shaver Lücken zwischen den vier Klingen hat. So bleibt ein Streifen ungeschnitten. Ich muss dann jeweils den Rasierer leicht versetzen, um den Resthaaren zu Leibe zu rücken.

Was mir auch auffällt: Im Scherkopf hat es recht wenig Platz für die Stoppeln. Sie stauen sich schnell an den Klingen, was die Schnittqualität senkt. Mit «längeren» Haaren muss ich zwischendurch den Behälter entleeren.
Regelmässige Kopfrasur: die Lotion machts
Im Alltag rasiere ich alle drei bis vier Tage. Den Manscaped The Dome Shaver Plus Essentials nutze ich also oft – die Stärken und Schwächen zeigen sich schnell.
Der Scherkopf bewegt sich kaum – die starke Biegung lässt sich nicht anpassen. Das ist ein Problem: Die Neigung passt für viele Bereiche nicht. Die Ränder drücken auf den Kopf, in der Mitte klafft eine Lücke zwischen Haut und Klinge. Ich korrigiere laufend nach und fahre öfter als nötig über den Kopf.

Immerhin: Dass ich den Rasierer ganz flach direkt über dem Scherkopf halten kann, erhöht die Präzision. Ich fühle die Kopfform besser und brauche weniger Druck. Das ist vor allem im Nacken wichtig, da die Klingen scharf sind und schnell Hautirritationen hervorrufen.
Das weiss wohl auch der Hersteller und legt eine Aftershave-Lotion bei. Sie erfrischt und beruhigt die Kopfhaut. Leider ist sie nicht bei uns im Shop erhältlich, darum habe ich mir zwei Alternativen bestellt. Egal, mit welchem Modell ich rasiere: Eine Lotion danach empfehle ich auf jeden Fall.

Der Aftershave Relief Balm von The Bald Theory ist flüssiger und wirkt kühlend und beruhigend, die Bald Cream von Better Be Bold fettet zusätzlich. Die Creme ist somit ideal für trockene Kopfhaut.
Fürs Gesicht eher nicht
Ich kann das Gesicht mit dem Manscaped The Dome Shaver rasieren – er funktioniert wie ein klassischer Rasierer. Der grösste Nachteil: Die fixe Krümmung des Scherkopfs passt bei mir nicht für den Bartbereich. Am Kinn ist sie zu schwach, auf den Wangen zu stark. Mehr Flexibilität wäre besser.
Akkulaufzeit und Lautstärke: gute bis sehr gute Leistungen
Die Akkulaufzeit beträgt 80 Minuten. Das ist ein sehr guter Wert, da ich damit über Wochen den Kopf rasieren kann, ohne nachzuladen. Der Hersteller selbst gibt erstaunlicherweise nur 60 Minuten Laufzeit an, die ich im Test deutlich übertreffe.
Der Rasierer ist wasserdicht und lässt sich abwaschen. Geladen wird per USB-C – ein Kabel, das ich sowieso immer dabei habe. Dass Manscaped keinen Charger mitliefert, stört darum kaum.

Der Rasierer brummt zwar nicht leise, aber auch nicht wirklich laut. Ich messe direkt am Gerät 68,1 Dezibel. Das geht im Alltag in Ordnung.
Preis und Kosten: ein teurer Spass
Der Manscaped The Dome Shaver kostet über 120 Franken oder 110 Euro. Damit ist er teurer als viele Konkurrenzmodelle. Im Test liefert er keine Argumente, die das rechtfertigen.
Auch die Ersatzklingen sind mit rund 30 Franken oder Euro nicht ganz günstig. Allerdings sollen sie laut Hersteller beinahe ein Jahr halten. Das wäre ein fairer Deal. Bisher sind die Ersatzklingen nicht bei uns im Sortiment erhältlich. Der Importeur bemüht sich aber, sie bald bereit zu stellen.
Ich teste momentan unterschiedliche Kopfrasierer – am Schluss werde ich sie alle miteinander vergleichen. Hier findest du schon mal ein weiteres Review.
Fazit
Zu wenig für den Preis
Der Manscaped The Dome Shaver überzeugt mit langer Akkulaufzeit und schickem Design. Praktisch: Jedes USB-C-Kabel genügt zum Laden. Dazu rasiert er in akzeptabler Lautstärke und bietet zwei Griffmöglichkeiten.
Zwei Punkte trüben das Bild – vor allem angesichts des Preises. Der Scherkopf ist wenig flexibel, die Neigung stimmt für meinen Kopf nicht. Zudem bleibt zwischen den vier Klingen eine grosse Lücke.
Pro
- gute Verarbeitung
- lange Akkulaufzeit
- Laden über USB-C
- zwei Greifmöglichkeiten
Contra
- teuer
- Scherkopf wenig flexibel
- Lücke zwischen den Klingen
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