
24 Squishies später bin ich noch immer kein Fan
Der NeeDoh-Adventskalender ist knallbunt und steckt voller kleiner Quetschspielzeuge. Ich habe alle 24 Türchen geöffnet und die Figuren ausprobiert. Die Auswahl ist abwechslungsreich, das Material weich und der Preis ein Hammer.
Schon die Verpackung ist ein Erlebnis. Zwischen Regenbogen, fliegenden Untertassen und einer grinsenden Sonne verstecken sich die 24 Türchen des NeeDoh-Adventskalenders. Das schreit für mich eher nach LSD als nach besinnlichem Advent. Hinter den Türchen stecken allerdings nur kleine Quetschspielzeuge.

Für diesen Beitrag habe ich den Advent vorgezogen und schon im November alle Türchen geöffnet. Ich habe jede Figur in die Hand genommen – und gequetscht. Als jemand, der seine Hände gerne beschäftigt, sollte ich damit doch etwas anfangen können. Dachte ich zumindest.
Nicht jedes Squishy fühlt sich gleich an
Dem Kalender fehlende Abwechslung vorzuwerfen, wäre unfair. Die Figuren unterscheiden sich in ihrer Grösse und darin, wie stark sie beim Drücken nachgeben. Manche sind weich, andere deutlich härter. Einige haben einen Saugnapf, andere lassen sich auf einen Finger stülpen. Es steckt also mehr dahinter als dasselbe weiche Objekt in 24 Farben.
Auch die Motive sind bunt gemischt. Ein Radio und ein Klapphandy treffen auf eine Glace am Stiel, einen Flamingo und eine Gurke. Besonders weihnachtlich ist diese Auswahl nicht. Sie würde genauso gut ohne Adventskalender funktionieren.

Ich bleibe lieber beim Akupressurring
Beim Ausprobieren merke ich die Unterschiede durchaus. An meinem grundsätzlichen Eindruck ändern sie allerdings wenig: Für mich bleiben es glibbrige Squishy-Dinger. Auch die festeren Exemplare machen mich nicht zum Fan.
Dabei kenne ich das Bedürfnis, meine Hände zu beschäftigen, gut. Aufgrund meiner Neurodivergenz nehme ich gerne etwas in die Hand, das mir hilft, zur Ruhe zu kommen. Dafür greife ich lieber zu einem Akupressurring oder einem anderen harten Fidget Toy.
Wenn du gerne weiche Figuren knetest, kann dir diese Auswahl durchaus gefallen. Bei mir bleibt nach dem Ausprobieren allerdings kein Favorit übrig. Unter den 24 Figuren ist keine, die ich freiwillig nochmals in die Hand nehmen möchte.
Fünf Franken pro Türchen
Zum Zeitpunkt des Schreibens kostet der NeeDoh-Adventskalender bei uns 120 Franken. Auf die 24 Türchen verteilt sind das fünf Franken pro Quetschspielzeug. Für mich ist das viel Geld für Figuren, die ich nach dem Ausprobieren schon wieder zur Seite lege.

Als Geschenk würde ich den Kalender nur in Betracht ziehen, wenn ich weiss, dass die beschenkte Person solche Squishies mag. Nur weil jemand gerne etwas in den Händen hat, müssen sich weiche Quetschfiguren noch lange richtig anfühlen. Zum Herausfinden wäre mir dieser Kalender zu teuer.
Bei mir ist der Fall klar: Alle Türchen sind offen, mein Akupressurring bleibt.
Fazit
Viel Abwechslung, hoher Preis
Pro
- unterschiedliche Formen, Grössen und Festigkeiten
- zusätzliche Spielmöglichkeiten durch Saugnäpfe und Fingerfiguren
- farbenfrohe Verpackung
Contra
- hoher Preis von fünf Franken pro Türchen
- Inhalt hat keinen Bezug zu Weihnachten
- trotz Variationen immer dasselbe grundlegende Quetschprinzip
Bezahlt werde ich dafür, von früh bis spät mit Spielwaren Humbug zu betreiben.
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