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Bandai Namco
Hintergrund

Traumhafte Fantasy-Welt mit einem Haken: «Echoes of Aincrad» angespielt

Ein tödliches Spiel beginnt: Das JRPG «Echoes of Aincrad» folgt der Handlung von «Sword Art Online». Es bietet actionreiches Gameplay in einer wunderschönen Welt – wahlweise mit einer gnadenlosen Permadeath-Option.

Mit «Echoes of Aincrad» kann ich mich endlich selbst in die Anime-Welt von «Sword Art Online» einloggen und beweisen, dass ich es aus dem tödlichen Spiel (wer sich ausloggt, stirbt) herausschaffe. Statt mit Kirito, Asuna und Co. in der Hauptrolle, erstelle ich mir meinen eigenen Avatar für das VRMMO.

Der dafür integrierte Charakter-Editor ist so reduziert wie umfangreich: Zahlreiche Augenbrauenformen trösten mich leider nicht ganz über die eher begrenzte Anzahl an Frisuren hinweg. Dazu sei gesagt, dass ich eine Preview gespielt habe und der Editor im finalen Spiel umfangreicher sein könnte. Wer keine Lust hat, ewig an einer Figur zu basteln, kann auch auf einen zufällig zusammengestellten Charakter zurückgreifen.

Fast so gefährlich wie im Anime

Glücklicherweise ist «Echoes of Aincrad» außerhalb des Bildschirms weniger tödlich als seine Serienvorlage: Ich konnte mich während des Spielens selbstverständlich ausloggen und auch nach einem gescheiterten Kampf erneut einsteigen, um es ein weiteres Mal zu versuchen.

Wenn du ein extremeres Erlebnis möchtest, kannst du einen Spielmodus wählen, der bei Game Over den Spielstand komplett löscht. Das kommt der animierten Serienvorlage sehr nahe.

Während der Entwicklung von «Echoes of Aincrad» wurde der ursprüngliche Survival-Aspekt des Spiels stark abgeschwächt: Eigentlich hatten die Entwickler geplant, dass ich meine Ausdauer, Energie und mehr permanent verwalten muss, um zu überleben. Da sich das mit dem actionreichen Gameplay nicht vereinbaren ließ, wurde das Ganze im Laufe des Prozesses verworfen. Jetzt gibt es verschiedene Schwierigkeitsstufen, die für jeden die passende Herausforderung bieten.

Ich habe die Demo auf dem normalen Schwierigkeitsgrad gestartet und kann jetzt schon sagen: Ein Zuckerschlecken wird «Echoes of Aincrad» definitiv nicht. Es scheint essentiell zu sein, die Ausrüstung und das Team regelmäßig anzupassen.

Manchmal sehen Gegner gar nicht so schwer aus, stellen aber plötzlich eine große Herausforderung dar, wenn dein Level noch zu niedrig ist.
Manchmal sehen Gegner gar nicht so schwer aus, stellen aber plötzlich eine große Herausforderung dar, wenn dein Level noch zu niedrig ist.

Große, schlauchige Gebiete und wunderschöne Städte

Wenn wir gerade von Reisen sprechen: «Echoes of Aincrad» wirkt riesengroß und die einzelnen Gebiete muten wie eine semi-offene Welt an. Ich habe eine unglaubliche Weitsicht und die satten Farben sowie Lichtspiegelungen lassen die Umgebung traumhaft aussehen. Ich kann es kaum erwarten, auf den nächsten Hügel zu klettern, eine Abkürzung zu nehmen und auf direktem Weg meiner Zielmarkierung zu folgen.

Leider platzte dieser Plan ziemlich schnell, da die Gebiete lediglich offen aussehen. Das Spiel begrenzt die Umgebung durch Berge, die wie unsichtbare Wände den Weg vorgeben. Dadurch sind die Levels recht schlauchig, obwohl sie auf den ersten Blick gar nicht so erscheinen. Nur Anhand der zwei kleinen Abschnitte kann ich das Weltendesign von «Echoes of Aincrad» aber noch nicht abschliessend beurteilen.

Die Welt von «Echoes of Aincrad» ist wunderschön.
Die Welt von «Echoes of Aincrad» ist wunderschön.

Eigentlich mag ich Rollenspiele von Bandai Namco: Ich habe «Ni No Kuni» gern gespielt, «Scarlett Nexus» hat für mich das schönste Gegner-Design aller Zeiten und die «Tales of»-Spiele haben einen festen Platz in meinem Herzen. Eine Sache, die mich bei den meisten (J)RPGs stört, sind die oft leeren Städte und Dörfer. Gassen voller Gewusel, ein Wochenmarkt mit Scharen an Besuchern und spielende Kinder auf dem Dorfplatz machen für mich die Immersion erst so richtig real.

