
Hintergrund
Vorschau: «Pokémon Champions» ist eine Revolution
von Domagoj Belancic

Hurra, «Pokémon Champions» ist da! Hier findest du die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen Free-to-Play-«Pokémon»-Spiel.
Viele «Pokémon»-Fans haben sich lange darauf gefreut. Nun ist es endlich soweit: «Pokémon Champions» erscheint für die Switch und Switch 2. Mit dem Battle-Simulator soll es so einfach wie nie zuvor sein, in die kompetitive Multiplayer-Welt von «Pokémon» einzutauchen. Der Einstieg in das Free-to-Play-Spiel kann jedoch verwirren. Verschiedene Währungen, Kampfpässe und In-Game-Shops schrecken auf den ersten Blick ab.
Mit diesem Beitrag bringe ich Ordnung ins «Pokémon Champions»-Chaos und beantworte die wichtigsten Fragen.

«Pokémon Champions» ist ein reiner Battle-Simulator mit rundenbasierten Pokémon-Kämpfen. Das Spiel bietet keinerlei Story oder Welt zum Erkunden. Alles, was du darin machen kannst: Pokémon sammeln, trainieren und mit ihnen online kämpfen. Quasi ein Nachfolger zu «Pokémon Stadium».
Das Spiel soll langfristig als offizielle Plattform für alle «Pokémon»-Videospielturniere dienen. In diesem Beitrag erfährst du mehr über die Entwicklung des Spiels – und wieso es für das Franchise als Ganzes eine Revolution darstellt:
Die Kämpfe in «Pokémon Champions» teilen sich auf in 1v1- und 2v2-Kämpfe. Aus deinem Team von sechs Pokémon kommen dabei nur drei (1v1), beziehungsweise vier (2v2) in einem Kampf zum Einsatz.
Die Kämpfe bestreitest du entweder in einem Ranked-Modus oder in einem Casual-Modus ohne Ranglisten. Zudem gibt es private Kämpfe für Schlachten gegen Freunde sowie zeitlich limitierte Online-Turniere.

«Pokémon Champions» erscheint auf der Switch und Switch 2. Im Verlauf des Jahres sollen zudem Versionen für Smartphones folgen.
Einen wichtigen Haken gibt es für die Schweiz: Viele «Pokémon»-Apps sind hier nicht für Android verfügbar – so zum Beispiel «Pokémon Unite», «Pokémon Sleep» und «Pokémon Home». Ich habe bei der Pokémon Company nachgefragt, ob «Pokémon Champions» im Schweizer Play Store verfügbar sein wird – und wieso die anderen Apps nicht gelistet sind. Eine Antwort steht zum Veröffentlichungszeitpunkt des Beitrags noch aus.

«Pokémon Champions» ist ein Free-to-Play-Spiel. Und wie in jedem Free-to-Play-Spiel musst du dich leider mit verschiedenen Währungen herumschlagen, die du entweder käuflich erwirbst oder durch das Spielen des Games bekommst. Die gute Nachricht vorweg: Das Monetarisierungsmodell ist – zumindest zum Launch – vollkommen fair. Du kannst das Game spielen, ohne Geld auszugeben.
Victorypunkte (VP): Die zentrale Währung des Spiels. VP kannst du nicht mit Echtgeld erwerben. Du erhältst VP, indem du an Kämpfen teilnimmst. Für jeden Sieg gibt es 300 VP – Niederlagen werden mit weniger VP belohnt. Daneben bekommst du VP auch für das Abschliessen von täglichen und wöchentlichen Missionen («Gewinne fünf Rangkämpfe», «Lande dreimal einen Volltreffer», etc.) sowie für das Freischalten von Erfolgen. VP setzt du ein, um neue Pokémon zu rekrutieren und um sie zu trainieren (dazu später mehr). Im In-Game-Shop erwirbst du mit VP zudem Items, die deine Pokémon im Kampf tragen können – inklusive Mega-Steine. Auch kosmetische Items und neue Musikstücke findest du im Shop. Die Shop-Items kannst du nicht mit Echtgeld, sondern nur mit VP erwerben.
Schnellcoupons: Diese Währung erhältst du für das Abschliessen von täglichen und wöchentlichen Missionen. Mit einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft (siehe nächster Abschnitt) stehen dir mehr Missionen und damit auch mehr Belohnungen zur Verfügung. Schnellcoupons bekommst du zudem für das Freischalten von Erfolgen, als Belohnung im Kampfpass und als Teil des Starterpakets (siehe nächster Abschnitt).
Reguläre Tickets: Siehe Schnellcoupons – diese Ticketart bekommst du durch Missionen, Erfolge, im Kampfpass und als Teil des Starterpakets. Reguläre Tickets kannst du anstelle von VP für das Rekrutieren neuer Pokémon (siehe nächster Abschnitt) einsetzen.
Trainingstickets: Auch Trainingstickets bekommst du über Missionen, Erfolge und den Kampfpass. Du setzt sie beim Training (siehe unten) anstelle von VP ein.

