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Passierschein A38? Habe ich – dank dieser Asterix-Jubiläumsausgabe

Vor 50 Jahren schickten Asterix und Obelix halb Rom auf die Suche nach einem Formular. Zum Jubiläum des Films erscheint «Asterix erobert Rom» als erweiterte Sonderausgabe, erstmals mit beiliegendem Passierschein A38.

Mir ist schon klar, dass ich als Asterix-Fan gemolken werde. Story House Egmont, der Verlag hinter den deutschsprachigen Asterix-Bänden, macht seinen Job aber auch zu gut. Denn die Jubiläumsausgabe zum 1976 gezeigten Zeichentrickfilm «Asterix erobert Rom» hat es in sich. Erstmals, so steht es in der Pressemitteilung, liegt der Passierschein A38 bei, also jenes Formular, das Asterix und Obelix im «Haus, das Verrückte macht» auftreiben müssen.

Produktbild Asterix erobert Rom - Limitierte Sonderausgabe (Deutsch, Hardcover, Albert Uderzo, René Goscinny)
Comics + Manga

Asterix erobert Rom - Limitierte Sonderausgabe

Deutsch, Hardcover, Albert Uderzo, René Goscinny

Um was ging’s nochmal?

Für alle, die die Szene nicht mehr im Kopf haben: Julius Cäsar stellt die unbeugsamen Gallier vor zwölf Prüfungen. Eine davon ist die Beschaffung des Passierscheins A38. Asterix und Obelix werden von Büro zu Büro geschickt, weil jede Stelle ein anderes Formular verlangt. Die Szene gilt bis heute als Inbegriff der Bürokratiesatire. Falls du schon einmal in der Warteschleife eines Amts gehangen hast, kennst du das Gefühl.

Eine Besonderheit des Films: Er basierte nicht auf einem bereits erschienenen Comic-Album. René Goscinny und Albert Uderzo entwickelten die Geschichte mit den zwölf Prüfungen eigens für die Leinwand, vom Wettlauf mit den Merinos aus Marathon über das Krokodilbecken bis zum Passierschein.

Was bietet die Jubiläumsausgabe?

Der Band enthält die Illustrierte Geschichte zum Film. Achtung, es ist kein klassischer Asterix-Comic mit vier Reihen Bildern pro Seite und Sprechblasen-Logik. Dazu gibt es ein 16-seitiges Making-of. Es zeigt Einblicke in die Arbeit der Studios Idéfix, seltene Skizzen, Original-Entwürfe von Albert Uderzo und Anekdoten zur Entstehung des Films.

Der Band ist kein klassischer Asterix-Comic, sondern zeigt Szenen in der Regel auf einer Doppelseite mit relativ viel Text.
Der Band ist kein klassischer Asterix-Comic, sondern zeigt Szenen in der Regel auf einer Doppelseite mit relativ viel Text.

Ich habe das Rezensionsexemplar, das mir der Verlag geschickt hat, natürlich schon durchgelesen. Im Hintergrund-Teil gibt es spannende Einblicke. Hier erfahre ich zum Beispiel, dass Goscinny und Uderzo für den Film eine neue Produktionsfirma gründen mussten. In ganz Frankreich gab es nämlich kein Studio, das einen Trickfilm hätte produzieren können. Und in den Ausführungen zur Passierschein-Szene erfahre ich, dass sich die Zeichner bei den Treppen, die Asterix und Obelix im «Haus, das Verrückte macht» immer wieder auf und ab laufen, von der Lithografie mit der «unmöglichen Treppe» von M.C. Escher liessen.

Apropos Passierschein. Er ist am Ende dann doch der geringste Grund, warum ich mir das Album zum Film holen würde. Das Ding im Postkartenformat wirkt ziemlich lieblos. Zwar ist der SPOR-Adler goldfarbig gedruckt und die Beschriftung eingeprägt. Aber ich hatte da irgendwie mehr erwartet. Mehr Text, ein Siegel, eine Unterschrift. So was. Da waren Asterix-Fans an anderer Stelle kreativer, zum Beispiel stellt bei Github jemand den Passierschein im Stil eines amtsdeutschen Formulars dar.

Und was mache ich jetzt mit dem Passierschein? Vielleicht nutze ich ihn als Lesezeichen.
Und was mache ich jetzt mit dem Passierschein? Vielleicht nutze ich ihn als Lesezeichen.

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Journalist seit 1997. Stationen in Franken, am Bodensee, in Obwalden und Nidwalden sowie in Zürich. Familienvater seit 2014. Experte für redaktionelle Organisation und Motivation. Thematische Schwerpunkte bei Nachhaltigkeit, Werkzeugen fürs Homeoffice, schönen Sachen im Haushalt, kreativen Spielzeugen und Sportartikeln. 


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