Die Gestaltung der ersten Stadt in «Echoes of Aincrad» hat mich deshalb positiv überrascht: Unterschiedliche Texturen, das Lichtspiel in den kleinen Gassen durch die Sonnenstrahlen, die verschiedenen Charaktere, die ihrer Arbeit nachgehen und die vielen Details können sich wirklich sehen lassen. In der PC-Demo ist das eine oder andere Element im Hintergrund aufgeploppt, was die Immersion aber nur minimal schmälert.

Die Städte überzeugen.
Die Städte überzeugen.
Quelle: Bandai Namco

Angriffstaktiken wie im Anime

Das Kampfsystem von «Echoes of Aincrad» orientiert sich am Anime: Du spielst das Singleplayer Game nicht alleine, sondern immer mit anderen (KI-)Teilnehmern. Im Laufe der Story lernst du eine Reihe von Figuren kennen, die über spezifische Fähigkeiten und Motivationen verfügen. Vor einer Quest kannst du dir über ein Charakter-Roster aussuchen, wen du zum Kampf mitnehmen möchtest.

Dadurch ändert sich die Dynamik der Echtzeitkämpfe, denn Partner mit Schwert und Schild agieren anders als Charaktere, die mit beiden Händen eine Axt schwingen. In den Gefechten wählst du zwischen zwei Aktionsmodi, in denen ihr entweder abwechselnd agiert oder im Switch-Mode Attacken vollführt, die wie im Anime aufeinander aufbauen und sich ergänzen.

Welchen Partner nimmst du heute mit?
Welchen Partner nimmst du heute mit?

Mit dem Voranschreiten der Geschichte öffnen sich immer mehr Gebiete, die über die Schnellreisefunktion einfach anzusteuern sind. An Rastpunkten kann ich die Karte weiter aufdecken, Tränke auffüllen und meine Strategie überdenken. Gerade größere oder mit einem roten Icon gekennzeichnete Gegner haben mich schon in der Demo ordentlich ins Schwitzen gebracht. Ich bin sicher, dass beim fertigen Spiel ein regelmäßiges Anpassen meiner Taktik nötig sein wird. In den Städten ist es zudem möglich, Ausrüstung und Waffen zu wählen, die meinem Spielstil oder der Ausrichtung des Teams zuträglich sind. Während der gut vierstündigen Demo habe ich hier nur an der Oberfläche gekratzt. «Echoes of Aincrad» wird zum Release vermutlich mit einer Bandbreite an Möglichkeiten für Kampf und Erkundung aufwarten.

Während der Demo Session habe ich versehentlich am schwarzen Brett die falsche Quest angenommen und bin sieben Mal an einem Gegner gescheitert, für den mein Charakter noch lange nicht stark genug war. Obwohl sich die Welt Stück für Stück mit der Story öffnet, scheint mir das Game gewisse Freiheiten in Sachen Missionen und Erkundung zu geben.

In «Echoes of Aincrad» entscheide ich jederzeit selbst, ob ich mit flinken Kurzwaffen, einer Zweihandaxt oder sogar mit einem Schild in den Kampf ziehen will. Mein MMO-Charakter, meine Wahl.
In «Echoes of Aincrad» entscheide ich jederzeit selbst, ob ich mit flinken Kurzwaffen, einer Zweihandaxt oder sogar mit einem Schild in den Kampf ziehen will. Mein MMO-Charakter, meine Wahl.

Erster Eindruck: Spannend!

Die ersten Stunden in Aincrad haben mir sehr gut gefallen: Optisch hat mich das JRPG sofort in den Bann gezogen und das actionreiche Gameplay passt gut zur Lore. In das Partnersystem der Kämpfe werde ich mich ein bisschen reinfuchsen müssen, da sich das Wechseln der verschiedenen Partnermodi während der kurzen Demo noch nicht flüssig anfühlte. Lediglich das eingeschränkte Erkunden der schön gestalteten Welt macht mir ein wenig Bauchschmerzen. Ich bin gespannt, ob sich mein erster Eindruck beim Spielen des kompletten Games bestätigt.

«Echoes of Aincrad» erscheint am 10. Juli 2026 auf PC, Playstation 5 und Xbox Series X/S. Ich habe für die Vorschau die PC-Version angespielt, die mir Bandai Namco zur Verfügung gestellt hat.

Titelbild: Bandai Namco

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Ich hatte als Kind weder einen Gameboy noch einen Super Nintendo. Darum stieg ich erst mit fünfzehn Jahren in die Welt des Gamings ein. Seither versuche ich, den Rückstand mit allen Mitteln gutzumachen. Schaue ich mir die jährlich steigende Zahl der Game-Releases an, scheint sich aber die gesamte Branche gegen mich verschworen zu haben. 


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Interessantes aus der Welt der Produkte, Blicke hinter die Kulissen von Herstellern und Portraits von interessanten Menschen.

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