
Mondflug für Jedermann: NASA veröffentlicht Fotos und Daten der Artemis-2-Mission
Tausende Aufnahmen, Tonspuren und Rohdaten machen die Reise um den Mond für Interessierte nahbarer denn je. Das Datenarchiv der Mission Artemis 2 ist jetzt frei zugänglich.
Im April 2026 erhielt der Mond nach mehr als 50 Jahren wieder Besuch von der Erde: Vier Menschen flogen im Rahmen der NASA-Mission Artemis 2 zu unserem rund 400 000 Kilometer entfernten Nachbarn, umrundeten ihn und landeten neun Tage nach dem Start wieder auf der Erde.
Dabei nahm die Crew tausende Fotos auf – und die sind zusammen mit zahlreichen weiteren Missionsdaten seit kurzem für die Öffentlichkeit zugänglich. Dazu gehören laut NASA auch 8,5 Stunden Audioaufnahmen der Crew und ihrer Beobachtungen.
Mit diesem Archiv kannst du dich nachträglich selbst auf die Reise zum Mond begeben und dabei einen Eindruck von den Beobachtungen bekommen, die bislang nur wenige Menschen mit ihren eigenen Augen erleben durften. Einige besondere Eindrücke hat die NASA mit Erklärungen und Audio-Aufzeichnungen der Crew-Kommunikation auf dieser Website aufbereitet.
Die vollständigen Datenarchive findest du hier. Das altbackene Erscheinungsbild der Website mit den sperrigen Bezeichnungen und der Vielzahl an Links kann abschrecken, deswegen empfehle ich dir für den Einstieg den browserbasierten Image Viewer. Dort kannst du durch Tausende Thumbnails blättern und so schnell einen Überblick gewinnen. Außerdem lässt sich die Auswahl durch Filter verfeinern.
Unter den Fotos finden sich zahlreiche Ansichten von Erde und Mond aus unterschiedlichen Entfernungen. Einige zeigen aber auch das Innere der Orion-Raumkapsel, die das vierköpfige Team aus Nordamerika zum Mond und zurück brachte.
Erst der Mond, dann der Mars
Nachdem 1972 die vorerst letzte bemannte Mondlandung stattgefunden hatte, rückte der Erdtrabant für die NASA jahrzehntelang in den Hintergrund. Dabei legte das Apollo-Programm Grundlagen, auf denen die Raumfahrt bis heute aufbaut. Einer der Menschen hinter diesem technologischen Meilenstein ist die kürzlich verstorbene Softwarepionierin Margaret Hamilton, deren Arbeit Kollege Luca in seinem Nachruf würdigt.
Mit dem Artemis-Programms rückt der Mond nun wieder ins Zentrum. Die NASA will Menschen erneut auf seine Oberfläche bringen und langfristig sogar eine permanente Siedlung errichten.
Dafür wurden während Artemis 2 unter anderem kritische Lebenserhaltungssysteme sowie Strahlenschutzeinrichtungen unter realen Bedingungen getestet. Die Crew unter dem US-amerikanischen Kommandanten Reid Wiseman unterschied sich deutlich von den Apollo-Besatzungen des 20. Jahrhunderts: Mit Victor Glover und Christina Koch flogen erstmals ein Afroamerikaner und eine Frau sowie mit dem Kanadier Jeremy Hansen der erste Nicht-Amerikaner zum Mond.
Die nächste Landung auf dem Mond ist mit Artemis 4 Anfang 2028 geplant. Die danach angestrebte Mondsiedlung soll sich teilweise selbst versorgen können und etwa das auf dem Mond vorhandene Eis zu Trinkwasser, Sauerstoff und Wasserstoff-Treibstoff verarbeiten. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet die Behörde mit internationalen Partnern zusammen, wie der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Langfristig soll der Mond als Testfeld und Ausgangsbasis für bemannte Flüge zum Mars dienen.
Fühlt sich vor dem Gaming-PC genauso zu Hause wie in der Hängematte im Garten. Mag unter anderem das römische Kaiserreich, Containerschiffe und Science-Fiction-Bücher. Spürt vor allem News aus dem IT-Bereich und Smart Things auf.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
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