Der neue Hype nach dem Fidget Spinner: die Fidget Push Pop Bubble
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Der neue Hype nach dem Fidget Spinner: die Fidget Push Pop Bubble

Oliver Fischer
Oliver Fischer
Zürich, am 27.07.2021
Der Nachfolger der Fidget Spinner ist da. Der Hype soll riesig sein – wenn man der Werbung und einigen Online-Medien glauben will. Die Fidget Push Pop Bubble macht einen auf Luftpolsterfolie, kann aber unendlich oft geploppt werden.

Wer kann sich noch an den Fidget Spinner erinnern? Vor wie vielen Jahren war das schon wieder der grosse Pausenplatz(-und-Büro)-Hype? Das weisst du wahrscheinlich genauso wenig wie ich, oder? Kein Problem. Denn jetzt gibt es endlich den würdigen Nachfolger: Fidget Push Pop Bubble heissen die Dinger und es gibt Online-Medien, die schreiben, das sei jetzt der heisse Scheiss. Das Prinzip: Du hast ein Silikon-Ding mit vielen kleinen Halbkügelchen, die du mit deinem Finger nach unten drücken kannst. Das macht dann Plopp und wenn alle Kügelchen gedrückt sind, drehst du das Teil um und kannst von vorn anfangen. Der Effekt soll so ähnlich sein wie bei Luftpolsterfolien, die oft als Verpackungsfüllmaterial verwendet werden und bei denen du dann die Luftpölsterchen platzen lassen kannst. Aber sorgt er auch denselben Spass?

Eine Branding-Agentur aus Deutschland, die sich auf Spielwaren spezialisiert hat, schreibt über die Pop Bubble Sätze wie diese: «Das Ploppen bringt den Kids neben dem Sammeln der Motive und der Farben schliesslich den meisten Spass.» Und: «Unzählige Formen, Farben und Effekte sorgen dafür, dass ein regelrechter Run auf die Ware eingesetzt hat.»

Die Zielgruppe sind Kinder. Also habe ich mir so ein Ding bestellt und meine Tochter damit beglückt. Im ersten Moment: grosse Augen, strahlendes Gesicht, «TANKAAAA SO COOL!» Sofort auspacken und lospoppen. Scheint ein Erfolg zu sein, vielleicht ist ja wirklich was dran am Hype.

Jetzt, während ich diese Zeilen schreibe, ist eine Woche seit dem Eintreffen vergangen. Und was soll ich sagen? Der Hype hat ungefähr drei Tage angehalten. Seither liegt das Plopp-Ding unbeachtet im Wohnzimmer herum. Auf meine Nachfrage, ob das Spielzeug denn nicht mehr cool sei, bekomme ich eine der Standardantworten meiner Tochter: «Doch, doch, es ist schon cool. Ich hatte einfach gerade keine Lust.» Die nächste Stufe nach dieser Antwort wird dann, dass ich das Ding in ein paar Monaten verstaubt unter der Couch hervor fische.

Natürlich habe ich auch selbst ein bisschen auf dem Teil rumgedrückt. Schliesslich lass ich die Luftpolsterfolien auch gern zwischen meinen Fingern platzen. Nur das geht mit der Pop-Bubble gar nicht. Du kannst die Bubble einfach mit einem Finger nach unten durchdrücken. Da platzt gar nichts. Entsprechend ist weder das Gefühl noch das Geräusch auch nur ansatzweise so befriedigend wie die platzenden Bläschen beim Original. Und auch als Fingerbeschäftigung während eines Telefonats oder beim Lesen eines Artikels taugt mir das Ding nicht. Viel zu sehr muss ich die einzelnen Bubbles suchen und eben: Das Gefühl in der Hand passt einfach nicht. Vielleicht fehlt einfach der Reiz des Vergänglichen, der bei den Luftfolienbläschen wichtig ist: Da kann ich ganz harmlos meine kindliche Zerstörungswut ausleben. Das bietet mir so ein Silikon-Spielzeug einfach nicht.

Nach meinen Eindrücken und denen meiner Tochter fällt mein Urteil ernüchternd – um nicht zu sagen vernichtend aus: Von wegen der heisse Scheiss. Der passende Song zum Spiel heisst nicht «Pop it like its hot» sondern «Drop it cause its Schrott».

Naja, vielleicht taugt es ja in den Strandferien als Frisbee-Ersatz …

Kennst du sie schon ...

... die Fidget Push Pop Bubble?

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Oliver Fischer
Oliver Fischer

Teamleader Editorial, Zürich

Weltenbummler, Wandersportler, Wok-Weltmeister (nicht im Eiskanal), Wortjongleur und Foto-Enthusiast.

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