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Pia Seidel
Produkttest

Solarkerzen im Test: Romantik ganz ohne Kabelsalat

Pia Seidel
18.8.2026
Bilder: Pia Seidel

Kerzenlicht liebe ich. Offene Flammen im Garten eher weniger, vor allem, wenn Kinder in der Nähe sind oder ich das Haus kurz verlassen muss. Das «Solar Candle Set big» von STT verspricht beides: die Stimmung von Kerzenlicht, ohne dass ich ständig ein Auge draufhaben muss.

Ein lauer Abend, ein Glas Wein auf der Terrasse, dazu flackerndes Kerzenlicht: Das ist für mich Sommer pur. Nur mit echten Kerzen bin ich draussen immer etwas nervös: Wind, Regen, unbeaufsichtigte Flammen. Das «Solar Candle Set big» von STT soll dieses Problem lösen, ganz ohne Kabel oder Steckdose in Reichweite. Ich habe die Kerzen mehrere Wochen lang im Garten und auf der Fensterbank getestet.

Zwei Solarkerzen im Set, wetterfest und ganz ohne Kabel.
Zwei Solarkerzen im Set, wetterfest und ganz ohne Kabel.

Erster Eindruck: schlicht und aufgeräumt

Die Kerzen kommen in klassischem Weiss und in zwei unterschiedlichen Höhen daher: sieben und zehn Zentimeter bei je zehn Zentimetern Durchmesser. Wer höher hinaus möchte, findet sie noch eine Nummer grösser. Sie sehen zwar nicht wie Wachskerzen aus, wirken aber hochwertig, und ihr Solarpanel bleibt dabei verborgen. Das Gehäuse besteht aus robustem PE/PVC. Damit ist es für den Aussenbereich gemacht.

Das unsichtbare Solarpanel und ein Tablett helfen dabei, den Eindruck echter Kerzen zu vermitteln.
Das unsichtbare Solarpanel und ein Tablett helfen dabei, den Eindruck echter Kerzen zu vermitteln.

Etwas kritischer bin ich beim Farbton: Das reine Weiss zeigt schnell mal einen Fleck, der sich aber mit einem Schmutzradierer leicht entfernen lässt. Ein Cremeton würde der Optik zudem zusätzliche Natürlichkeit verleihen.

Aufstellen und vergessen

Die Bedienung ist denkbar einfach: Kerzen aufstellen, tagsüber der Sonne aussetzen, abends am flackernden Licht erfreuen. Der wiederaufladbare Akku ist bereits enthalten und lässt sich bei Bedarf, etwa nach ein paar Jahren Nutzung, austauschen.

Der An- und Ausschalter versteckt sich im Innern des Gehäuses.
Der An- und Ausschalter versteckt sich im Innern des Gehäuses.

Eine App oder aufwendige Steuerung gibt's nicht. Ich muss nur einmalig das Gehäuse aufdrehen und anschalten. Dank Dämmerungssensor schalten sich die Kerzen automatisch ein, sobald es dunkel wird. Das mag ich besonders, weil ich abends nicht dran denken muss, sie anzuknipsen.

Einmal aktiviert übernimmt der Dämmerungssensor den Rest.
Einmal aktiviert übernimmt der Dämmerungssensor den Rest.

Wenn ich allerdings abends Akku sparen möchte, kann ich die Kerzen auch ausschalten. Etwas mühsam ist, dass sich der Schalter unter dem Drehverschluss befindet, dafür bleibt er aber auch unsichtbar.

Licht: warm, gemütlich und mit echtem Flackereffekt

Das Licht ist angenehm warmweiss und erinnert tatsächlich an echtes Kerzenlicht, inklusive Flackereffekt, der die Illusion einer Flamme überraschend gut hinbekommt. Sind die Kerzen an, spiegelt sich das Licht zusätzlich leicht auf der Oberfläche und dem Solarpanel, was den Eindruck einer echten Flamme noch glaubwürdiger macht.

Je schummriger die Beleuchtung, …
Je schummriger die Beleuchtung, …
… desto mehr sehen die Solar-Designs aus wie aus Wachs.
… desto mehr sehen die Solar-Designs aus wie aus Wachs.

Auch die kleineren «STT Solar Lights», die ich ergänzend getestet habe, flackern auf dieselbe Art. Während die grossen Kerzen als eigenständige Deko-Elemente funktionieren, eignen sich die kleinen Lichter super, um sie zwischen Pflanzen oder auf dem Tisch zu verteilen. Ihr Nachteil: Die Solarpanele sind klar sichtbar, was sich aber mit Gefässen kaschieren lässt.

Die kleineren Solar Lights ergänzen das grosse Set perfekt.
Die kleineren Solar Lights ergänzen das grosse Set perfekt.

Wetterfest im Alltagstest

Die letzten Wochen haben wenig Regen und Wind, dafür viel pralle Sonne gebracht. Die Kerzen hatten es also leicht. Bei schlechtem Wetter würde ich sie aber reinnehmen, da sie wenig wiegen und je nach Standort weggeweht werden können.

Wie sich die Ladeleistung an durchgehend bewölkten Tagen verhält, konnte ich in der Testzeit nicht überprüfen. Das Aufladen dürfte dann aber länger dauern. An vollen Sommertagen halten die Kerzen abends mehrere Stunden durch. Das Schöne: Egal, wo ich die Kerzen hinstelle oder wie oft ich sie umstelle, anders als bei echten Kerzen muss ich mir weder um offene Flammen noch um tropfendes Wachs Sorgen machen.

Für den Innenbereich funktionieren die Kerzen übrigens genauso gut, allerdings nur in Fensternähe mit ausreichend Tageslicht. Ich nutze die kleinere Kerze inzwischen sogar als Nachtlicht, wenn ich abends nochmal auf die Toilette muss, und habe dabei gemerkt: Sie brennt tatsächlich die ganze Nacht durch.

Was du noch wissen solltest: Der Sensor reagiert nur auf Dunkelheit. Wenn du schon vor der Dämmerung Kerzenstimmung möchtest, hast du eher keine Chance. Eine echte Kerze liesse sich dagegen jederzeit entzünden.

Fazit

Warme Atmosphäre dank «Sonne»

Das «Solar Candle Set big» überzeugt mit stimmungsvollem, warmweissem Licht inklusive Flackereffekt und einer Bedienung, die von selbst funktioniert. Die Kerzen sind wetterfest, kommen ganz ohne Kabel aus und schalten dank Dämmerungssensor automatisch ein. Wer mehr Lichtakzente mag, findet mit den «STT Solar Lights» eine passende Ergänzung fürs Gartenbeet.

Pro

  • schlichter Look
  • automatisches Ein- und Ausschalten bei Dämmerung
  • vielseitig einsetzbar
  • kein Stromanschluss nötig
  • austauschbarer Akku
  • wirkt dank Lichtreflexion abends überzeugender

Contra

  • kommt tagsüber optisch nicht an Wachskerzen ran
  • Ladeleistung bei bewölktem Wetter sinkt
  • Weisses Gehäuse zeigt Flecken schnell
Titelbild: Pia Seidel

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Mit der Begeisterung eines Cheerleaders feiere ich gutes Design und bringe dir alles näher, was mit Möbeln und Inneneinrichtung zu tun hat. Regelmässig kuratiere ich einfache, aber raffinierte Interior-Entdeckungen, spüre Trends auf und interviewe kreative Köpfe zu ihrer Arbeit. 


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