Nachdem wir uns die verschiedenen Währungen angeschaut haben, geht’s weiter zu den kostenpflichtigen Inhalten.
Für folgende Pakete kannst du aktuell Geld ausgeben:



Im Menüpunkt «Rekrutierung» lernst du auf der Rekrutierungs-Ranch alle 22 Stunden kostenlos eine Auswahl an neuen Pokémon kennen. Und ja, auch Shiny-Pokémon findest du auf der Ranch. Aus dieser zufällig generierten Liste kannst du jeweils ein Pokémon für dein Team rekrutieren. Möchtest du schneller neue Freunde finden (also vor dem Ablauf der 22 Stunden), kannst du mit Schnellcoupons oder VP bezahlen.
Natürlich kostet das Rekrutieren auch etwas. Du zahlst entweder mit VP oder mit regulären Tickets, um einzelne Taschenmonster mitzunehmen. Cool: Du kannst ein Pokémon auch kostenlos probeweise für eine Woche rekrutieren, mit ihm Kämpfe bestreiten und dann entscheiden, ob es für immer in dein Team kommen soll.

Falls du andere «Pokémon»-Games gespielt hast, kannst du deine bereits gefangenen Monster in «Pokémon Champions» importieren. Dafür brauchst du «Pokémon Home» – eine kostenlose Cloud-Datenbank für deine Taschenmonster.
Falls du bisher noch keine Pokémon in «Pokémon Home» gespeichert hast, gehst du wie folgt vor: Öffne zunächst das Spiel, aus dem du deine Pokémon in die Cloud schicken willst – zum Beispiel «Pokémon Karmesin». Falls sich die gewünschten Monster noch in deinem Team befinden, entferne sie und platziere sie in einer Box – nur so kannst du sie ins «Home» schicken. Öffne danach «Pokémon Home» und verknüpfe «Pokémon Karmesin». Jetzt kannst du Pokémon aus den Boxen des Spiels in die Cloud importieren (und sie danach auch in andere verknüpfte Spiele schicken).
Du kannst über Umwege sogar Pokémon aus den alten 3DS-Spielen importieren – dafür benötigst du aber eine kostenpflichtige «Pokémon Home»-Mitgliedschaft. Mit dieser hast du zudem mehr Platz in deinem Cloud-Speicher. Kostenpunkt: 2,90 Franken oder 2,99 Euro monatlich, beziehungsweise 15,90 Franken oder 15,99 Euro jährlich.

Um deine Cloud-Sammlung in «Pokémon Champions» zu nutzen, navigierst du in der «Home»-App zum Punkt «Pokémon Champions». Wähle die Monster aus, die du transferieren möchtest und schicke sie rüber. Öffne danach wieder «Pokémon Champions», navigiere zu «Rekrutierung» und danach zu «Aus Pokémon Home empfangen». Dort solltest du deine ausgewählten Viecher finden.
Cool: Das Importieren aus «Home» kostet keine VP oder Tickets.

Nein. Für jede Season in «Pokémon Champions» gibt es spezielle Regelsätze. Diese bestimmen unter anderem, welche Pokémon an Kämpfen teilnehmen können, welche getragenen Items verwendet werden dürfen und welche Kampf-Gimmicks zum Einsatz kommen (aktuell: die Mega-Evolution).
Aktuelle Informationen zum Regelwerk findest du im Menüpunkt «Untermenü», dann «Neuigkeiten». Für die laufende Saison sind folgende Monster zugelassen:

Unter dem Menüpunkt «Training» kannst du deine Monster nach Lust und Laune trainieren. Mit wenigen Klicks erledigst du das, was in den Mainline-Spielen unzählige Stunden harter Arbeit, Training und Züchten erfordern würde.

Folgende Attribute kannst du anpassen – in Klammern findest du die VP-Kosten für das Training:
Möchtest du dein Pokémon einmal komplett erneuern, kommst du auf insgesamt 2320 VP. Statt VP kannst du pro Trainingseinheit auch ein Trainingsticket einsetzen.
Insgesamt ein absolut fairer «Preis» – das Free-to-Play-Monetarisierungsmodell hat keinen negativen Einfluss auf den Kern des Gameplay-Loops. Zumindest noch nicht.

Gut zu wissen: Importierst du Pokémon aus anderen Spielen via «Pokémon Home» (siehe oben), werden ihre Statistiken und Angriffe übernommen – sofern sie im aktuellen Regelwerk zulässig sind. Jegliche Änderungen, die du im Training vornimmst, gelten jedoch nur für «Pokémon Champions». Transferierst du ein Pokémon zurück nach «Home», werden seine Statistiken zurückgesetzt. Entscheidest du dich später dafür, das Pokémon wieder in «Champions» zu importieren, werden die Änderungen aus dem Training wieder angewendet – vorausgesetzt, es hat sich in der Zwischenzeit nicht weiterentwickelt.
«Pokémon Champions» soll als zentrale Plattform für kompetitive «Pokémon»-Turniere eingesetzt werden. Dementsprechend sind die kompetitiven «Pokémon»-Trainerinnen und -Trainer die derzeit wichtigste Zielgruppe für das Spiel. So richtig zufrieden ist die Hardcore-Community jedoch noch nicht.
Die wichtigsten Kritikpunkte:
Aber auch Casual-Spieler sind zum Launch noch nicht ganz zufrieden. Kritisiert wird unter anderem:

Meine Liebe zu Videospielen wurde im zarten Alter von fünf Jahren mit dem ersten Gameboy geweckt und ist im Laufe der Jahre sprunghaft gewachsen.
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