Stösst Kraftwerk Knipex vom Zangenthron?
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Stösst Kraftwerk Knipex vom Zangenthron?

Carolin Teufelberger
Carolin Teufelberger
Zürich, am 24.09.2019
Knipex und Zangen sind zwei beinahe unzertrennliche Begriffe. Der Werkzeughersteller Kraftwerk will sich nun dazwischen drängen – mit erfolgsversprechenden Produkten.

Zangen sind normalerweise kein Thema, das die Gemüter erhitzt. Auch meines nicht. Bis jetzt habe ich stets die erstbeste Zange gegriffen, die mir für den Zweck sinnvoll erschien. Eine Kneifzange, um Nägel zu lösen. Eine Kombizange, um Schrauben festzuhalten. Einen Seitenschneider, um Drähte durchzuschneiden. Auf Ergonomie habe ich nicht geachtet, auf den Namen schon. In vielen Fällen hielt ich eine Zange der Firma Knipex in den Händen. Kein Wunder, ist das deutsche Unternehmen doch einer der Marktführer in diesem Bereich.

Hightech Zangensat
120,81
Kraftwerk Hightech Zangensat

Jetzt aber bekommt der alte Hase Konkurrenz. Und zwar vom Schweizer Unternehmen Kraftwerk. Das behauptet der Werkzeughersteller zumindest. Vor allem der Seitenschneider soll dem von Knipex den Rang ablaufen. Klar, dass ich so ein Statement nicht einfach im Raum stehen lassen kann, sondern verifizieren muss. Ein kleiner Vergleichstest muss her.

Auf in den Kampf!
Auf in den Kampf!

Zange, Draht, Papier

Im ersten Eindruck – der Optik – mag mich keiner der Seitenschneider überzeugen. Aber die Dinger müssen keinen Design Award gewinnen, sondern Draht, die Adern eines Kabels und Papier trennen. Ja, anscheinend sind die Schneider so präzise und scharf, dass sich Papier mühelos und ohne Quetschspuren schneiden lässt. Das kann ich bestätigen. Beide gleiten förmlich entlang des Hüselipapiers. Auch Drahtschneiden ist kein Problem. Hoffentlich auch nicht, ist es doch eine der wichtigsten Aufgaben eines Seitenschneiders.

Papier stellt kein Problem dar für den Seitenschneider von Kraftwerk.
Papier stellt kein Problem dar für den Seitenschneider von Kraftwerk.

Kraftwerk hat mehr Grip

Der einzige Unterschied liegt für mich in der Handhabung. Der Seitenschneider von Kraftwerk liegt besser in der Hand. Einerseits ist er kleiner, was meinen kleinen Händen entgegenkommt. Andererseits rutscht er durch seine Teilgummierung weniger. Die hat zwar auch der Schneider von Knipex, sie bietet aber viel weniger Grip. Auch meinen Kollegen mit grösseren Händen habe ich die Zangen zum haptischen Vergleich gegeben. Kraftwerk gewinnt erneut.

Der Neuling liegt besser in der Hand.
Der Neuling liegt besser in der Hand.
Dafür besticht der Altmeister mit dem Preis.
Dafür besticht der Altmeister mit dem Preis.

In der Kernkompetenz, dem Trennen von Material, glänzen beide Seitenschneider. Allgemein macht das Produkt von Kraftwerk aber einen hochwertigeren Eindruck als das vom Marktführer. Dafür kannst du den Seitenschneider von Knipex einzeln kaufen, den von Kraftwerk nur im Set. Das erklärt dann auch den grossen Preisunterschied. Wie du dich schliesslich entscheidest, einen Fehlkauf tätigst du mit beiden Modellen nicht.

Auch keinen Fehler machst du, wenn du kurz in mein Autorenprofil schaust.

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Carolin Teufelberger
Carolin Teufelberger

Editor, Zürich

Meinen Horizont erweitern: So einfach lässt sich mein Leben zusammenfassen. Ich liebe es, neue Menschen, Gedanken und Lebenswelten kennenzulernen,. Journalistische Abenteuer lauern überall; ob beim Reisen, Lesen, Kochen, Filme schauen oder Heimwerken.

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