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News & Trends

Neuer Besitzer stärkt iRobot – und stellt eigene Saugroboter-Marke 3i ein

Lorenz Keller
12.2.2026

Die Übernahme von iRobot durch Picea ist im Gange. Sie soll die finanzielle Basis für Innovationen und neue Produkte schaffen. Mit dem Fokus auf iRobot stellt die neue Eigentümerschaft die eigene Saugroboter-Marke ein.

Ein leichtes Erdbeben erschütterte die Saugroboter-Branche vor zwei Monaten – und sorgte weltweit für Schlagzeilen. iRobot musste wegen anhaltender finanzieller Schwierigkeiten neue Investoren suchen. Die neue Eigentümerschaft heisst Picea und fertigte bisher bereits in China Saugroboter – sowohl für iRobot als auch für andere Marken.

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    iRobot hat massive Probleme – und wird übernommen

    von Lorenz Keller

Der Übernahmeprozess ist derzeit im Gange. Dieses Jahr sollen wie geplant neue iRobot-Modelle auf den Markt kommen. Im Zuge der ersten News blieb vieles noch unklar. Ich habe darum Fragen an iRobot und Picea geschickt – und spannende Antworten aus dem Headquarter in Bedford, Massachusetts (USA), erhalten.

Wie geht es mit iRobot und der Picea-eigenen Marke 3i weiter?

Picea ist als Name ausserhalb der Branche kaum bekannt, obwohl das Unternehmen aus Shenzhen nach eigenen Angaben der weltweit grösste Hersteller von Saugrobotern ist. Diese werden vor allem für andere Brands gebaut – unter anderem für iRobot sowie für Shark, Anker und Eufy.

Neben der Auftragsfertigung entwickelt Picea auch eigene Saugroboter – über 600 Personen arbeiten in dieser Abteilung. Unter anderem hat der chinesische Hersteller die Marke 3i lanciert, die 2025 an der IFA in Berlin ihren ersten grossen Auftritt in Europa hatte. 3i stellte ein innovatives Modell vor, das Schmutzwasser recycelt und Frischwasser aus der Umgebungsluft gewinnt.

Nun konzentriert sich Picea jedoch auf iRobot. Es wird keine neuen 3i-Modelle mehr geben, stattdessen liegt der Fokus auf iRobot, bestätigen mir die Verantwortlichen auf Nachfrage. Eine gute Nachricht für iRobot, der Hersteller erhält dadurch beispielsweise auf einen Schlag doppelt so viele Kapazitäten in der Forschung und Entwicklung.

Picea bringt laut Antworten auf meine Fragen Innovation, Finanzkraft sowie Fertigungskapazitäten in China und Vietnam ein. iRobot wiederum das globale Händler-, Vermarktungs- und Servicenetz, die langjährige Erfahrung, den bekannten Markennamen sowie die eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung.

Der iRobot Roomba Max 705 mit moderner Wischrolle wird bereits von Picea gefertigt.
Der iRobot Roomba Max 705 mit moderner Wischrolle wird bereits von Picea gefertigt.

Warum war die Insolvenz nach «Chapter 11 of the Bankruptcy Code» nötig?

iRobot und Picea betonen, dass die Übergangsphase aufs Tagesgeschäft keinen Einfluss hat. Kundendienst, Service, App-Updates – alles bleibt wie vor der Übernahme unverändert bestehen. iRobot behält seinen Hauptsitz in den USA, wo weiterhin Saugroboter entwickelt werden. Auch die Zeitplanung für neue Produkte bleibt gleich.

Die Verunsicherung der Konsumentinnen und Konsumenten sowie die Heftigkeit der Reaktionen haben die Verantwortlichen in den USA durchaus überrascht, wie sie mir verraten haben. Das liegt sicher auch daran, dass der Übernahmeprozess unter wirtschaftlichem Druck gestartet werden musste. So hat iRobot ein Insolvenzverfahren im Dezember gestartet – und dies öffentlich bekannt gegeben.

Dieses «Chapter 11 of the Bankruptcy Code»-Verfahren ist in den USA ein übliches Mittel zur Sanierung von Unternehmen – vergleichbar mit einem Nachlassverfahren. Picea und iRobot befanden sich also bereits in Verhandlungen und hatten die wesentlichen Punkte der Übernahme geregelt. Mit dem Verfahren wurde die Schuldenlast reduziert, iRobot konnte das Geschäft unverändert weiterführen. Für die Kundschaft und die Mitarbeitenden ist das eine gute Nachricht; die Gläubiger und Aktionäre müssen hingegen Abstriche machen.

iRobot blickt zuversichtlich in die Zukunft und spricht von einem «Reboot». Der Saugroboter-Pionier soll bei Innovationen wieder führend sein. Das Potenzial sei trotz starker Konkurrenz gross, denn 80 Prozent der Haushalte in Europa, Asien und den USA setzen noch keinen Saugroboter ein.

Titelbild: Shutterstock

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Gadgets sind meine Passion – egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Oder natürlich auch fürs grosse Hobby neben der Familie, nämlich fürs Angeln.


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