Zürcher Totentanz
Deutsch, Harald Naegeli, 2022Nur 3 Stück an Lager beim Drittanbieter
Produktinformationen
Während der Lockdown-Wochen nach Ostern 2020 konnte jeder, der durch das weitgehend verlassene Zürich schlenderte, fast jeden Tag eine neue Entdeckung machen: tanzende Skelette an Gebäudewänden und Zäunen – gesprüht von Harald Naegeli. Eines lugte hinter Rodins "Höllenpforte" im Kunsthaus hervor, ein anderes schwang seine Sichel am Fuss des Waldmann-Denkmals, eines bewachte den ordnungsgemäss leeren Restauranttisch an der Schifflände, und sogar am Eingang des Kantonsspitals wartete ein Sensenmann auf die Besucher. Insgesamt gab es etwa fünfzig Zeichnungen, aber die meisten existierten nur kurz – oft innerhalb von 24 Stunden weggewaschen, gelöscht oder zerstört – als ob der Gedanke an den Tod nicht ertragen werden konnte.
Alles begann viele Jahre zuvor: zuerst mit dem "Kölner Totentanz" von 1980/81 und dann 2004 mit einer Anfrage für ein offizielles Projekt in Naegelis Heimatstadt Zürich. Damals wandte er sich mit dem Wunsch an das Grossmünster, einen Totentanz im Treppenhaus der Kirchtürme zu zeichnen. Es gab eine Abstimmung in der Gemeinde, Verhandlungen mit dem Kanton fanden statt, und 14 Jahre bürokratisches Hin und Her vergingen, bevor Naegeli die Erlaubnis erhielt, an bestimmten Orten zu sprühen – mit der Auflage, dass die Zeichnungen nach vier Jahren entfernt werden sollten. Im Herbst 2019 schuf Naegeli die ersten beiden Figuren, und während das Genie der Freiheit seine Hand leitete, ging er unerwartet ein paar Zentimeter über den erlaubten Bereich hinaus. Das Projekt wurde ausgesetzt, aber Naegeli entschied, seine Kunst nicht befehlen zu lassen. So streifte er, wie vierzig Jahre zuvor, wieder nachts als Sprayer durch Zürich. Seltsamerweise waren die Reaktionen manchmal so, als wäre die Zeit stehen geblieben: da waren sie wieder – die Ressentiments, die in Naegelis Bildern nur eine Verunstaltung sahen, das starre Ordnungsempfinden, das es nicht ertragen konnte, von der Kunst blossgestellt und überlistet zu werden. Viele jedoch reagierten anders und schätzten die vergängliche Natur der Werke.
Sprache | Deutsch |
Autor | Harald Naegeli |
Jahr | 2022 |
Anzahl Seiten | 360 |
Bucheinband | Fester Einband |
Artikelnummer | 21230327 |
Verlag | Nimbus |
Kategorie | Sachbücher |
Release-Datum | 6.6.2022 |
Sprache | Deutsch |
Autor | Harald Naegeli |
Jahr | 2022 |
Anzahl Seiten | 360 |
Auflage | 1 |
Bucheinband | Fester Einband |
Ursprungsland | Schweiz |
CO₂-Emission | 0,25 kg |
Klimabeitrag | EUR 0,12 |
Höhe | 285 mm |
Breite | 190 mm |
Gewicht | 1302 g |
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