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Pixabay/Ritae
Meinung

Parmesan, du schimmeliges Luder hast meine Pasta ruiniert!

Anika Schulz
26.8.2026

Manchmal reicht ein Griff in den Kühlschrank, um das Abendessen und die gute Laune zu ruinieren. Eine Leidensgeschichte mit Lösungsvorschlag.

Eine Tüte geriebener Parmesan. Eigentlich praktisch. Kein Gefummel mit der Reibe, einfach über die Pasta schütten und fertig. Was ich nicht wusste: Ganz unten in der Tüte hatte sich ein Schimmelbiotop gebildelt, fein säuberlich versteckt unter noch jungfräulichen Käseraspeln.

Was soll ich sagen? Grüne Bröckchen dekorierten meine Bolognese wie Schnee den Weihnachtsbaum. Ausgerechnet jene Bolo, die tags zuvor drei Stunden lang liebevoll vor sich hingeköchelt hatte.

Mülleimer auf, Essen rein. Anika hangry. Nicht gut.

Dabei wäre das Käsedrama vermeidbar gewesen. Parmesan ist kein zerbrechliches Wesen. Er ist ein Hartkäse mit einem Reifegrad von zwei Jahren aufwärts, der theoretisch nahezu ewig halten könnte. Das Problem sind nicht die Milchsäurebakterien in der Käserei von Parma. Das Problem bin ich.

Ich bin zu faul zum Raspeln und kaufe deshalb keinen Käse am Stück, der länger halten würde. Und bei dem man das schimmelige Stück vielleicht noch großzügig abschneiden könnte. Nein, ich kaufe Reibeparmesan, klipse die Tüte mit einer Wäscheklammer zu und werfe sie achtlos in die hinterste Kühlschrankecke.

Ja, ja. Ich weiß. Ich bin selbst schuld. Deswegen kommen hier vier Tipps, damit zumindest du es besser machst.

Tüte nach dem Öffnen richtig verschließen

Damit Luft und Feuchtigkeit im angebrochenen Käse keine Chance haben: die Tüte fest aufrollen und mit einem Frischhalteclip luftdicht verschließen. Noch besser ist es, den Inhalt gleich in ein kleines Schraubglas oder eine luftdichte Dose umzufüllen.

Tüte regelmäßig checken

Ab und zu die Tüte öffnen, kurz reinschnuppern und die Raspeln durchschütteln, besonders wenn die Packung schon ein paar Tage offen ist. Das dauert keine zwanzig Sekunden und rettet im Zweifel die nächste Bolognese.

Noch einmal falle ich nicht auf dich rein.
Noch einmal falle ich nicht auf dich rein.
Quelle: Anika Schulz

Einfrieren, wenn's mal wieder zu viel wird

Geriebener Parmesan lässt sich in einer ordentlichen Dose hervorragend einfrieren. Er wird nicht ranzig, verliert kaum an Geschmack und lässt sich portionsweise direkt aus dem Gefrierfach über die heiße Pasta streuen. Einfach mit einer sauberen Gabel abkratzen und direkt zurück ins Gefrierfach. Nicht antauen lassen!

Echten Parmesan und eine vernünftige Reibe

Tipp von meinen Küchen-Kollegen Simon: «Anika, hol dir einfach dieses Ding und ein Stück Käse. Geht genauso schnell, schmeckt auch viel besser.» Ich denke drüber nach.

Du willst wissen, wie mein Abend nach dem Käsedrama ausging? Nun ja, ich habe eine Pizza bestellt. Wenigstens da weiß ich, was drauf ist.

Titelbild: Pixabay/Ritae

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Als Kind wurde ich mit Mario Kart auf dem SNES sozialisiert, bevor es mich nach dem Abitur in den Journalismus verschlug. Als Teamleiterin bei Galaxus bin ich für News verantwortlich. Trekkie und Ingenieurin.


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