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Johann Knief - ein unvollendetes Leben

Deutsch, Gerhard Engel, 2011
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Produktinformationen

Die Zustimmung der Reichstagsfraktion der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) zu den Kriegskrediten am 4. August 1914 markierte den Ausgangspunkt für den Zerfall der Partei in drei Teile: in die Kriegsbefürworter, denen es gelang, die Mehrheit der Mitglieder hinter sich zu bringen, in die Kriegszielkritiker, die sich zu Ostern 1917 als Unabhängige Sozialdemokratische Partei (USPD) zu einer eigenen politischen Gruppierung zusammenfanden, und in die radikale Linke, die den Krieg prinzipiell ablehnte und in der Novemberrevolution 1918 die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) bildete. Heute ist weitgehend vergessen, dass die KPD sich nicht nur aus der Spartakusgruppe um Rosa Luxemburg, Franz Mehring und Karl Liebknecht speiste, sondern daneben eine zweite Quellpartei existierte: die Internationalen Kommunisten Deutschlands. Ebenso vergessen ist der Motor dieser Quellpartei: Johann Knief (1880-1919), Kopf der Bremer Linksradikalen, ein selbständig denkender und handelnder Mann, Lehrer, Redakteur und Musikrezensent. Knief kämpfte seit Kriegsbeginn nicht nur gegen die SPD-Führung, sondern auch gegen die gemässigten Linken. Er war der Erste, der - schon ab 1915 - die Bildung einer linksradikalen Partei vorantrieb. Im April 1919 verstarb er, neununddreissigjährig, an einer verschleppten Blinddarmentzündung. Als seine Frau 1926 seine Urne aus dem Büro der Bremer KPD holte, hatten die Genossen ihren Genossen längst vergessen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Thema
Kunst, Musik & Design
Sprache
Deutsch
Autor
Gerhard Engel
Jahr
2011
Anzahl Seiten
457
Bucheinband
Fester Einband

Allgemeine Informationen

Artikelnummer
7379253
Verlag
Dietz
Kategorie
Sachbücher
Release-Datum
19.1.2018

Buch Eigenschaften

Thema
Kunst, Musik & Design
Sprache
Deutsch
Autor
Gerhard Engel
Jahr
2011
Anzahl Seiten
457
Bucheinband
Fester Einband

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